Buchcover
Volha Hapeyeva

Camel Travel

Roman
2021
gebunden , 13x18 cm
128 Seiten
Aus dem Belarusischen von Thomas Weiler
ISBN: 9783990590777
€ 18,00
als ebook erhältlich

AUTOREN

LESEPROBE

Mit unglaublicher Leichtigkeit erzählt das autobiografisch gefärbte Camel Travel von einer Kindheit und Jugend in der zerfallenden UdSSR Ende der 1980er- und Anfang der 1990er-Jahre.

Aufzuwachsen in einem Land, in dem mit Belarusisch und Russisch zwei Sprachen gesprochen werden, kann in manchen Situationen gehörig für Verwirrung sorgen. Und den ganz gewöhnlichen Alltag zu meistern, auch da treten so einige Hindernisse zutage und es geschehen noch mehr besondere und ungewöhnliche Begebenheiten.
Als da beispielsweise wären: Klavierlernen ohne Klavier zu Hause? Mit ein bisschen Fantasie und Einfallsreichtum lässt sich auch das lösen. In wie vielen Momenten man sich – und das alles nur für eine erfolgreiche Sportlerinnenkarriere – dehnen kann, davon weiß die Erzählerin Volha ein Lied und Leid zu singen.

In kurzen Kapiteln nähert sich Volha Hapeyeva kleinen und großen Themen, die in Schule, Familie und öffentlich ausgefochten werden. Ihre Schilderungen zeigen so manche Tücken und Macken aus dem Minsk der (post)sowjetischen Zeit auf – aber auch ihre Entwicklung zu einer kritischen, feministisch-politischen Frau im heutigen Belarus.

Veranstaltungen

  • 27. Mai 2021, 18:30
    Leipzig, Literaturhaus
  • 7. Juni 2021, 18:15
    Berlin, Humboldt-Universität Zoom

Presse

»Camel Travel ist nicht nur ein autobiografischer Roman, sondern auch ein Ausflug in die belarusische Geschichte.« (Simon Leuthold, SRF2)

»Hapeyeva entwickelt mit Verve und Chuzpe ein neues, skurriles Bild des Lebens in der Sowjetunion … Sie ist eine Wortzauberin, was man auch diesem Buch anmerkt, in dem Wort, Ton, Rhythmus und die genauen Beobachtungen eine abhängig machende Sogwirkung entfachen.« (Ingo Petz, Der Standard)

»Sehr lässig werden hier Kindheits- und Jugendszenen aus einer Zeit geschildert, als ›die Sowjetunion munter vor die Hunde ging‹ und aus dem ungelenken Mädchen auf dem Kamel eine feministisch-politische junge Frau wurde.« (Natascha Freundel, rbb)

»Aktuell und politisch, auf so vielen Ebenen!« (Miriam Zeh, Instagram)

»Von den klar umrissenen und immer auch reflektierten Szenen des Romans bleibt eine ganz besonders in Erinnerung: Die Schülerin bekommt Klavierunterricht, aber sie hat zu Hause zunächst kein Klavier. Also wird die Tastatur auf Papier gezeichnet, und damit beginnt sie zu üben. Hier zeigt sich nicht nur der kreative Umgang mit einer Mangel-Situation, die Szene steht auch für den unbeirrbaren Willen, den grauen Alltag mit Kunst zu transzendieren. In solchen Erzählungen prägnanter Situationen, die weit über sich selbst hinausweisen, liegt die Stärke des Romans Camel Travel.« (Cornelius Hell, Ö1 ex libris)

»Ein kluges, provokantes und humorvol­les Stück Literatur, das mit alltägli­chen Motiven eine gar nicht so weit entfernte Zeit in einem hierzulande weitgehend unbekannten Land leben­dig macht.« (Sebastian Gilli, Falter)

»Die federleicht hingetupften Anekdoten und Reflexionen verbinden sich zu einem alles andere als nostalgisch verklärenden Erinnerungsbuch einer Kindheit, das bei aller Unerbittlichkeit des Urteils auch von leisem Witz durchzogen ist.« (Antje Weber, SZ)

»Volha Hapeyeva ist mit ihrem ironischen Blick auf die Vergangenheit wirklich witzig. Das macht Camel Travel mit seinen kurzen Kapiteln zu einer sehr kurzweiligen Geschichtsstunde, aus einer anderen Perspektive.« (Diana Köhler, FM4)

»Volha Hapeyeva gehört zu den wichtigsten belarussischen Schriftstellerinnen ihrer Generation. (…) Dieser Roman feiert die Freiheit der Phantasie, die sich jeder Reglementierung entzieht.« (Kathrin Hillgruber, BR Diwan)

»Ich freue mich sehr über diese kluge, mutige wichtige feministische Stimme, die kritisch ihre Gesellschaft und soziales Umfeld hinterfragt. Für mich ein großer Gewinn!« (BooksArtNature)

»In einem leichten und ironischen Ton geht es in diesen Miniaturen um das Aufwachsen mit zwei Sprachen, den militärischen Drill der Schulzeit, das Entdecken des eigenen Körpers und um das Aufbegehren gegen eine patriarchale Gesellschaft.« (Booksup-me)

»Kluge philosophische Überlegungen und scharfsichtige Beobachtungen lassen den Text an vielen Stellen hell funkeln, und die Leichtfüßigkeit der Sprache und die vordergründige Heiterkeit täuschen an keiner Stelle darüber hinweg, dass schon auf der nächsten Seite (des Lebens) die Fallen und Ab­gründe der Unmöglichkeit lauern, in diktatorischen Welten angstfrei „Ich“ zu sagen.« (Anna Rottensteiner, Die Furche)

»Die 1982 in Minsk geborene Autorin deutet mit feiner Ironie an, was für ihre Generation kennzeichnend war: ein autoritäres Schulsystem, eine dogmatische Staatsideologie, ein ambivalentes Verhältnis zur Sowjetunion, der Reaktorunfall in der benachbarten Ukraine, Mangelwirtschaft und ein reaktionäres Frauenbild.« (Amnesty-Journal)

»Es zeigt uns (Westlichen) eine Welt gleich neben der unseren, in der vieles ganz anders war … Erfrischend anders!« (Dierk Wolters, Frankfurter Neue Presse)

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