Buchcover
Thomas Stangl

Die Geschichte des Körpers

Erzählungen
2019
gebunden , 13 x 21 cm
128 Seiten
ISBN: 9783990590379
€ 18

AUTOREN

LESEPROBE

Eine Gruppe in einer Kleinstadt Gestrandeter wartet jeden Abend auf die Monster; ein Marquis kann Wirklichkeit und Traum nicht unterscheiden; von einem seltsamen Brauch wird weiterhin nicht abgelassen; ein alter Mann bekommt Besuch und gleitet in die Vergangenheit; ein Institut macht es sich scheinbar zur Aufgabe, Menschen an die Freiheit heranzuführen; ein Zivildiener erzählt von seiner Arbeit mit Demenzkranken; die »Stimme des Autors« meldet sich in konzentrierten Prosaminiaturen zu Wort; und nicht zuletzt komische Kürzesterzählungen und Collagetexte zeigen die große Bandbreite eines großen Autors.

In Thomas Stangls erstem Erzählungsband ist der Körper der Speicher und Bewahrer von Erinnerung und Sprache, von Sehnsucht und Lust, von Fremd- und Alleinsein: »Aus dem Körper entstehen die Erinnerungen, es entsteht die Verzögerung, das Begehren.« Die Erzählungen eint die sinnliche Bildhaftigkeit, sie sind gleißend präzise, poetisch verdichtet und mitunter überaus humorvoll. Das Ungewisse und auch Groteske schwingen in surreal-fantastischen Begebenheiten mit.

Wirklichkeitsverschiebungen und Perspektivwechsel führen uns irrlichternd durch einige Erzählungen. Und doch ist hinter den Traumwelten und labyrinthischen Korridoren der Raum des Politischen präsent: das Schicksal der Alten, Kranken und Geflüchteten, Überwachung und Kontrollmechanismen.

Veranstaltungen

  • 17. September 2019, 19:00
    Wien, Alte Schmiede
  • 17. Oktober 2019, 20:00
    Frankfurt, OPEN BOOKS, Kapellchen im Römer, Paulsplatz 7
  • 25. November 2019, 19:30
    Schaffhausen, Stadtbibliothek
  • 3. Dezember 2019, 19:30
    Weimar

Presse

Platz 1 ORF Bestenliste Juli 2019

Wortmeldungen Literaturpreis 2019

Ehrengabe der Deutschen Schillerstiftung 2019

»Die Geschichte des Körpers ist ein in allen Farben der Existenz schillerndes Buch.« (Paul Jandl, NZZ)

»Mit seinem ersten Erzählband verhilft Thomas Stangl der ›kleinen Form‹ zu großer Dimension. Kompromisslos, subversiv, mit wohldosierter, feinsinniger Ironie lässt der Wiener Autor jegliches gesicherte, ohnehin oft ausgetrampelte Terrain des linearen Erzählens weit hinter sich. Genial.« (Werner Krause, Kleine Zeitung)

»Thomas Stangl betreibt seine Studien zum Unstimmigen und Irritierenden des Lebens (under der Literatur) mit besonderem Eigen- und Feinsinn, und mit Leichtigkeit und Präzision im Ton.« (Judith von Sternburg, Frankfurter Rundschau)

»Dreißig kurze Stücke, die in ihrer Einzigartigkeit den Leser an den Rand des Fassbaren bringen werden.« (Karsten Koblo, aus-erlesen.de, lovelybooks)

»Wie Alexander von Humboldt Südamerika erkundet, durchquert Thomas Stangl die eigene Seelenlandschaft.« (Wolfgang Popp, Ö1 Kulturjournal)

»Worum es in dem Buch geht? Es geht um alles. Um das, was war, was ist und was sein könnte. Es geht um das Spiel, um Liebe, Schönheit, Licht – um den Tod und um Erinnerungen, die zu Staub zerfallen und durch Imagination ersetzt werden.« (Stefan Gmünder, Der Standard)

»Diese an Verrücktheit grenzende Hellhörigkeit gegenüber dem, was unter der Oberfläche vorangeht, erinnert an Büchners Woyzeck. Wie bei ihm entstehen aus leisen seismografischen Schwankungen ungeheure Sätze.« (Wolfgang Huber-Lang, APA)

»Stangls Texte arbeiten sich am Unheimlichen unseres Lebens ab.« (Katja Gasser, ORF Fernsehen)

»Ein kleines Buch, ein immer größer werdender Autor. Ein Kandidat für den Österreichischen Buchpreis, hoffentlich.« (Peter Pisa, Kurier)

»Der vielfach ausgezeichnete Autor schreibt stilsicher von der großen Welt im Spiegel der kleinen.« (Bernd Schuchter, Buchkultur)

»Stangl erzählt in seinen Texten von der Komplexität der Welt.« (Manfred Müller, Österreichische Gesellschaft für Literatur)

»In diesen Texten zeigt sich Stangl als polyphoner Erzähler, der die Fremdheit unserer Wahrnehmungen und Empfindungen souverän in großartige Bilder und Denksphären übersetzt.« (Maria Renhardt, Furche Booklet)

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