Reinhard Priessnitz’ Gedichtband vierundvierzig gedichte, 1978 als einziges Buch des Dichters zu dessen Lebzeiten erschienen, ist längst in den Rang eines Klassikers gerückt, ohne den Entwicklungen späterer Dichtung nicht denkbar wären. Insbesondere bei Schriftsteller- und Künstlerkollegen wirkt das schmale Œuvre des 1985 verstorbenen Autors in diversen Formen fort.
Priessnitz »komponierte Gedichtabläufe, die ihre eigenen Entstehungsschwierigkeiten in sich hineingenommen haben: Lispeln, Stolpern, Nuscheln, Ungeschick sind ihnen ein konkretes Ingredienz, machen sie erheiternd, lebendig.« (Jörg Drews, SDZ).
»Auf eine ebenso radikale wie witzige Weise arbeitet Priessnitz mit Überschreibungen und Durchstreichungen, (…) Manipulationen am Textkörper selbst. Er ist eine literarische Größe sui generis.« (LiteraturWerkstatt Berlin)
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