Buchcover
Thomas Stangl

Fremde Verwandtschaften

Roman
2018
gebunden , 13 x 21 cm
272 Seiten
ISBN: 9783990590096
€ 22
als ebook erhältlich

AUTOREN

LESEPROBE

»Man weiß nicht alles von sich selbst, gerade das Wichtigste weiß man nicht.«

Während seiner Reise zu einer Konferenz nach Westafrika öffnen sich einem Wiener Architekten ungeahnte Denkregionen. In schlaflosen Nächten, auf Irrwegen durch die fremde Stadt und bei immer weniger einzuordnenden Begegnungen werden dem Mittvierziger seine Vorstellungen und sein Handeln, seine Verantwortung und seine Routinen als Architekt, Europäer, Vater, Sohn und Ehemann immer fremder. Je tiefer er in sein Inneres eindringt, desto größere Risse und poröse Stellen bekommen die Säulen seiner Existenz. Die Möglichkeit eines ganz anderen Lebens blitzt auf.
Eine parallele Reise unternimmt ein namenloses Ich, das wie ein Rauschen, Rascheln und Hallen aus dem Hintergrund zu hören ist. Seine halluzinatorischen und verstörenden Gedanken- und Erinnerungsbilder schieben sich – in fremder Verwandtschaft – in die Erzählung hinein.

Fremde Verwandtschaften ist ein sprachliches Kunstwerk, eine groß angelegte Reflexion über das Sein, voller Details und Feinheiten, doppelter Böden und versteckter Gänge. Thomas Stangl gibt seinen Figuren Raum zur
Entfaltung.

Veranstaltungen

  • 15. März 2018, 14:30
    Leipziger Buchmesse, Halle 4, Österreich-Kaffeehaus, Halle 4, Stand D213/E210
  • 15. März 2018, 15:30
    Leipziger Buchmesse, literadio, Halle 4 E209
  • 15. März 2018, 16:00
    Leipziger Buchmesse, Droschl-Stand, Halle 5 H 200
  • 17. April 2018, 19:00
    Graz, Literaturhaus
  • 7. Mai 2018, 19:00
    Salzburg, Literaturhaus

Presse

Thomas Stangls »Romane erzählen in gleissender Präzision von den Passagen zwischen Ich und Welt. Und davon, wie die beiden unter den Wahrnehmungserfahrungen der Moderne ineinander übergehen – ein grandioser Roman.« (Paul Jandl, NZZ)

»Gegenwärtig einer der besten, weil feinsten und ernsthaftesten Autoren im deutschsprachigen Raum.« (Katja Gasser, ORF Fernsehen)

»Das Buch ist sozusagen randvoll mit Betrachtungen über das Fremde und das Eigene (er ist bestes Futter für die postcolonial-Germanistik), über Familie und Generationen und über die Gespenster, die uns umtreiben und daran hindern, im Kopf oder in der Wirklichkeit an einem Ort und an der Seite eines Menschen Wurzeln zu schlagen.« (Karin S. Wozonig, Karin-schreibt.org)

»Thomas Stangl verknüpft seine Studie über den Zerfall eines Lebensentwurfs mit Fragen der Wirklichkeit, der Architektur, des Kapitalismus und zwangsläufig mit Fragen des Kolonialismus und der schwierigen Beziehung zwischen Europa und Afrika.« (Herbert Först, literaturhaus.at)

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