Buchcover
Volha Hapeyeva

Samota

Die Einsamkeit wohnte im Zimmer gegenüber. Roman
2024
gebunden , 13x21 cm
192 Seiten
Aus dem Belarusischen übersetzt von Tina Wünschmann und Matthias Göritz
ISBN: 9783990591512
€ 25,00

AUTOREN

LESEPROBE

Am Anfang herrscht bohrende Stille, doch das Brodeln hat bereits begonnen. Majas Forschungen über den Ausbruch eines Vulkans geraten ins Stocken. Zeitgleich findet in ihrem Hotel der Kongress zur »Regulation von Tierpopulationen« statt und sinistre Gestalten tummeln sich um sie. – In einer zweiten Zeitebene gerät Sebastian mit dem düsteren Jäger Mészáros aneinander, und es geht um Leben und Tod. – Und die leicht schrullig-überdrehte Helga-Maria scheint eine Mittlerin und Wanderin zwischen den Zeiten zu sein. Wie hängt all das zusammen?

Die Figuren in Volha Hapeyevas Roman reisen um den halben Erdball, gehen Beziehungen ein und erkunden die Welt von Tieren, Menschen und Vulkanen. Die beiden sensiblen, empathischen Protagonist*innen Maja und Sebastian stehen dabei dem Bösen in unterschiedlicher Gestalt gegenüber, kämpfen um das eigene Überleben, das von Tieren und das von Werten.

Im Zentrum von Samota steht die Empathie und die Frage, warum sie so vielen Menschen fehlt oder abhandengekommen ist. Ein geheimnisvolles, verspieltes Buch mit Noir-Elementen und magischem Realismus, das für nicht weniger einsteht als eine bessere Welt und ein glückliches, friedvolles Miteinander.

Hier ein Film der Autorin zum Buch.

Veranstaltungen

  • 29. August 2024, 18:00
    Erlanger Poetenfest
  • 24. September 2024, 19:30
    Dresden, Landhaus
  • 9. Oktober 2024, 19:30
    Klagenfurt, Musilhaus
  • 10. Oktober 2024, 18:00
    Graz, Landesbibliothek
  • 13. November 2024, 19:30
    Münster, Theater

Presse

»Ein fulminantes Plädoyer für mehr Achtsamkeit und Nächstenliebe« (Blickwinkel)

»Volha Hapeyeva hat einen funkelnden Roman über die Einzigartigkeit jeden Lebens und über eine neue Form von Begegnung und Nähe geschrieben. « (Nico Bleutge, Süddeutsche Zeitung)

»Ein geheimnisvoller, in mehreren Welten und Zeiten spielender Roman mit vielen untergründigen Verbindungen und Überraschungen.« (Frank Meyer, Deutschlandfunk Lesart)

»Samota bedeutet in vielen slawischen Sprachen Einsamkeit, auch in der Muttersprache von Volha Hapeyeva. Die belarussische Schriftstellerin, Lyrikerin, Essayistin und Übersetzerin erzählt in ihrem neuen Roman Samota von zwei einsamen Frauen, zudem von Empathie auch für Tiere und deren ruchloser ökonomischer Verwertung, also vom Guten und Bösen.« (Jörg Plath, FAZ)

»Volha Hapeyeva ist eine trickreiche und kluge Erzählerin, die es versteht, verschiedene Türen aufzustoßen, um Lesenden letztlich zu überlassen, durch welche sie gehen, und um einer möglichen Erkenntnis auf die Schliche zu kommen. Es ist ein Buch, das denjenigen in höchster Güte belohnt, der das Leben auch im Lesen immer wieder neu lernen will.« (Ingo Petz, Der Standard)

»Auf eine ­sanfte, ­träumerische Art ist ­Samota ein Plädoyer für radikalen Umweltschutz.« (Christoph Bartmann, Falter)

»Jedes einzelne Wort ist präzise ausgewählt, ihre Sätze sind kleine Gedichte, die Lektüre hinterlässt Seiten voller Zitate und Notizen.« (Martina Lisa, log:buch)

