Buchcover
Tor Ulven

Grabbeigaben

Fragmentarium
2025
gebunden , 13x21 cm
136 Seiten
Aus dem Norwegischen übersetzt von Bernhard Strobel
ISBN: 9783990591505
€ 22,00

AUTOREN

LESEPROBE

Tor Ulvens funkelnd schillerndes Prosadebüt Grabbeigaben aus dem Jahr 1988 erstmals in deutscher Übersetzung.

Bereits mit diesem Frühwerk hat Tor Ulven ein Meisterwerk geschaffen, das seine Nähe zu Samuel Beckett und Claude Simon unterstreicht. Grabbeigaben ist ein Buch in allerpräzisesten Bildern und voller detailrealistischer Schilderungen. Wie ein literarischer Archäologe visualisiert Ulven die Reste der Vergangenheiten, auf denen wir buchstäblich tagtäglich mit unseren Füßen gehen, und die Vergangenheit, die die beiden Ich-Figuren des Buches in sich tragen.

Von den privaten, intimen und teils sinnlichen Erinnerungen zweier Ich-Figuren dringt das Fragmentarium tief ein in das, was mal offensichtlich, mal verborgen auf der Welt überdauert: Mammutknochen, eine Musikaufnahme aus dem Jahr 1953, ein verlassenes Hotel, Reste aus Pompeji, Scherben und Inschriften, imaginierte Reisen an verlassene Orte, die einst bedeutsam für das eigene Leben waren.

Presse

»Ulven war das Höchste.« (Karl Ove Knausgård)

»Die Schilderung auf diesen gerade mal 130 Seiten ist von enormer Plastizität und Sinnlichkeit, das Ganze eine großartige Schule der Wahrnehmung in Gestalt aller fünf Sinne, wie sie so nur selten zu finden ist in der Literatur.« (Jochen Schimmang, FAZ)

»Lassen Sie sich auf diese ungemein präzise, mikroskopisch-genaue Sprache ein, die sich in langen Sätzen um Gefühle, episodische Erlebnisse und Situationen rankt. (…) Tor Ulven erforscht, was das Vergangene mit und in uns anstellt.« (Ulrich Rüdenauer, Deutschlandfunk Büchermarkt)

»Der Prosaband ist ein fulminanter Versuch über das Erinnern, über seine Grenzen und seinen Verlust. Es ist aber auch ein Plädoyer für die achtsame Auseinandersetzung mit der Vergangenheit.« (Ingeborg Waldinger, Die Furche)

»Ulven schafft Bilder, die losgelöst und befreit von erzählerischen Zwängen und der Alltagslogik den Blick öffnen für ganz neue, selten befreiende, meist surrealistische Perspektiven.« (Frankfurter Neue Presse)

»Grabbeigaben lässt sich in der Nähe des französischen Existenzialismus eines Albert Camus situieren. Gemeint ist die Absurdität des Lebens. Doch Ulvens Sprachkunst, die Dichte und die Intensität seiner Sprachbilder sind einzigartig zu nennen.« (Andreas Puff-Trojan, ORF ex libris)

»Erinnern und Vergessen geben diesem Buch die eigentliche Form, werden zu den zwei Seiten derselben Medaille. Besser kann sich dieser bedeutende Autor nicht ins Gedächtnis rufen.« (Thomas Fechner-Smarsly, WDR)

»Zwei Erzählstimmen, eine weibliche und eine männliche, erinnern sich an Momente, Begegnungen, Gedanken, reflektieren ihr Kennenlernen und Altern, in Ulvens klarer, messerscharfer Prosa, die die Details aus dem Verschwinden herauslöst, Haltepunkte im Strom der Zeit.« (Valerie Bäuerlein, Berliner Morgenpost)

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