Schnörkellose Schilderungen des mühsam unterdrückten Alptraums im Häuschen im Grünen
Ein meisterhaft groteskes Kammerspiel über ein sich zermürbendes Ehepaar.
Bernhard Strobel unterstreicht einmal mehr, dass er zu den großen Meistern der Short Story zählt.
Erzählungen von minimalistischer Einfachheit, eine radikale Absage an Glanz und Konvention.
Ein Erzähler, der dezidiert nüchtern und unromantisch an seine Sache herangeht; sein Stil beschönigt nichts und folgt seinen Menschen unter Verzicht auf literarische Eleganz und ohne falschen Glanz in ihre emotionalen Sackgassen.
In drei Teilen lässt dieser Band den Leser teilnehmen an der Suche nach einer Wirklichkeit, die sprachlich darstellbar sein soll. Szijj geht allen geläufigen Mustern und Registern lyrischen Sprechens aus dem Weg und demonstriert so Verantwortung für die ungarischen Realitäten unserer Gegenwart.
Für die Prosa Szijjs ist die Knappheit der Erzählform, die oft karge, lebensnahe Alltagssprache, die Beschreibung einer Momentaufnahme durch den inneren Monolog kennzeichnend. Ein Gefangener seiner Angstgefühle registriert hier mitreißend die Beziehungs- und Bedeutungslosigkeit seines Lebens.
»Ein grandioses Mosaik aus Detailbeobachtungen, Erinnerungen, Reflexionen, mit weitem Atem und dem Charisma der Genauigkeit.« (Ilma Rakusa, Die Zeit)
Hier wird mit wissenschaftlichem Furor erörtert, was zu tun ist, wenn im beinharten Leben die Realität weder Hand noch Fuß hat: eingehen oder auswandern, je nachdem.
manchmal immer ist eine Sammlung von autobiografischen Lügen und, wie schon der Titel, Schwindelanfällen. Leichte, witzige Kampfspiele zwischen dem Ernst der Sprache und dem Ernst des Lebens.
Erstaunliches, Erheiterndes und Melancholisches aus dem Unterfutter der gesprochenen und geschriebenen Rede.
Vom Vergnügen am sprachlichen Abgrund und vom Sprachspiel als Denkspiel und Gefühlsdechiffrierung
»Die Anthologie österreichisch-jüdischer Expressionisten zieht noch einmal die Spur nach, die diese Autoren uns als Erbe hinterlassen haben.« (aus dem Geleitwort von Paul Grosz)
Hunger ist ein Buch über die existenzielle Sehnsucht nach absolutem Leben und bedingungsloser Liebe. Der Roman verflicht menschliches Drama und Autofiktion. Er ist aus einem Zustand des inneren Aufruhrs, des ungefilterten Augenblicks geschrieben – ein Zustand des Verlangens, des Schmerzes, der Verzweiflung und der Hoffnung.
Vom Mut zum Übermut ist es nur ein schmaler Grat. Abwägen oder impulsiv entscheiden? Es gibt kein allgemeingültiges richtig oder falsch. Davon erzählt Lotte Tobisch in ihrer charmant offenen Art und spannt einen Bogen von persönlichen Erfahrungen seit ihrer Kindheit bis hin zu Beispielen aus der Gegenwart, wie Politik und Social Media.
Wenn sich der scharfsinnige Kosmopolit Ilija Trojanow seinen Gedankenspielen über die Neugier widmet, dann ist am Ende eines klar: Ich will die Welt erfahren und meine Neugier an der Neugier ist geweckt.
»Ein Energiephänomen, dieser Uetz. Existenziell ist diese Poesie oft, und immer wieder sehr erotisch.« (Thomas Widmer, FACTS)
»Im Wort bin ich nicht.« In einem dreiteiligen Prosatext aus dichten, markanten Sätzen mit Zwei-, Drei- und Mehrfachsinn entfaltet Uetz seine nachdenkliche und fesselnde Gegenwelt aus Sprache.
»Es ist hier zu beobachten, dass die im Grunde einfachen Einzelelemente der sozusagen klassischen Konkreten in etwas Neues überführt werden, was doppelt gelesen werden kann: als Polemik, als banale Lapidarität und als Struktur einer ganz neuen, immer tiefer greifenden Sprachveränderung.« (Helmut Heißenbüttel)
Tor Ulvens detailgenaue und konzentrierte Prosa erzeugt »visuelle Meditationen«, die alles Beschreib- und Wahrnehmbare bis ins Kleinste verbildlichen und ausleuchten.
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