Buchcover
Eva Maria Leuenberger

dekarnation

Gedichte
2019
gebunden , 17 x 21
88 Seiten
ISBN: 9783990590362
€ 19

AUTOREN

LESEPROBE

Eva Maria Leuenbergers bildstarkes Debüt dekarnation besteht aus vier Zyklen. Sie erdichtet sich fortschreibende Geschichten, indem Themen und Motive innerhalb der Zyklen verbunden und variiert werden.

Die Texte vibrieren und pulsieren, die Worte beleben Tal und Moor, Schlucht, Bach und Wald. Wir erleben eine Vermenschlichung der Natur:

»der wind in den bäumen krallt / auf der haut, und nur die nacht / ist sicher /
da sind die fenster offen: / atmen die luft, als wäre sie frei«

Mächtig, lebendig und immer in Bewegung zeigt sich die Natur. Klingt hingegen ein letztes Mal ein Laut, ob leise oder schreiend, aus dem Körper des Menschen, ist er bereits dabei, zu verstummen.

Wir hören den sprechenden Toten zu, deren Stimmen lautlos klingen und in die Stille der Natur dringen; wir betrachten Moorleichen – die Frau von Elling und den Tollund-Mann – und sehen ihre Körper nah beieinander in der Zeitlosigkeit liegen; ein Körper im Fluss findet langsam zur eigenen Hand, während Schicht für Schicht die Dekarnation voranschreitet; ein alleine durch das Tal wandernder Körper teilt dann im Fluss schwimmend das Wasser entzwei. Die Körper gehen ein in die Natur und werden von ihr absorbiert.

»stell dir vor / die haut fällt von dir ab / wie die rinde / einer anderen zeit /
am rückgrat wachsen / blätter«

Veranstaltungen

  • 16. Januar 2020, 19:45
    Stans, Literaturhaus Zentralschweiz
  • 25. Januar 2020, 18:00
    Basel, Literaturhaus
  • 25. Februar 2020, 19:30
    Berlin, Haus für Poesie
  • 5. März 2020, 19:00
    Wien, Österreichische Gesellschaft für Literatur
  • 7. / 8. März 2020
    Lyrikfestival Lenzburg
  • 23. April 2020, 18:00
    Bern, Aprillen Lesefest

Presse

BASLER LYRIKPREIS 2020:
»Eva Maria Leuenberger legt mit dekarnation einen Erstling von grosser Sogkraft vor, der die Lesenden mitnimmt auf eine Reise durch vier Zyklen, so dunkel wie erhellend, so abgründig wie erhebend, so verstörend wie berührend.« (aus der Jurybegründung)

»Leuenbergers Gedichte, eigentlich ist es ein einziges langes Gedicht, sind von einem einzigartigen Rhythmus geprägt. … ein kleines Wunder.« (Marina Büttner, Der Hotlist Blog)

»Diesen Namen sollte man sich auf jeden Fall merken. Die 28 Jahre alte Schweizerin hat ein lyrisches Debüt vorgelegt, das sie als genuin poetische Existenz ausweist.« (Claudia Schülke, FAZ)

»Die Komposition ist herausragend. An keiner Stelle könnte ein Satzzeichen verschoben, ein anderes Wort gewählt werden … Das ist gewaltig.« (Nick Lüthi, Bookgazette)

»Ein derartiges ineinander-Übergreifen von Form und Inhalt / Inhalt und Form begegnet einem selten.« (Astrid Nischkauer, Fixpoetry)

»Naturlyrik, die Bilder erzeugt, wie es nur die Sprache zu schaffen vermag. Sie tastet, schmeckt und riecht, fühlt, hört und empfindet für mich, ohne mich zu gängeln. Ein schmucker Band durch und durch! Ein Genuss!« (Gallus Frei-Tomic, literaturblatt.ch)

»Mit ihrer sinnlich-intellektuellen Klarheit und handwerklichen Sicherheit ist sie eine bemerkenswerte Stimme.« (Gregor Dotzauer, Tagesspiegel)

»Jedes Wort ist minuziös gesetzt, trägt in sich die Essenz des Daseins. Leuenbergers Stimme ist einzigartig in der aktuellen Lyrikszene. Von ihr dürfen wir noch viel erwarten.« (Björn Hayer, Berliner Zeitung)

»Mit solcher Klarheit und Unbeirrbarkeit, mit solch sicherem Zugriff auf Sprache ist das alles verfasst, dass es fast schon verrückt scheint, dass dieser Band Leuenbergers erste Veröffentlichung in Buchform sein soll.« (Marco Neuhaus, Züricher Studierendenzeitung)

»Eva Maria Leuenberger erzählt poetische Geschichten, die tiefe Wirkung hinterlassen. Ihre dunkle Bildersprache ist einzigartig, ohne verstörend zu sein. Sie gräbt im Vergänglichen, und trotzdem ist ihre Dichtung auch intensive zeitgenössische Naturlyrik. Ein sehr starkes Debut.« (Matthias Ehlers, WDR5)

»Eva Maria Leuenberger hat mit dekarnation ein Juwel geschaffen.« (Martina Bolzli, Berner Zeitung)

»Leuenbergers Werk ist das einer Schälerin. Sie schneidet von der Sprache weg, was nicht zum existenziellen Kern gehört. Es bleibt ein lakonischer Rest. Der ist aber alles: rein, klar und einzigartig!« (Björn Hayer, Büchermagazin)

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