Buchcover
Laura Freudenthaler

Geistergeschichte

Roman
2019
gebunden , 13 x 21 cm
168 Seiten
ISBN: 9783990590256
€ 20
als ebook erhältlich

AUTOREN

LESEPROBE

In ihrem Freijahr kommt Anne ins Straucheln. Statt sich dem eigenen Klavierspiel zu widmen und an einem Lehrbuch zu schreiben, lösen sich ihre üblichen Gewohnheiten nach und nach auf. In den Nächten hält sie ihre Beobachtungen in einem Notizheft fest und untertags streift sie durch die Stadt. Diese Wanderungen führen sie bald über das ihr Bekannte hinaus.

Seit zwanzig Jahren lebt Anne mit Thomas in der gemeinsamen Wohnung. Das Paar teilt viele Erinnerungen und weiß die Zeichen des anderen zu lesen. Sie fühlt sich in der Wohnung zunehmend unwohl, und Thomas wird immer abwesender. Schon länger vermutet sie, dass er eine Affäre hat. Nun taucht das Mädchen, wie Anne die Unbekannte nennt, als huschender, wispernder Geist auf. Geräusche und Erscheinungen sind nicht mehr eindeutig zuordenbar.

Laura Freudenthaler knüpft mit Geistergeschichte an ihren vielbeachteten Debütroman Die Königin schweigt an. Ihr gelingt das Kunststück der Gegenwärtigkeit. Man wird regelrecht in Annes Wahrnehmung hinüberverführt. Immer tiefer folgen wir ihr in eine Welt der Spiegelungen und doppelten Böden, in der Wirklichkeit und Vorstellung
ineinanderfließen.

Veranstaltungen

  • 8. bis 10. September
    Sofia

Presse

Literaturpreis der Europäischen Union 2019

»Äußerst subtil verwebt Laura Freudenthaler reale Welt und seelische Abgründe miteinander. Ein herausragender Roman.« (Andrea Lieblang, WDR)

»Ein stilles, sanftes Buch von großer Tiefe. Und Laura Freudenthaler eine Stimme der Gegenwart, die man unbedingt im Auge behalten muss. Große Leseempfehlung!!« (Lit. Quartier)

»Der Roman umkreist die Geister seiner Protagonistin und hält dabei immer eine genau kalkulierte Distanz ein. Dass die Autorin eine der interessantesten Stimmen der jüngeren österreichischen Literatur ist, beweist der neue Roman eindrucksvoll – und wer Freudenthaler noch nicht gelesen hat, sollte dies nachholen. « (Johanna Öttl, Die Presse)

»Geistergeschichte ist ein Buch über eine fortschreitende Entfremdung, die wohl viele von uns schon erlebt haben, geschrieben in einer intensiven Sprache, die mich nicht losgelassen hat.« (Florian Gasser, Podcast DIE ZEIT)

»Aus dem literarischen Mainstream der Gegenwartsliteratur, die sich zu einem übergroßen Anteil auf historischen und autobiografischen Realismus verlässt, ragt Laura Freudenthalers Roman auf erfreuliche Weise heraus. Er schöpft aus einer Urquelle der Literatur: Dem Phantastischen und Imaginären, das sich den Gesetzen der Realität nicht beugen muss.« (Ursula März, Deutschlandfunk, lesart)

»Für uns mag die Lektüre eine der wichtigsten Funktionen des Lesens erfüllen: Mit jeder Seite erkennen wir besser, was Empathie in unserem vielschichtigen Verhältnis zum andern bedeutet.« (Björn Hayer, Wiener Zeitung)

»Laura Freudenthaler ist eine Meisterin des Sich ganz vorsichtig Hineinbohrens in Lebenswelten, die ihr, zumindest aus dieser Perspektive, nicht von vornherein vertraut sein können. Es steckt ein großes, ein ehrliches Interesse an Menschen in Laura Freudenthalers Büchern.« (Nicole Dietrich, ORF ex libris)

»Eine meisterliche Erzählerin … Jenseits der konkreten Fallgeschichte ist Laura Freudenthalers Roman auch eine Analyse über die Funktionsweisen von Erinnerungsarbeit.« (Evelyne Polt-Heinzl, Die Furche)

»Laura Freudenthaler gehört nach ihren ersten drei Büchern bereits zu den besten Erzählerinnen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur (…) Bedingungslose Einfühlung bei konsequenter Distanz: das ergibt die wunderschöne Zartheit des Romans und seine literarische Qualität.« (Helmut Gollner, literatur und Kritik)

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