Ilse Helbichs erstes Buch aus dem Jahr 2003 jetzt in neuer Ausgabe bei Droschl.
»Gibt es das einmalige, bezeichenbare Ereignis, das einen Lebensweg in eine neue Richtung dreht?«
In ihrem autobiografischen, sehr persönlichen Debütroman blickt Ilse Helbich insbesondere auf die erste Hälfte ihres Lebens zurück: 1923 wird sie hineingeboren in eine Wiener Industriellenfamilie. In einer patriarchal geprägten Zeit wächst sie zwischen Goldenen Zwanzigern, Wirtschaftskrise und Nationalsozialismus auf.
Ohne Verklärungen berichtet das Buch vom Großwerden, der Selbstwerdung und Selbstbehauptung, vom kleinen Kind zur promovierten Frau, von der Liebe, Ehe und Mutterschaft, erzählt von Irrwegen und den Schrecken des Krieges, fragt nach Gerechtigkeit und Glaubenswegen.
»Wer sich für Geschichte interessiert, für ein Frauenleben und vor allem Freude an einer wunderbaren Sprache hat, der ist bei Ilse Helbich gut aufgehoben.« (Rotraut Schöberl)
»Das ist ein großes Glück für uns Leser, denn der spätberufenen Autorin gelingt damit ein poetisches, wunderschön unprätentiöses, souverän ungeschöntes Selbstporträt und Selbstgespräch darüber, wie Familie und Zeitläufte das Leben prägen und ein unerklärlicher Eigensinn den Rahmen des Vorgegebenen sprengt.« (Ulrich Rüdenauer, WDR 3)
»Ein Buch, das Mut macht, im Alter ›nicht die Segel zu streichen‹ und (sich) aufzugeben, sondern weiterzusuchen, nach Möglichkeiten, die eigenen ›Wahrträume‹ wahr werden zu lassen.« (Monika Stemmer, Monalisa Blog)
»Das Buch ist ein Wagnis. Ein Roman, ein literarischer Monolog. Ein Selbstgespräch. Eine Autobiographie. Ein literarischer Eingriff am offenen Herzen … Ein Debüt, das es zu feiern gilt. Ein großartiger Text.« (Anja Knocke, Lesart)
»Wie eindrucksvoll beschreibt Ilse Helbich das Leben der oberen Mittelschicht! Fast ein ganzes Jahrhundert bringt sie dem Lese nahe. Mit viel Aufrichtigkeit, Ehrlichkeit, ohne sich dabei zu schonen, schreibt sie alles auf, ein ergreifendes Dokument.« (buecher_mit_chris, Instagram)
»Der Roman reflektiert Klassenzugehörigkeit, religiöse Spiritualität, lebenspraktische Einsichten in existentiellen Ausnahmesituationen, Frauengeschichte im 20. Jahrhundert. Es ist ein schonungsloser Blick, der jedoch nie kalt ist.« (Johanna Öttl, Literatur und Kritik)
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