Buchcover
Julia Cohen

Ich wurde nicht geboren

2019
gebunden , 13 x 22 cm
128 Seiten
Aus dem Amerikanischen von Maria Hummitzsch
ISBN: 9783990590270
€ 19

AUTOREN

LESEPROBE

In Ich wurde nicht geboren erzählt die Lyrikerin J. mit entblößender Ehrlichkeit – verletzt und wütend – von ihren Gefühlen und Wahrnehmungen nach dem zweiten Selbstmordversuch ihres Partners N., der gemeinsamen Zeit, dem Austausch zweier Schreibenden und der Hoffnung, N. und die Beziehung am Leben zu halten.

In diesem Hybrid nutzt die Ich-Erzählerin das Schreiben als Poesietherapie, um das Geschehene auf unterschiedliche Weisen zu erkunden: Über Erinnerungen, persönlichste Notizen und die Aufzeichnungen aus J.s Psychoanalyse findet sie ihren Weg aus Schmerz und Verzweiflung. Dabei helfen ihr auch essayistische Ansätze, assoziative Gedankenketten und die Lektüre des Briefwechsels zwischen Nelly Sachs und Paul Celan. Und am Ende steht der Zyklus der schmerz der schmerz.

Einmal lesen wir: »Sprache gibt nicht auf«, auch J. tut das nicht, stattdessen »tanzte« sie »langsam mit der Sprache.« Das Ergebnis all dessen ist beeindruckend, denn das Buch trägt in sich eine Wucht und unbeschreibliche Verletzlichkeit – und ist zugleich pure poetische Schönheit.

Presse

»Ich wurde nicht geboren ist ein Fragment von poetischer Schönheit.« (Thorsten Schulte, literaturkritik.de)

»Julia Cohen ist eine vielgestaltige Schriftstellerin, der die Welt ebenso wichtig ist wie das Wort, und bei beiden geht sie aufs Ganze. Schön, originell und raffiniert.« (Maggie Nelson)

»Cohen hat sich mit zwei Lyrikbänden einen Namen gemacht und schreibt auch in Ich wurde nicht geboren mit poetischer Verdichtung.« (St. Galler Tagblatt)

»Cohens Bestandsaufnahme eines Ausnahmezustands beschwört zahlreiche Stimmen und Perspektiven. Diese Sprache gerät ins Straucheln – um in assoziativ-poetischen, bisweilen sogar ganz schlicht schönen Bildern neuen Halt zu bekommen.« (Jana Volkmann, Fixpoetry)

»Die Amerikanerin Julia Cohen hat eine Mischung aus poetischer Selbstbetrachtung und psychotherapeutischem Tagebuch geschrieben. Dass es um reine Selbsterforschung geht, die Literatur in solch kraftvoller Sprache hervorbringt, gefällt mir über die Maßen gut. Für mich ist es ein Buch, dass weitab aller derzeitigen Veröffentlichungen steht. Ein Leuchten!« (Marina Büttner, literaturleuchtet)

»Die Brüchigkeit einer solchen Existenz spiegelt sich in der Textform bzw. den Testformen: Gedichte, Assoziationen, Gedanken, Eindrücke, Therapieberichte – ergeben letztlich eben: kein Ganzes (mehr). Beeindruckend.« (Ulrich Noller, nollerliest WDR Blog)

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