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AUTORENPORTRAIT
LITERATURVERLAG DROSCHL |
Uetz, »ein hellwacher, eigenständiger Dichter, von dem man zweifellos noch hören wird« (NZZ) »Uetz bearbeitet ziemlich drastisch den deutschen Sprachschatz. Seine Gedichte taumeln, stolpern durch und über die Worte. Die Silben werden lautmalerisch gesperrt, ihre Fugen mit Buchstaben verdichtet, bis sie zu bersten drohen oder sich die Worte in eine neue Bedeutung, in eine andere Tolldtallität entladen.«(Berliner Zeitung) »Ein Energiephänomen, dieser Uetz. Existenziell ist diese Poesie oft, und immer wieder sehr erotisch.«(Facts) »Wer schon eimal erlebt hat, wie Uetz mit seinen Texten auftritt und sie, in einem beängstigenden Tempo alle auswendig rezitierend, dem Publikum sozusagen in den Schlund wirft, wird diese Performance so schnell nicht vergessen. Eine Macht ist in diesen rhythmisierten Texten, ein Sog in der lautmalerischen Sprache, die von Verschiebungen, Auslassungen und Verdoppelungen lebt, und einen Ernst strahlt dieser Autor aus; ihm ist ernst mit der Sprache, obwohl er damit spielt.« (Solothurner Zeitung) »Er ist ein Berserker des Worts, ein gewaltiger und trotzdem immer wieder feinsinniger Sprachwerker.« (Aargauer Zeitung)
»Ein wilder und böser, ein witziger und gescheiter Dichter ist unter uns.« (Südkurier)
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Zoom Nicht
Erstausgabe 1999, 64 Seiten, gebunden
»Im Wort bin ich nicht.« In einem dreiteiligen Prosatext aus dichten, markanten Sätzen mit Zwei-, Drei- und Mehrfachsinn entfaltet Uetz seine nachdenkliche und fesselnde Gegenwelt aus Sprache. Nach dem Gedichtband Nichte, mit dem der junge Schweizer einiges Aufsehen erregte, verfolgt Christian Uetz sein Projekt nun in Prosa: In Zoom Nicht ein programmatischer Titel, der im lateinisch-deutschen Wortspiel mit Philosophie und Populärkultur jongliert geht er in unvergleichlicher Mischung aus tiefem Ernst, Spiel und Verwandlungslust der »Entfaltung des Nichts als Grundwort, Bedingung und Substanz des geistigen und also sprachlichen Kosmos« nach. Gerade das Wort, das ja der Ort des Bewußtseins ist, setzt sich dem Subjekt entgegen, und das meint nicht nur etwas Entsetzliches, weil dem Leben Entgegengesetztes, sondern auch ein Erstaunliches: weil nicht nur dem Leben ein Nichtleben eingeschrieben, sondern damit zugleich auch dem Realismus und der Realität eine traumhafte Gegennichtwelt entwächst. Und der Text vernimmt die Sprache als »den festen Buchstaben« in der flüchtigen Traumhaftigkeit des Bewußtseins. |
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Nichte Gedichte
Erstausgabe 1998, 100 Seiten, gebunden
Gedichte ereignen sich nicht nur auf dem Papier, sondern auch auf der Zunge, Gedichte sind Sprachkörper, die mit Lippen, Gaumen, Zunge und Zähnen gekostet, umspielt, bearbeitet werden müssen. Die Lyrik von Christian Uetz trägt diesem »oralen« Charakter von Gedichten Rechnung nicht nur im Vortrag (Uetz ist eine herausragende Erscheinung in der internationalen spoken poetry-Szene), sondern auch im Wortmaterial selbst: da hallen Silben nach, verdoppeln sich Klänge, verschieben sich Laute, da erzeugt ein Lautkomplex einen Versprecher, da erscheinen Verschreiber, sprießen um einige Buchstaben zuviel aus dem ohnehin schon verwandelten Wort: »ein Klanggewitter, ein Weltgewieher, ein Allgelall.« Diese Polyphonie ist auch eine des Sinns; es verschieben sich nicht nur Klänge, mit ihnen verschieben sich auch untrennbar die Bedeutungen. Uetz führt virtuos vor, wie nicht nur ein Gedicht zu Nicht wird, er zeigt auch das Gegenteil: wie Dichtung entsteht, die umso komplexer wird, je un-ein-deutiger sie ist. |
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Christian Uetz spricht Nichte und andere Gedichte
Erstausgabe 1999, CD, ca. 45 Minuten Spielzeit
Christian Uetz, »ein hellwacher, eigenständiger Dichter, von dem man zweifellos noch hören wird« (NZZ), ist ein philosophischer Poet, der seine Trauer, seine Skepsis und seine Wildheit einigen Spiel-Regeln unterwirft: nehmen Sie diese Einladung zum Lesen, Schmecken und Durchkauen von Gedichten an! »Endlich kommt der Tonträger zu den rasanten Wortgedichten Poesie, die man gehört haben muß« (FACTS) |
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A-8010 Graz Alberstraße 18 Tel: 0043/316/32-64-04 Fax: 0043/316/32-40-71 Stand vom 1. 1. 2002 |