»Meine Intention war, eine verbotene Totalität zu entwerfen, also die Welt als Ganzes aufzunehmen, alle Weltsplitter, und zu einer Explosion zu bringen. Und trotzdem eine Geschichte, die nach und nach zu einer Obsession wird, zu vermitteln.« (Der Autor in einem Gespräch über sein Buch)
In seinem zweiten Gedichtband will sich Pessl der Sprachgewalt und »dem leeren Geplapper, das tagtäglich vorüberrauscht«, widersetzen.
Regen im Gesicht sind 13 Erzählungen über die Verstörung der Erotik und Liebe, über die Grausamkeit der Bilderproduktionen unserer Sehnsüchte.
Sich diesen Prosaminiaturen zu nähern, ist riskant: Unklar bleibt im Grunde, ob das in ihnen Selbstverständliche nur scheinbar ist, ob es sich etwa unmerklich in Komisches verwandelt – oder in Fremdes, ja sogar, ob nicht alles Ausgesprochene, Geschriebene sich flugs wieder in die Sprache zurückzieht, ohne Spuren in der Wirklichkeit der Dinge zu hinterlassen.
»Pichler erprobt zwischen zwei Hans Henny Jahn-Zitaten die Sprache an den Dingen – und damit ganz alltägliche Dinge sprachlich in Bewegung setzt: zum Erstaunen des Lesers.« (ORF)
Miniaturen aus unserer Gefühls-, Denk- und Sprach-Enzyklopädie, von ›Ahorn‹ bis ›Zweifel‹, und gleichzeitig die Erfindung einer erfrischenden neuen poetischen Gattung zwischen Stilleben und Sentenz.
»Der Alltag heiter betrachtet (…) ein leichter, charmanter Text.« (Neues Deutschland)
Die Infantin, Prinzessin und doch sprachlos, deren Leben gewissermaßen als Kondensat uns vor Augen geführt wird, ist die Heldin eines auf seine Prinzipien reduzierten Lebens- und Liebesromans
»Eine monologische Bestandsaufnahme heutigen Lebensgefühls zwischen privaten Träumen und politischen Rahmenbedingungen, zwischen Wut und Hoffnung. wir sind idioten erinnert mit Schärfe und Sarkasmus an die Textflächen einer Elfriede Jelinek.« (Wolfgang Huber-Lang, APA)
Eine politisch extrem inkorrekte Höllenfahrt in die Misanthropie!
In einer entfesselten Sprachflut führt Ronald Pohl in das Algerien der 60er-Jahre.
Platz 8 auf der ORF Bestenliste April 2007
»Die Sätze implodieren. Was bleibt, ist das Wachhalten einer negativen Utopie und das Lachen des Satirikers.« (Christian Steinbacher, Der Standard)
»Bildungsphrasen, Wiener Kalauer, Dialektsprache werden zum Idiom eines Formalismus, der nicht so eindeutig nachvollziehbar ist, wie etwa jener der Montage.« (Ferdinand Schmatz)
Aufsätze zu Friedrich Achleitner, H. C. Artmann, Thomas Bernhard, Peter Handke, Raoul Hausmann, Ernst Jandl, James Joyce, Josefine Mutzenbacher, Ezra Pound, Arno Schmidt, Georg Trakl, Oswald Wiener u. a. m.
Aufsätze zu Heinz Cibulka, Buster Keaton, Gerhard Moswitzer, Hermann Nitsch, Arnulf Rainer, Rudolf Schwarzkogler, Karl Valentin, Andy Warhol u. a. m.
Gedichte, Aufsätze, Übersetzungen von Shakepeares Sonetten, sowie eine dramatische Skizze eines Dichters, der wie wenige andere an Erkenntnisarbeit innerhalb der Poesie interessiert war.
Reinhard Priessnitz’ Gedichtband vierundvierzig gedichte, 1978 als einziges Buch des Dichters zu dessen Lebzeiten erschienen, ist längst in den Rang eines Klassikers gerückt, ohne den Entwicklungen späterer Dichtung nicht denkbar wären. Insbesondere bei Schriftsteller- und Künstlerkollegen wirkt das schmale Œuvre des 1985 verstorbenen Autors in diversen Formen fort.
Stadt-Kultur-Leben während eines Jahres in Berlin: Notizen einer Weltbürgerin
Geschichten über die Flüchtigkeit von Hoffnungen, unter wechselnden Himmeln und immer neuen Vorzeichen
Die kleinen Bewegungen der Erinnerung, das sensible Registrieren vergehender Zeit, der genaue Blick: daraus entsteht in diesen Gedichten eine andere, eine ungewohnte Schönheit.
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