»Volha Hapeyevas Erzählton ist sanft, poetisch und bedacht. Sie braucht die große Geste nicht um zu berühren. Einen solchen Text liest man nicht jeden Tag, er fühlte sich für mich an, als stehe man an einem See, auf dessen glatter Oberfläche sich die Umgebung spiegelt. Wenn keine Wolken ziehen narrt uns das Bild. Wo ist oben? Wo unten? Sie löst diesen Effekt aus, in dem sie wohldosiert Elemente des magischen Realismus in ihr Erzählen einbindet und einen Rundumblick der besonderen Art auf Einsamkeit und Empathie wirft. Dafür nutzt sie zwei Erzählebenen, vermischt Realität, Traum und Ort.« (petrasbuecherapotheke, Instagram)

»Nach dem Beenden des Romans von Volha Hapeyeva fühle ich mich verbunden. Mit mir selbst, mit meinem früheren Ich und vielleicht auch mit anderen Leser*innen, die sich auf diesen ungewöhnlichen Roman einlassen wollen und danach ähnlich fühlen« (lust_auf_literatur, Instagram)

»Für mich, die große Freude an Sprache und Texten, die nachdenklich machen, hat, war diese Lektüre eine sehr bereichernde Entdeckung, die mich neugierig auf mehr von der Autorin gemacht hat.« (inslebenlesen, Instagram)

»Dieser sehr kluge Roman ist ein Aufschrei ohne laute Töne. Hapeyeva setzt an, sanftmütig, aber zielgerichtet, in einer wunderbaren, sehr poetischen Sprache.« (Marco Lombardi)

»Möge dieses Buch eine große Leserschaft erreichen, und sich dessen tiefer Inhalt über die Welt ergießen. Ganz große Leseempfehlung und Jahreslesehighlight.« (Alpenlandkunst, Instagram)

»Wer bei Schriftstellern wie Fernando Pessoa oder Robert Walser zu Hause ist, lernt in ihr eine junge Nichte im Geiste kennen; man wird – magisch angezogen von einem ätherisch klaren Denken und Fühlen – augenblicklich entschleunigt und genießt umso mehr Hapeyevas somnambul schwebende Ausdruckskraft, getrüffelt von unverbrauchter lyrischer Metaphorik.« (Wolfgang Hirsch, Thüringer Allgemeine)

»Volha Hapeyevas Roman ist stark in den Wahrnehmungen von sozialen Riten, und Gesten, von Menschen und Tieren, von Stille und Einsamkeit.« (Cornelius Hell, Die Presse)

»Der Roman fällt vor allem durch die Charakterisierung seiner Protagonisten auf. Die Autorin Volha Hapeyevas zeichnet diese so empathisch, unschuldig und auch liebenswert nach, dass es eine Freude war, ihnen zu begegnen. Ein Roman, der in jedem Fall ein mystisches Leseerlebnis eröffnet und besonders etwas für die Sinne ist.« (aufgeblaettert, Instagram)

»Die nomadische Lebensweise der Autorin fließt in Samota literarisiert ein, in Form der Auflösung von Strukturen, Sicherheiten und Gewissheiten. Eine heilsame poetische Verunsicherung.« (Harald Klauhs, Die Furche)

»Über sanfte Verweise werden Zusammenhänge zwischen menschlicher Natur und geophysikalischen Umbrüchen hergestellt. Ging es einmal darum, kraft der Vernunft unsere Welt zu entzaubern, arbeitet Hapeyeva daran, uns klarzumachen, dass wir mit der Vernunft allein nicht weiterkommen – deshalb der Hang, der so banalen Wirklichkeit eine Spur von Zauber zu belassen.« (Anton Thuswaldner, Salzburger Nachrichten)

»Das Surreale des Romans ist eine fein gesponnene Aufdoppelung der Realität. Die poetisch-parabelhafte Überwölbung eines Krisenzustands, in dem sich Gut und Böse bekämpfen.« (Paul Jandl, NZZ)

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