Buchcover
Gertraud Klemm

Erbsenzählen

Roman
2017
gebunden , 13 x 21 cm
160 Seiten
ISBN: 9783990590065
€ 19
als ebook erhältlich

AUTOREN

LESEPROBE

Gertraud Klemm durchleuchtet scharfzüngig und bitterböse, aber auch humorvoll unsere heutigen Zustände. Kein Blatt nimmt sie vor den Mund, wenn sie die verschiedensten Lebensentwürfe von den Nachkriegskindern bis zur Generation Z aus ganz unterschiedlichen Milieus schonungslos auseinandernimmt.

Wie kann man in einer von Regeln und Normen durchdrungenen Welt frei leben? Vor nicht weniger als dieser Frage steht die fast 30-jährige Annika, die sämtliche beruflichen und privaten Erwartungshaltungen von sich fernhält. Sie hat ihren sicheren Job geschmissen und lehnt sich mehr kellnernd als studierend nonchalant gegen die unsägliche Erbsenzählerei auf. Karriere, Ehe, Kinder, Eigenheim – das sind für sie belanglose Statussymbole, die andere von der Soll- zur Haben-Seite aufsummieren.

Immer wieder durchbricht Annika die Schranken der neoliberalen Leistungs- und traditionellen Wertegesellschaft und entzieht sich den vorgegebenen Lebensentwürfen. Aber wie lassen sich Ideal und Wirklichkeit miteinander vereinbaren, wenn die Gefühlswelt zu ihrem fast doppelt so alten Partner Alfred durcheinandergerät oder sie die »Stieftussi« für dessen 13-jährigen Sohn Elias spielen und Verantwortung übernehmen muss?

Veranstaltungen

  • 4. Januar 2018, 19:30
    Abtenau, Bibliothek
  • 17. Februar 2018, 19:30
    Schauenburg, Märchenwache
  • 14. März 2018, 19:00
    Perg, Stadtbibliothek
  • 19. März 2018, 20:30
    Turracher Höhe, Hotel Hochschober, Wortreich-Bibliothek
  • 20. und 21. April 2018
    Berlin, Literaturhaus
  • 26. Juli 2018, 19:00
    Mattersburg, Literaturhaus

Presse

Hier ein Interview mit der Autorin zum Erscheinen neuen Romans im Ö1 Mittagsjournal.

»Klemm hat Erstaunliches geschafft: Eine ebenso lustige wie traurige Geschichte, in der sich viel Lebensklugheit unterhaltsam vermittelt. Ein kleines großes Buch.« (Wolfgang Huber-Lang, APA)

»Dieses Erzählen zeichnet eine Lust am bösen Blick aus, an der misanthropischen Tirade, die der Leserin je nach Disposition gallige Freude bereitet oder schmerzhaft zu nahe tritt.« (Julia Schröder/DLR)

»Ein kluger und hoch verdichteter Roman« (SWR Lesezeichen)

»Klemm stellt mit ihren scharfsinnigen, humorigen und bitterbösen Beobachtungen die oft stereotype Gesellschaftsordnung so infrage, dass nicht nur die Protagonistin zum Nach- und Umdenken gezwungen ist, sondern auch die Leserschaft.« (Mia Eidlhuber, Der Standard)

»Klemm nimmt sich kein Blatt vor den Mund, zerlegt unbarmherzig alle Beziehungsformen und manchmal tut es schon weh, wie genau die Autorin hinschaut. Aber es macht riesigen Spaß…« (Anna Roschger, Hartliebs Büchermagazin)

»Mit dem Titel Erbsenzählen umkreist Gertraud Klemm ein zentrales Thema ihres Romans: Annika lebt in einer Welt, in der jeder und jede darauf aus ist, möglichst viele Erbsen einzufahren – Erbsenzählen als Metapher für das kapitalistische System des Anhäufens. Wer anhäuft, ist erfolgreich, angesehen, bestimmt, wohin die Kugel rollt.« (Herbert Först, Literaturhaus Wien)

»In Gertraud Klemms neuem Roman geht es vordergründig viel um Liebe, mehr noch um Sexualität, aber vor allem um die Abgründe eines perspektivenlosen Lebens der Jetztzeit, das die heutige Gesellschaft, die von Regeln und Normen durchsetzt ist, ständig und kritisch hinterfragt.« (Wolfgang Kühn, DUM)

»Es wird beobachtet, kommentiert und erzählt. Spitz, kritisch und ironisch. Der Mensch mit all seinen Schwächen, Eitelkeiten und Rollen steht im Mittelpunkt. Mir hat dieser kleine, feine Roman wieder wunderbar gefallen.« (Petris, Lovelybooks)

»Klemm schleudert giftige Pfeile auf den machohaften Kulturbetrieb, auf abgestandene Lieben, auf ihre Kinder hofierende Eltern, auf die Ökonomisierung von Beziehungen … scharfzüngig und genau beobachtet.« (Carola Ebeling, Missy Magazine)

»Erbsenzählen glänzt mit satirischen und selbstironischen Elementen, verbindet Humor mit Formulierungskunst, ist originell, ohne aufdringlich zu sein.« (Salzburger Nachrichten)

»Ein gescheites und unterhaltsames Buch, nicht nur für Frauen.« (Karin Waldner-Petutschnig, Kleine Zeitung)

»In zehn Kapiteln erzählt Gertraud Klemm mit feinem Gespür und ironischem Stil von den Unwägbarkeiten einer Beziehung.« (Cornelia Stahl, etcetera)

»Reizvoll ist vor allem die Figurenzeichnung der Antiheldin … der trocken bis stoische Humor der Hauptfigur trägt die Idee dabei ein unterhaltsames Stück weiter.« (Eva Tanita Kraaz, Litlog)

»Klemm gibt grandios den Zeitgeist wieder, sehr empfehlenswert!« (Sandra Brugger, Bibliotheksnachrichten)

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