erscheint am 21. August 2026
Tausend und eins beschreibt eine Zeit aus den Fugen, in der politische, ökologische und gesellschaftliche Katastrophen eine Spaltung der Gesellschaft vorantreiben. Ein »Ruck«, der das geistige Klima zu verändern scheint. Es gibt keine Garantie, dass das Erzählen von Geschichten, auch nicht von Tausend und einer, das Überleben sichern, und auch das (philosophische) Denken nicht. Dass dieser »Ruck« in
der Gesellschaft, ausgelöst unter anderem durch aktuelle Themen wie Obdachlosigkeit und Flüchtlingsproblematik, auch durch die eigene Familie geht, bestürzt ihn.
Während gerade die isländische Aschewolke über Europa schwebt, beschäftigt sich der Ich-Erzähler in seiner Lektüre mit dem Ausbruch des Vesuv, mit der Beschreibung des Lebens im Gulag oder mit der gewaltvollen Besetzung Abessiniens, die sich immer mehr mit der realen Geschichte eines irregulären Einwanderers aus Äthiopien in Rom vermischt. Das Schicksal dieses Äthiopiers beschäftigt ihn zunehmend, zumal auch sein Freund Mara sich immer mehr in eine Liebesgeschichte mit ihm einlässt.
Tausend und Eins führt tief in die Zustände der heutigen Welt – Fremdenfeindlichkeit, Naturkatastrophen, Umweltzerstörung – und, trotz der Deutungsversuche mithilfe von Wittgenstein, in die eigene Ratlosigkeit, in Anbetracht der »Rucke«, die die Welt beherrschen.
»Aus vielerlei Gründen zählt Tausend und eins zu den besten Romanen der letzten Jahre. Er behandelt aktuelle Themen wie Obdachlosigkeit, Flüchtlinge und Internationalität; er ist philosophisch anregend und spannt den Bogen von Georg Henrik von Wright bis Wittgenstein; und er ist in einer prägnanten, klaren Prosa verfasst. Alles in allem ist Tausend und eins ein exzellenter Roman.« (Claes Andersson in der Laudatio zum Helmet Prize)
»Tausend und eins ist die Art von philosophischem Roman, die man in Finnland nur allzu selten findet. Die darin erschaffene Welt lässt sich mit den Werken von W.G. Sebald vergleichen: eine langsame, undramatische Erzählung, die alle tiefsten Traumata der Menschheit miteinander verknüpft.« (Mervi Kantokorpi, Nordisk Tidskrift)
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