Buchcover
Alfred Kolleritsch

Die Pfirsichtöter

Seismographischer Roman
1991
Broschur , 15 x 21 cm
210 Seiten
ISBN: 9783854202028
€ 14,00

AUTOREN

1972 erschien der erste, noch in den 60er Jahren geschriebene Roman von Alfred Kolleritsch, Die Pfirsichtöter, der damals auf nur geringe Resonanz stieß; allzu sehr verstieß diese Prosa gegen die Lesegewohnheiten. Denn obwohl Die Pfirsichtöter eine politische Geschichte erzählt, von den Herrschaftsformen der Herrschenden und ihrem Sturz, stellt dieser Roman etwas in der deutschsprachigen Literatur sehr Seltenes dar: eine Geschichte der Zeichen und die Geschichte des unmerklichen Bedeutungswandels dieser Zeichen. Kolleritsch notiert die Ordnung eines Schlosses, eine Ordnung, die die Außenstehenden außen und die Bewohner gefangen hält, eine Ordnung aus Sprache, die den Zutritt zur Welt verstellt.

Veranstaltungen

  • 16. Juli 2020, 20:00
    Graz, ORF Landesstudio

Presse

»Besondere Aufmerksamkeit widmet Kolleritsch den Zusammenhängen von Sprache und Herrschaft, und dieser reflektierte Sprachgebrauch hat zur Konsequenz, dass nahezu nichts in den Pfirsichtötern zum erzählerischen Nennwert zu nehmen ist, sondern als Bestandteil eines komplexen poetischen Zeichensystems erkannt und gewichtet werden will.« (Gerhard Melzer, Neue Zürcher Zeitung)

»Kolleritschs Sprache ist eine Art gemeinsamer Nenner der Sprache der Philosophie. Ein Vokabular, das auf Begrifflichkeit aus sein muss, wird hier als poetisches Material verwendet.« (Urs Widmer, FAZ)

»Gerade weil Kolleritsch mit der Sprache exakt umgeht, die Bedeutungsbreite des Wortes im Satzzusammenhang kennt, die Wörter gleichzeitig aber in Beziehung zur südsteirischen Landschaft und ihren Menschen setzt, ist wichtige Literatur entstanden.« (Gerfried Sperl, Kleine Zeitung)

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