Buchcover
Thomas Stangl

Freiheit und Langeweile

ESSAY 67
2016
engl. Broschur , 11,5 x 17,5 cm
112 Seiten
Essay 76
ISBN: 9783854209812
€ 18

AUTOREN

LESEPROBE

Thomas Stangl hat nicht erst mit seinem Band Reisen und Gespenster bewiesen, dass seine außergewöhnliche, tiefgründige Prosa nicht nur im Bereich der erzählenden Literatur großartige Werke hervorbringt, sondern
dass dieselbe Gestaltungskunst auch seine Essays durchdringt. Es tut der Literatur immer gut – und zu manchen Zeiten ist es sogar unabdingbar –, wenn man sie nicht nur schreibend und lesend betreibt, sondern wenn man über sie nachdenkt, in grundsätzlichen und auch in ungewohnten Zusammenhängen, und darin ist Thomas Stangl ein Meister.

Es sind Texte über den Raum der Literatur, über das Geheimnis des Für-Nichts-Stehens, die Einsamkeit, die sich dem Sozialen entzieht (»und damit der Gewalt, auch der Gewalt des Erzählten«), über das Unbestimmte, in dem und von dem die Literatur lebt, und über »die Spannung zwischen Wörtern wie ›seltsam‹ und ›wirklich‹«, über revolutionäre Hoffnungen und die Verwechslung von Literatur und Politik, über den Moment, in dem plötzlich alles möglich scheint, über die Pflicht, »absolut modern« zu sein und »diese Grenze aufzusuchen, hinter
der nichts ist (nicht einmal ein Abgrund)«. Kronzeugen für die Argumentationen und Überlegungen Stangls sind Peter Weiss (»der vielleicht letzte revolutionäre Schriftsteller der deutschen Literatur«), Inger Christensen, Maurice Blanchot, Peter Waterhouse, Chris Marker oder Jean-Luc Godard.

Veranstaltungen

  • 30. Mai 2017, 19:00
    Graz, Literaturhaus

Presse

Insa Wilke führte ein sehr schönes Gespräch in Gutenbergs Welt/WDR3 mit Thomas Stangl, das hier ab Minute 18:00 nachzuhören ist.

»Wer wissen will, was Lesen und Schreiben bedeuten kann und was uns die Bücher sagen, der muss diese Essays unbedingt lesen.« (Jochen Schimmang, taz, hier die gesamte Rezension)

»Thomas Stangls Essays sind revolutionäre Implosionen, von denen aus sich der Raum des Politischen öffnen lässt. Sie laden ein zu einer Ästhetik des Widerstands.« (Insa Wilke, Süddeutsche Zeitung)

»Stangl öffnet Türen zur Literatur, die sonst geschlossen sind.« (Peter Pisa, Kurier)

»Man kennt Stangl als Romanschriftsteller, aber er ist auch ein großartiger Essayist, der in geschichtsphilosophisch inspirierten Essays sehr genau über seine Dinge nachdenkt.« (Barbara Eisenmann, SWR2)

»Thomas Stangl gibt auf wenigen Seiten viel und feinsinnig zu denken.« (Kirstin Breitenfellner, Der Falter)

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