Buchcover
Eva Maria Leuenberger

dekarnation

Gedichte
2019
gebunden , 17 x 21
88 Seiten
ISBN: 9783990590362
€ 19

AUTOREN

LESEPROBE

Eva Maria Leuenbergers bildstarkes Debüt dekarnation besteht aus vier Zyklen. Sie erdichtet sich fortschreibende Geschichten, indem Themen und Motive innerhalb der Zyklen verbunden und variiert werden.

Die Texte vibrieren und pulsieren, die Worte beleben Tal und Moor, Schlucht, Bach und Wald. Wir erleben eine Vermenschlichung der Natur:

»der wind in den bäumen krallt / auf der haut, und nur die nacht / ist sicher /
da sind die fenster offen: / atmen die luft, als wäre sie frei«

Mächtig, lebendig und immer in Bewegung zeigt sich die Natur. Klingt hingegen ein letztes Mal ein Laut, ob leise oder schreiend, aus dem Körper des Menschen, ist er bereits dabei, zu verstummen.

Wir hören den sprechenden Toten zu, deren Stimmen lautlos klingen und in die Stille der Natur dringen; wir betrachten Moorleichen – die Frau von Elling und den Tollund-Mann – und sehen ihre Körper nah beieinander in der Zeitlosigkeit liegen; ein Körper im Fluss findet langsam zur eigenen Hand, während Schicht für Schicht die Dekarnation voranschreitet; ein alleine durch das Tal wandernder Körper teilt dann im Fluss schwimmend das Wasser entzwei. Die Körper gehen ein in die Natur und werden von ihr absorbiert.

»stell dir vor / die haut fällt von dir ab / wie die rinde / einer anderen zeit /
am rückgrat wachsen / blätter«

Veranstaltungen

  • 26. September 2019, 19:30
    Biel, Buchhandlung La Bostryche
  • 17. Oktober 2019, 19:30
    Bern, Buchhandlung Zytglogge
  • 27. Oktober 2019, 19:30
    Leipzig
  • 9. November 2019, 14:00
    Basel, BuchBasel
  • 9. bis 10. Dezember
    Graz, Literaturhaus

Presse

»Leuenbergers Gedichte, eigentlich ist es ein einziges langes Gedicht, sind von einem einzigartigen Rhythmus geprägt. … ein kleines Wunder.« (Marina Büttner, Der Hotlist Blog)

»Diesen Namen sollte man sich auf jeden Fall merken. Die 28 Jahre alte Schweizerin hat ein lyrisches Debüt vorgelegt, das sie als genuin poetische Existenz ausweist.« (Claudia Schülke, FAZ)

»Die Komposition ist herausragend. An keiner Stelle könnte ein Satzzeichen verschoben, ein anderes Wort gewählt werden … Das ist gewaltig.« (Nick Lüthi, Bookgazette)

»Ein derartiges ineinander-Übergreifen von Form und Inhalt / Inhalt und Form begegnet einem selten.« (Astrid Nischkauer, Fixpoetry)

»Naturlyrik, die Bilder erzeugt, wie es nur die Sprache zu schaffen vermag. Sie tastet, schmeckt und riecht, fühlt, hört und empfindet für mich, ohne mich zu gängeln. Ein schmucker Band durch und durch! Ein Genuss!« (Gallus Frei-Tomic, literaturblatt.ch)

»Mit ihrer sinnlich-intellektuellen Klarheit und handwerklichen Sicherheit ist sie eine bemerkenswerte Stimme.« (Gregor Dotzauer, Tagesspiegel)

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