Alfred Kolleritsch

Alfred Kolleritsch
© Literaturverlag Droschl

Was die Tage verwehen, geht in der Erzählung weiter.

Alfred Kolleritsch

Alfred Kolleritsch, geboren 1931 in Brunnsee, Steiermark, studierte Germanistik, Philosophie sowie Geschichte in Graz und dissertierte über Martin Heidegger. Lehrer am Gymnasium und kurzzeitig Universitätsdozent in Graz. Kolleritsch war Mitbegründer und später Vorsitzender der Künstlervereinigung Forum Stadtpark. Seit 1960 war er Herausgeber der renommierten Literaturzeitschrift »manuskripte« und in dieser Funktion wichtiger Förderer und Entdecker von Literatur bzw. (jungen) Literaten. Er selbst verfasste drei Romane (Die Pfirsichtöter, 1972, Die grüne Seite, 1974, Allemann, 1989), Erzählungen und mehrere Bände Lyrik (zuletzt Befreiung des Empfindens, 2004, Tröstliche Parallelen, 2006, Es gibt den ungeheuren Anderen, 2013). Zu seinem 80. Geburtstag gaben die Autoren Andrea Stift und Andreas Unterweger die Hommage Das schönste Fremde ist bei dir heraus. 2016 erschien eine bearbeitete Neuausgabe des Allemann.
Für seine Werke erhielt Kolleritsch eine Vielzahl an Preisen, u. a. Petrarca-Preis (1978), Georg-Trakl-Preis (1987), Peter-Rosegger-Preis (1998), Horst-Bienek-Preis (2005), Franz-Nabl-Preis (2009) und Ehrenring des Landes Steiermark (2013).
Am 29. Mai 2020 starb Alfred Kolleritsch in Graz.

»Schier überwältigend sind der Umfang und die Geschlossenheit von Kolleritschs lyrischem Werk, das an sprachlicher Schönheit in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur nichts Gleichwertiges hat.« (Volker Breidecker, Süddeutsche Zeitung)

Kolleritschs »Prosa ist unaufgeregt und in einem fast altmodischen Sinne ›schön‹, auch und gerade dort, wo die Botschaft schrecklich ist. Musikalität der Sprache und lakonische Verknappung bilden eine dialektische Einheit.« (Thomas Rothschild, Titel-Magazin)

»Kolleritsch lesen heißt, in ein Verhältnis zur Welt treten; seine Bücher sind durchdrungen vom Wissen, dass man durchs Essen und Trinken, durch Denken und Lesen, durchs Schauen und Lieben in ein Verhältnis zur Welt tritt, sie lebend und lesend genießt. Ein Verhältnis, das nicht einfach zu sein braucht; dass Trauer und Leere einschließt.« (Thomas Stangl, Die Furche)

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