Buchcover
Mela Hartwig

Der verlorene Traum

Roman
2025
gebunden , 13x21 cm
224 Seiten
ISBN: 9783990591826
€ 24,00

AUTOREN

LESEPROBE

Eine große Entdeckung aus dem Nachlass: Mela Hartwigs 1943/44 verfasster Roman Der verlorene Traum: Mela Hartwig beschwört ganz entgegen der schrecklichen Entstehungszeit während des Zweiten Weltkriegs eine Welt von gestern.

Barbara arbeitet gemeinsam mit ihrem Ehemann in einem Laboratorium der Bakteriologischen Abteilung. Das Eheglück wird jedoch jäh auf die Probe gestellt, als Barbara bei einem Theaterbesuch einen Mann erblickt und ihm schlagartig verfällt. Sie setzt alles daran, den jungen Mann kennenzulernen, ihm näherzukommen, ihn für sich einzunehmen. Vor lauter Gefühlsverwirrung verliert sie jedoch den Boden unter den Füßen und setzt ihre ganze Existenz aufs Spiel – nur für wen und wofür?

Mela Hartwigs Roman beschreibt den Versuch einer Frau, aus den Schlingen traditioneller Rollen- und Frauenbilder auszubrechen. Das Drama Barbaras spielt sich ganz in ihrem Kopf ab und wird mit extremer Übersteigerung und überspannt aufwühlender Sprache inszeniert. Ebenso Teil der großen Inszenierung dieser zerrissenen Seele – und das kann nicht anders als ein tollkühner Schachzug der Autorin bezeichnet werden – ist es, nicht das Register des Kitschs zu scheuen, um Barbaras Gedankenspiralen weitere Schleifen hinzuzufügen.

Presse

»Ein dramatisches Wechselspiel, das Mela Hartwig bis zur letzten Seite in ergreifend expressiver poetischer Sprache zu inszenieren vermag. Absolut lesenswert.« (Dorothea Breit, WDR)

»In diesem Liebesdrama, das Ehe- und Künstlerroman gleichermaßen ist, mischt sich der Emanzipationsversuch einer modernen Frau, die auf der Eigenständigkeit ihres Lebensentwurfs beharrt, mit dem Sentimentalen. Der Kampf um Selbstbestimmung wird nicht mit rationalen Argumenten aus der Wirklichkeit, sondern mit träumerischer Hingabe an Möglichkeiten geführt.« (Wolfgang Huber-Lang, APA)

»Zeitlos und gefühlsstark präsentiert sich diese Roman-Perle.« (OE24)

Mela Hartwig »fokussiert konsequent auf weibliche Figuren, sie scheute keine Tabus, wenn es darum ging, Lebenswelten von Frauen zu beschreiben. Ihre Sprache ist messerscharf und ein expressionistisches Wuchern.« (Franziska Hirsbrunner, SRF)

Mela Hartwig war »eine Figur, die aufs Ganze geht, gleichzeitig gnadenlos und sehr leidenschaftlich. In Der verlorene Traum bündelt sich alles, was Mela Hartwigs Schreiben ausmacht.« (Julya Rabinowich, SRF)

»Die Lektüre lohnt sich wie immer bei Mela Hartwig, deren Stil Sogwirkung hat.« (Katrin Hillgruber, SR)

»Hartwig erfährt eine großartige Wiederentdeckung. Ihr Werk thematisiert die Abhängigkeit der Frau vom Mann mit großer Tiefe. Breite Empfehlung.« (Cornelia Jetter, ekz)

»Seit mehr als zwanzig Jahren macht sich der Droschl Literaturverlag mit Neuauflagen ihrer Romane und Novellen um das Werk Mela Hartwigs verdient. Es ist daher sicher nicht zu viel gesagt, dass die Wiederentdeckung ihres Œuvres gerade auch ihm zu verdanken ist.« (Rolf Löchel, literaturkritik.de)

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