Das ganze Jahr 1995 verbringt Gundi Feyrer als Stadtschreiberin in Graz, Ende Juni nimmt sie als Eingeladene an der Ingeborg Bachmann-Veranstaltung teil, sie fährt zu einer Künstler-Klausur in die obersteirischen Berge, sie liest in diversen Schulklassen aus ihren Arbeiten. Ihre Lebensumstände (als Fremde in einer mittelgroßen Stadt), ihre Arbeitsbedingungen (der »Kulturbetrieb«!) liefern täglich Stoff für Irritationen, Erregungen, Wutausbrüche.
Auswendige Tage gewährt uns erstklassige Einblicke in die Lebensbedingungen und Arbeitsweisen eines ästhetisch-philosophischen Temperaments von Unverwechselbarkeit.
»Gundi Feyrers Sinne richten sich auf die Gesamtheit der Erscheinungen: (…) Was sie ihnen entgegenstellt, ist das Begehren und sind Vorstellungen von dem, was sich ändern müsste.« (Zürichsee Zeitung)
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