Ilse Helbich

Ilse Helbich
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Auch ich habe meine Geheimnisse.

Ilse Helbich

Ilse Helbich, geboren 1923 in Wien, promovierte in Germanistik, lebt im Kamptal und in Wien. Sie arbeitete publizistisch u. a. zur Biografie Ludwig Wittgensteins und verfasste zahlreiche Radio-Collagen sowie (in den 70er Jahren) Kolumnen in der Presse. Erst 1989 begann sie Prosa zu schreiben. Ihr erster Roman, Schwalbenschrift, erschien 2003, danach publizierte sie 2004 die Erzählung Die alten Tage und 2007 Iststand. Sieben Erzählungen aus dem späten Leben.

Mit ihrer bei Droschl veröffentlichten Prosa Das Haus landete sie 2009 einen überraschenden Erfolg. Es folgten der Erzählband Fremde (2010), die Erkundigungen Grenzland Zwischenland (2012), die Erinnerungsbilder Vineta (2013) und Schmelzungen (2015) im Droschl Verlag.

»In Helbichs Unbestechlichkeit wohnt zugleich Poesie, denn dort, wo bei ihr abseits von Kitsch, Pathos und Verklärung das Schöne aufblitzt, wirkt es doppelt echt.« (Julia Kospach, Frankfurter Rundschau)

»Friederike Mayröcker prägte einmal das Wort vom ›besessenen Alter‹. Wir müssen uns damit abfinden, dass wir es mit einer rebellischen Generation der Unberechenbaren zu tun haben. Friederike Mayröcker, Martin Walser, Ilse Helbich, das sind alles Personen, die unsere Erwartung an ein würdiges, still gelegtes Alter nicht zu erfüllen bereit sind. Sie nehmen sich nicht rücksichtsvoll aus dem Spiel, um unsere Gedanken nicht zu gefährden, im Gegenteil, sie
brechen mit voller Wucht in unser Bewusstsein, um uns mit Aufmüpfigkeit zu überraschen. Keine Spur von Gleichmaß, Bedächtigkeit, Nachsichtigkeit. Wir müssen uns nur an die Bücher von Ilse Helbich halten, um zu erfahren, dass der Teppich nicht dazu da ist, um Unerfreuliches darunter verschwinden zu lassen, sondern dass er sich im besten Fall zum Fliegen eignet.« (Anton Thuswaldner in seiner Laudatio anlässlich des 90. Geburtstags der Autorin)

»Ilse Helbichs Schreiben ist stark autobiografisch geprägt. Gefühle, wie Glück, Angst oder Scham werden wieder wach, nachempfunden in einer sehr feinen und klaren Sprache.« (Barbara Geschwinde, WDR3 Mosaik)

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