Buchcover
Sabine Schönfellner

Draußen ist weit

Roman
2021
gebunden , 13 x 21 cm
176 Seiten
ISBN: 9783990590874
€ 20,00

AUTOREN

LESEPROBE

Herr Dober lebt in einem Heim und irrt zwischen Vergangenheit und Gegenwart umher. Immer wieder versetzt es ihn in seine Kindheit während des Zweiten Weltkriegs. Die junge Erzählerin versucht, diese Erinnerungsstücke zusammenzusetzen.

Frau Leitner redet viel, damit einem nicht auffällt, was sie auslässt. Ihr Leben war früh selbstbestimmt, sie machte sich unabhängig und stand fest auf eigenen Beinen. Aber war sie auch wirklich glücklich, wie ihr Leben verlief? Zwi- schen Spurensuche und Verschweigen wechselt sie sprunghaft hin und her.
Frau Vessely, die früher Frau und Mutter war, ist nun verwitwet und hat keinen Kontakt zu ihren beiden Töchtern.
Mitunter barsch bestimmt sie auf einer letzten großen Reise, was sie preisgibt und was nicht. – Um diese drei alten Menschen kümmert sich die Erzählerin, die nichts von sich erzählt und damit doch vieles über sich sagt.

Sabine Schönfellner schafft es in einer unaufgeregten Weise Unausgesprochenes an die Oberfläche zu befördern. Sie erzählt in ihrem Debütroman mit viel Empathie von Träumen und Sehnsüchten, dem Alleinsein und der Einsamkeit.

Veranstaltungen

  • 17. November 2021, 19:00
    Graz, Literaturhaus

Presse

»Wie die Ich-Erzählerin ihre Vermutungen Schicht um Schicht verdichtet, so gewinnt die Autorin aus dem, was das kollektive Gedächtnis verschweigt, und zugleich aus dem Umgang damit – dem Verschweigen – den Stoff ihrer Erzählung. Dieses Debüt handelt davon, wie Schweigen und Einsamkeit durch Generationen weiterwirken.« (Julia Schröder, Deutschlandfunk)

»Eine überzeugende Erzählwelt für jene, die ein Ohr haben für das Reden und Schweigen zwischen den Menschen und Generationen.« (Holger Englerth, literaturhaus.at)

»Draußen ist weit gelingt es jedenfalls, die Lebenswirklichkeit alter Menschen ganz unsentimental und trocken zu schildern, die Verschränkung von Erinnerungen und Gegenwartserfahrungen und die zunehmende Vereinsamung gut nachvollziehbar zu machen. « (Wolfgang Huber-Lang, APA)

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