Buchcover
Thomas Stangl

Fremde Verwandtschaften

Roman
2018
gebunden , 13 x 21 cm
272 Seiten
ISBN: 9783990590096
€ 22
als ebook erhältlich

AUTOREN

LESEPROBE

»Man weiß nicht alles von sich selbst, gerade das Wichtigste weiß man nicht.«

Während seiner Reise zu einer Konferenz nach Westafrika öffnen sich einem Wiener Architekten ungeahnte Denkregionen. In schlaflosen Nächten, auf Irrwegen durch die fremde Stadt und bei immer weniger einzuordnenden Begegnungen werden dem Mittvierziger seine Vorstellungen und sein Handeln, seine Verantwortung und seine Routinen als Architekt, Europäer, Vater, Sohn und Ehemann immer fremder. Je tiefer er in sein Inneres eindringt, desto größere Risse und poröse Stellen bekommen die Säulen seiner Existenz. Die Möglichkeit eines ganz anderen Lebens blitzt auf.
Eine parallele Reise unternimmt ein namenloses Ich, das wie ein Rauschen, Rascheln und Hallen aus dem Hintergrund zu hören ist. Seine halluzinatorischen und verstörenden Gedanken- und Erinnerungsbilder schieben sich – in fremder Verwandtschaft – in die Erzählung hinein.

Fremde Verwandtschaften ist ein sprachliches Kunstwerk, eine groß angelegte Reflexion über das Sein, voller Details und Feinheiten, doppelter Böden und versteckter Gänge. Thomas Stangl gibt seinen Figuren Raum zur
Entfaltung.

Veranstaltungen

  • 21. Juli 2018, 11:00
    Gmunden, Festwochen
  • 5. September 2018, 19:30
    Lüneburg, Heinrich-Heine-Haus
  • 27. September 2018, 20:00
    Frankfurt, Literaturforum im Mousonturm

Presse

Thomas Stangls »Romane erzählen in gleissender Präzision von den Passagen zwischen Ich und Welt. Und davon, wie die beiden unter den Wahrnehmungserfahrungen der Moderne ineinander übergehen – ein grandioser Roman.« (Paul Jandl, NZZ)

»Mit seinem neuen Roman beweist Thomas Stangl wiederholt, dass er zu den herausragendsten Autoren der Gegenwart zählt. Ein literarisches Muss für alle, die bereit sind, sich aufs Lesen als Erkenntnisprozess einzulassen.« (Katja Gasser, ORF ZIB1)

»Stangl öffnet mit seinem Schreiben Räume, wie sie es in dieser Form nur in der Literatur geben kann … Eine Lektüre, die uns betrifft: die eigene Wahrnehmung, das eigene Ich.« (Petra Nagenkögel, Die Presse)

»So erlebt man als Leser eine Welt aus sinnlichen Details (…) Politische, ästhetische und moralische Bezüge spiegeln sich.« (Nico Bleutge, Süddeutsche Zeitung)

Thomas Stangl geht »einen ganz eigenwilligen Weg … auf diese Langsamkeit zu erarbeitender Erkenntnisse sollte man sich einlassen, um die Perlen in Stangls neuem Roman zu bergen.« (Anja Hirsch, FAZ)

»Thomas Stangl hat wieder einen Roman geschrieben der zum Besten der gegenwärtigen Literatur gehört. Was ihn aus vielen anderen noch zusätzlich hervorhebt, ist sein Thema, die Existenz des Menschen, das derzeit kaum jemand mit dieser Radikalität und Dichte beschreiben kann.« (Werner Titz)

»Unaufhörlich kreisen die Gedanken des Architekten hin und her zwischen Innen- und Außenwelt, zwischen dem, was er gerade sieht und erlebt und dem, was diese Erlebnisse mit ihm machen. Stangl kann ohne jede Frage erzählen.« (Christoph Schröder, SRW2 lesenswert)

»Thomas Stangl jongliert virtuos mit der Wirklichkeit. Ihm ist ein großes, rares Kunststück geglückt.« (Werner Krause, Kleine Zeitung)

»Schichten des Geschehens schieben sich in- und übereinander und erschaffen so einen Gedankenraum, in dem sich Kammern finden für die großen Themen der Philosophie.« (Thomas Leitner, Falter)

»Es sind große Themen, denen sich Stangl nähert – leise und nachhaltig.« (Bühne, Buch des Monats April 2018)

»Das Buch ist sozusagen randvoll mit Betrachtungen über das Fremde und das Eigene, über Familie und Generationen und über die Gespenster, die uns umtreiben und daran hindern, im Kopf oder in der Wirklichkeit an einem Ort und an der Seite eines Menschen Wurzeln zu schlagen.« (Karin S. Wozonig, Karin-schreibt.org)

»Welthaltig ist Stangls Literatur. Politisches und Privates verbindet er so, dass jede Form des klischierten, also erstarrten Denkens im Lesen erschüttert wird.« (Katja Gasser, Matinee am Sonntag, ORF 2)

»Was Thomas Stangls neuen Roman so besonders macht ist sein Vermögen, die genaue Figurenzeichnung des Romans und das lustvoll freie Mäandern des Essays zu verbinden.« (Wolfgang Popp, Ö1 Kulturjournal)

»Wer nach leisen Tönen neben dem uns umgebenden Lärm sucht, nach einer Wirklichkeit jenseits der Offensichtlichkeit, findet hier Stoff zum Süchtigwerden.« (Wolfgang Huber-Lang, APA)

»Ein Sprachkunstwerk.« (Peter Pisa, Kurier)

»Stangl gelingt es, die Erinnerung, das Denken und das Empfinden zu verschmelzen. Genau diese Verwobenheit vielschichtig in Sprache abzubilden, ist seine große Kunst.« (Gerlinde Tamerl, TT)

»Derzeit ist kein anderer österreichischer Autor zu nennen, der für diese verschwimmenden Bewusstseinsschichten aus Wahrnehmung, Erinnerung, Imagination und Traum eine derart reiche Sprache kreiert wie Thomas Stangl.« (Christian Schacherreiter, OÖN)

»Eine groß angelegte Reflektion über das Leben und das Sein.« (Mareike Liedmann, ekz)

Top