Frühjahr 2022

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Friederike Gösweiner Regenbogenweiß. Roman
ET: 14. Februar 2022

Am Beginn dieser Chronik steht ein Ende: Hermann stirbt plötzlich und unerwartet. Er hinterlässt seine Frau und zwei erwachsene Kinder. Alle drei trauern – auf je eigene Weise. Die soeben pensionierte Lehrerin Marlene beginnt, Flüchtlingen zu helfen, Sohn Bob, Kosmologe und Zeitforscher, zieht sich ans äußerste Südende Europas in die Natur zurück, und Tochter Filippa, Philosophin in Paris, möchte mehr denn je endlich Mutter werden. Für alle stellt sich die Frage nach einem glücklichen Leben noch einmal neu und dringlicher – während große gesellschaftliche Veränderungen und Entwicklungen im Gange sind, die sie skeptisch mitverfolgen.
Regenbogenweiß ist ein Buch über Gleichheit und Glück, über die Notwendigkeit von Trauer, die fundamentale Bedeutung von Zeit und über Europa im Hier und Jetzt.

Constantin Schwab Das Journal der Valerie Vogler. Roman
ET: 14. Februar 2022

Die Journalistin Valerie Vogler wird von der extrem gehypten vierköpfigen Künstlergruppe AURORA nach Spitzbergen eingeladen. Sie soll einen Artikel über deren nächste große Arbeit schreiben.
Es bleibt jedoch nicht beim Blick von außen auf das Schaffen der Gruppe; Unstimmigkeiten und Ungereimtheiten innerhalb von AURORA werden sichtbar. Das scheinbar makellose und genialische Image bekommt Risse. Zudem holen die junge Frau Ereignisse aus ihrer Vergangenheit ein. Sie wird immer mehr in das undurchsichtige Geschehen und Treiben des Kollektivs verwickelt.
Was geht in dem Atelier wirklich vor? Und was planen die Künstler Lasse, Gunnar, Per und Henrik tatsächlich mit der Journalistin? Ein spannender in die Abgründe der Kunst blickender Debütroman.

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Clemens J. Setz Gedankenspiele über die Wahrheit
ET: 14. Februar 2022

»Ich finde es durchaus ehrenwert und korrekt, Zitate zu erfinden. Ich mache das öfter«, heißt es in Clemens J. Setz’ Gedankenspielen über die Wahrheit. Wie genau nimmt es der Büchner-Preisträger hier nun mit der Wahrheit?
Er wartet auf mit originellen Funden aus Literatur, Film und Geschichte. Es ist ein geistreich-fingerfertiges Herantasten an den Wahrheitsbegriff. Zugleich zeigt Setz, wie festes Wissen und (scheinbare) Wahrheiten ausgelegt oder in Frage gestellt werden können. Wie war eigentlich Grillparzers erste Begegnung mit dem Meer? Wie wahr sind Alfred Lord Tennysons Verse – naturwissenschaftlich betrachtet? Und was hat es mit dem Mandela-Effekt auf sich?

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Ilse Helbich Anderswohin. Vom Träumen, Suchen und Finden
ET: 14. Februar 2022

Anderswohin heißt das neue Buch von Ilse Helbich. Die 98-jährige Autorin verbindet darin persönliche Erinnerungen, Selbstreflexionen, philosophische Sequenzen sowie protokollierte Gedankengänge.
Anderswohin trägt etwas Lustvolles in sich: das Lustvolle im Schreiben, sogar im Streiten, im Sinnieren und Teilhaben an eigenen Gedanken, im Erinnern – selbst fremde Erlebnisse können alte, verborgene Erinnerungen bei der Autorin hervorrufen. In all seiner Vielfalt und Intimität besticht das Buch. Im Epilog heißt es passend:
»Man muss eintreten in diesen Text und drinnen stehen und schließlich sich forttragen lassen von einer unterirdischen Strömung, aus dem Hiersein fort in ein Jenseits, das ich nicht kenne.«

Antonio Fian Wurstfragen. Dramolette VII
ET: 14. Februar 2022

Die Dramolette sind Antonio Fians stetig fortgeschriebenes opus magnum. Sie sind (s)eine Form der Geschichtsschreibung, die parallel zu den aktuellen Ereignissen stattfindet: Debatten aus Politik und Kulturbetrieb, Flüchtlingskrise, die »Freundschaft« zwischen Sturz und Krache, der Ibiza-Skandal, (Fehl)Entscheidungen während der Corona-Pandemie und und und …
Antonio Fian erzeugt aus kuriosen, schmerzhaften und scheinbar banalen Begebenheiten lustig-bissige Dramolette zum Totlachen – und nicht selten holt sprachloses Kopfschütteln ob der Ungeheuerlichkeiten den Lachmuskelkater wieder ein.

Bjoern-Hayer-Ausschnitt

Björn Hayer Seid utopisch! Für eine Politik der Verantwortung. Essay
ET: 14. Februar 2022

Utopien stehen in Verruf spinnerte, unsinnige Hirngespinste zu sein, fern der Realität und noch ferner der Umsetzbarkeit. Das ist doch utopisch!, heißt es immer wieder. Doch Björn Hayer zeigt, wie notwendig es ist, das eigene Verhalten und den gesellschaftspolitischen Diskurs auf Herz und Nieren zu prüfen und sich auf die Suche nach dem Nicht-Ort Utopia zu machen.
Björn Hayers kluger und viele Disziplinen (Literatur, Musik, Kunst, Philosophie, Tierethik, Ökologie, Ökonomie, Pädagogik, Stadtplanung) einspannender Essay ist ein Weckruf und Buch der Möglichkeiten, das überholten Mustern neue und innovative Denkbewegungen entgegensetzt.

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Kathrin Röggla Ausreden. Rausreden. Auserzählen. Abschreiben
Grazer Vorlesungen zur Kunst des Schreibens Bd. 5
ET: 14. Februar 2022

»Lasst mich doch endlich einmal ausreden, habe ich das schon gesagt?« Kathrin Rögglas Vorlesungen Ausreden wurden aufgrund der Corona-Pandemie im virtuellen Raum gehalten. Viele Leser*innen kennen sicher die Krux rund um stumm schalten, unterbrochen werden und ins Leere zu sprechen. Rögglas Kunst des Schreibens ist zugleich ein Kunststück, in dem das Ausreden, Unterbrochenwerden und Abschreiben mit rollenspielartigen Elementen thematisiert werden. Es geht um den Dialog als Raum für ein poetisches und gesellschaftliches Miteinander, um die Verknüpfung von Schreiben und Handeln, um Verstehen und Diskutieren. Von Philosophie über Literatur, Ästhetik und aktuelle politische Ereignisse vereint Röggla kaleidoskopartig die vielen Ebenen der Kommunikation und des Schreibens.

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