Buchcover
Robert Menasse

Der 11. September. Überblendungen

2026
gebunden mit Schutzumschlag , 13x18cm
80 Seiten
Mit einem Nachwort von Ewout van der Knaap
ISBN: 9783990592144
€ 18,00
als ebook erhältlich

AUTOREN

LESEPROBE

25 Jahre »9/11«:  Wie eine kollektive Erschütterung auf subjektiver und emotionaler Ebene erinnert wird, analysiert Robert Menasse in einem Essay und einer Erzählung.

Im September 2026 jähren sich die Terroranschläge auf das World Trade Center in New York zum 25. Mal. In Reaktion auf dieses weltgeschichtliche Ereignis, das vor allem durch die mediale Vereinnahmung eine globalisierte Gefühlsreaktion auslöste, schrieb Robert Menasse ein paar Monate später einen Essay über das Attentat als kollektives »Schock-, Welt- und Medienereignis« und setzte es mit der prägenden kindlichen Erfahrung, als John F. Kennedy ermordet wurde, und mit der Erinnerung an die Ermordung des chilenischen Präsidenten Allende am 11. September 1973 in Beziehung. Wie wird eine kollektive Erschütterung erinnert, wie verarbeitet? Die eigenen kindlichen Erinnerungen führen zu einer Reflexion über den gesellschaftlichen und medialen Umgang mit solchen historischen Ereignissen und wie sie als globale Erinnerung verankert sind.

Aus dem Essay entstand einige Zeit später die Erzählung Die amerikanische Brille, in der allerdings das historische Ereignis mit subjektiver Erinnerung und Kindheitsgefühlen aufgeladen ist, und die ein junges Paar mit seinen nebeneinander bestehenden Weltsichten über relative Wahrheit und Deutung stolpern lässt.

In einem ausführlichen Nachwort analysiert der Germanist Ewout van der Knaap die Entstehung dieser beiden hier abgedruckten Texte sowie ihre Beziehung zueinander.

Veranstaltungen

  • 16. September 2026, 19:30
    Linz, Posthof
  • 17. September 2026, 19:00
    Graz, Literaturhaus

Presse

»Aus der Verschränkung persönlicher Erfahrungen und weltgeschichtlicher Ereignisse entwickelt Menasse eine ebenso präzise wie zeitlose Reflexion darüber, wie kollektive Erinnerung entsteht und welchen Anteil die mediale Vermittlung und die Macht der Bilder daran haben.« (Barbara Seidl-Reutz, Buchkultur)

»Es geht um Erinnerungen, Beobachtungen, Wissen, vor allem im Essay. Und in der Erzählung, sehr interessant der Aufbau dieser, um persönliche Tragik, die auf die Politik trifft.« (buecher_mit_chris, Instagram)

Menasse »zeigt einmal mehr, dass Literatur ihre größte Stärke dort entfaltet, wo sie einfachen Erklärungen misstraut und die Komplexität der Erinnerung ernst nimmt.« (Yvonne de Andrés, Politik und Kultur)

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