Buchcover
Konstanze Fliedl Christa Gürtler

DOSSIER 23: Andreas Okopenko

DOSSIER 23
2004
engl. Broschur , 15 x 21 cm
264 Seiten
ISBN: 9783854206736
€ 31,00

HERAUSGEBER

  • Konstanze Fliedl
  • Christa Gürtler

BUCH ÜBER

  • Andreas Okopenko

Im Jahr 1998 erhielt Andreas Okopenko den Großen Österreichischen Staatspreis für Literatur. Dennoch ist er nach wie vor berühmt für seine Bescheidenheit. Dabei ist sein Werk ungeheuer vielfältig: neben Gedichten zählen dazu Essays, Prosatexte, Romane, Hörspiele, Features, Chansons und Theaterstücke. Seine Lyrik – vom ersten Band Grüner November (1957) bis zu den jüngsten Lockergedichten (1999) – ist exemplarisch für die österreichische Nachkriegsliteratur, ebenso wie der Lexikon-Roman (1970) und die Spiegelgeschichte vom Kindernazi (1984).

Andreas Okopenko liebt protokollarische Genauigkeit, kecke Originalität und feine Ironie. Sein sprachkritischer Skeptizismus macht ihn allerdings nicht gerade gruppentauglich und trägt nicht zur öffentlichen Selbstvermarktung bei. Und seine witzigen und pointierten Lockergedichte und Parodien mögen so manchen ernsthaften Literaturliebhaber verstören, beispielsweise wenn unter dem Stichwort »Schriftsteller« der Reim »missing link / pissing ink« zu lesen ist.

Der DOSSIER-Band präsentiert  literaturwissenschaftliche Studien zum Werk von Andreas Okopenko, versammelt Essays, Rezensionen, Würdigungen und Preisreden und enthält eine detaillierte Bibliographie. Ein von den Herausgeberinnen geführtes Interview leitet den Band ein und gewährt Einblick in Leben und Werk des Dichters, der am 15. März 2005 seinen 75. Geburtstag feiert. Ebenso präzise schreiben Elfriede Gerstl und Andreas Okopenko über Okopenko, dessen Selbstauskunft »Ich bin der einzige Dichter von allen, dem Okopenko-Gedichte gefallen« naturgemäß falsch ist.

Gespräche:
mit Konstanze Fliedl und Christa Gürtler
mit Michael Cerha

Beiträge:
Heidi Pataki: Andreas Okopenko
Gerhard Amanshauser: Literaten über Literaten. ›Okopenko auf Entdeckung‹
Ernst Jandl: Hinein in das Dunkle
Friederike Mayröcker: Unverwehbar steht er im Torlicht
Otto Breicha: Ein Protokollant der eigenen Widerstände
Adolf Haslinger: Immer für Überraschungen gut
Konstanze Fliedl: Laudatio für Andreas Okopenko
Klaus Nüchtern: Der Traum-Mann
Wendelin Schmidt-Dengler: Orte der Einsamkeit
Daniela Strigl: Einige Seelenverwandschaften. Okopenko als ›Praktiker der Lyrikergriffenheit‹
Herbert J. Wimmer: Demokrat der Sensibilität. Adreas Okopenko: Grüner November – gelesen 2004
Franz Johann Seidl: Über Andreas Okopenko
Klaus Kastberger: Wie wurde der Kindernazi? Anmerkungen zur Entstehungsgeschichte von Andreas Okopenkos Roman
Daniela Strigl: Meister einer Zwischenkunst. 7 Thesen zum Theaterautor Andreas Okopenko
Elfriede Gerstl: Verspätetes Tagebuch
Theresia Klugsberger: Bibliographie Andreas Okopenko

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