Buchcover
Andrea Scrima

Wie viele Tage

Roman
2018
gebunden , 13 x 21 cm
192 Seiten
Aus dem Amerikanischen von Barbara Jung
ISBN: 9783990590133
€ 23

AUTOREN

LESEPROBE

»Wo soll ich mit dem Ordnen der Tage, der Wochen beginnen«, fragt sich die Erzählerin. Aber warum sich einer Chronologie bedienen, wo Erinnerungen doch kleine Mosaike sind, die nach und nach im Gedächtnis auftauchen.

Erinnerungsanker werden immer wieder ausgeworfen und eingezogen, wodurch sukzessiv ein Bild der zur Künstlerin gewordenen Erzählerin und ihrer Vergangenheit entsteht. Alltägliche Momentaufnahmen, sinnliche und feinsinnige Beschreibungen von Gegenständen und Seelenzuständen sowie einschneidende und scheinbar beiläufige Ereignisse lassen ihre Zeit in New York und Berlin der 1980er- und 1990er-Jahre lebendig und (be)greifbar werden.

Wie viele Tage ist eine stille Meditation über das Leben auf zwei Kontinenten. Sehr poetisch erleben wir ein Sinnieren über vergangene Lebensabschnitte und die Sterblichkeit, Kälte und Geborgenheit, das Verlassensein und darüber, was es heißt Vergangenheiten abzuschließen – oder ist das überhaupt möglich?
Ein Roman über das Loslassen und Ankommen.

Presse

Scrimas Buch ist der »schöne, behutsame, fortlaufende, aber nicht chronologische Versuch, das ›Gewebe der Dinge‹ zu durchdringen, die Tage und Wochen und Jahre zu sortieren, aus denen sich das Leben zusammensetzt.« (Ulrich Rüdenauer, Süddeutsche Zeitung)

»In knappen, kunstvollen Szenen beschwört Scrima autobiografische Details als Momente eines Romans. Ein Buch, in dem man als Leser tatsächlich den Eindruck hat, genauer denken, deutlicher sehen zu können.« (Elisabeth Wagner, taz)

»Andrea Scrima ist eine Meisterin des Sehens, vermag mit ihrer feinen Wahrnehmung Oberflächen aufzubrechen, dahinter liegende Schichten freizulegen.« (Gallus Frei-Tomic, Literaturblatt.ch)

»Feinsinnige, unglaublich intensive Momentaufnahmen einer Frau über das Verstreichen der Zeit.« (Klaus Bittner, Buchhandlung Bittner, Köln)

»In unablässigen Anläufen hakt sich das Ich an einzelnen Situationen, Momenten fest, zoomt sie heran, um sie mit einer fast schon unheimlichen Wahrnehmungsgenauigkeit aus dem Dunkel der Vergangenheit, des Ungesagten herauszuholen und auszuleuchten.« (Bettina Schulte, Badische Zeitung)

»Dieser fragmentierte Roman, der einem lyrischen Essay gleicht und wunderbar übersetzt wurde von Barbara Jung, lehrt uns, näher hinzuschauen. Der Teufel steckt im Detail, und manchmal eben auch die Schönheit.« (Isabella Caldart, novellieren)

»Die Künstlerin Andrea Scrima zeichnet eine private Landkarte der Erinnerungen. Unvergleichlich intensive Momentaufnahmen.« (Claudia Fuchs, SWR 2)

»Was bleibt ist die Frage nach der eigenen Identität in dem Raum-Zeit-Gefüge: Andrea Scrima kann in ihrem autobiografisch gefärbten Debüt wunderbar davon erzählen.« (Senta Wagner, Buchkultur)

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