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UNSER PROGRAMM IM HERBST 2013
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Thomas Stangl
Dunkler Tanz
Roman
Eine junge Frau erlebt, empört und euphorisch gleichzeitig, im Februar 2000 in Wien die Demonstrationen gegen die neue rechtsextrem
geprägte österreichische Regierung; ihre Schwester verlässt das Haus, um ziellos durch die Stadt zu streifen und nie mehr zurückzukehren. Und
15 Jahre danach flaniert ein viel älterer Mann ebenfalls durch die Stadt und gerät auf die Spuren der jungen Frauen von damals. Thomas Stangls
vierter Roman ist eine großartige Darstellung der Suche nach dem richtigen Leben, von Revolution und Resignation oder Scheitern, auch in der
Kunst, von der Sehnsucht nach Erfahrungen jenseits aller Konventionen.
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Ilse Helbich
Vineta
Die 1923 in Wien geborene Ilse Helbich erinnert sich an Gegenstände, Berufe und gesellschaftliche Verkehrsformen, die längst
untergegangen sind. Spucknäpfe in Wartezimmern, Beethoven-Büsten in Gips, der wöchentlich ins Haus liefernde Eismann, aber auch
verhasste Sonntagsspaziergänge im Kreis der ganzen Familie und heimliche Ausflüge in die unheimlichen Terrains von Barackensiedlungen
nehmen in diesem Panorama Gestalt an. Ohne Nostalgie, ohne Verharmlosung formen diese Erinnerungen allmählich ein
umfassendes Bild einer Wiener großbürgerlichen Kindheit und öffnen sich, mit den 30er Jahren, allmählich den politischen Schrecken
des Nationalsozialismus. Ein großer Gewinn für jeden Leser und ein ungetrübtes Leseglück!
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Gwenaëlle Aubry
Niemand
Roman.
Aus dem Französischen von Dieter Hornig
Gwenaelle Aubry, geboren 1971, lehrte Philosophie an der Université Nancy 2 und an der Sorbonne, übersetzte Plotin und schrieb
mehrere Romane; für Niemand (2009) erhielt sie den Prix Femina. Niemand ist die Annäherung einer Tochter an ihren Vater, der an
einer schweren Psychose leidet (ein manisch-depressives Syndrom) und nach seinem Tod ein Tagebuch hinterlässt, das er selbst mit den
Worten à romancer versehen hat. In ihren Aufzeichnungen, nach einem streng alphabetischen System konzipiert, von Antonin
Artaud bis Zelig, und unterbrochen durch Auszüge aus seinen eigenen Notizen, entsteht ein einfühlsames, gewissermaßen zweistimmiges
Porträt eines sich und der Welt entfremdeten Mannes.
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Andreas Unterweger
Das kostbarste aller Geschenke
Der dritte Band von Unterwegers autobiographischer Trilogie, die mit dem Liebesroman" Wie im Siebenten einsetzte und mit der
Novelle Du bist mein Meer (Ferien mit der schwangeren Geliebten) fortfuhr. Das kostbarste aller Geschenke ist nun das Vaterbuch",
allerdings ohne Babyanekdoten und Elternratgeber. Der Titel meint nicht nur das Kind, sondern den durch das Kind möglichen neuen
Blick auf die Welt, die neu gewonnene Wirklichkeit.
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Christoph Dolgan
Ballastexistenz
Der literarische Erstling eines jungen Grazers, der für seine Veröffentlichungen in der Literaturzeitschrift manuskripte den Rotahorn-
Förderpreis erhielt. Ballastexistenz ist ein Debüt über den doppelten Schmerz von Sprache und Herkunft, von Angst und Schrecken, die
von einer elenden Existenz, aber auch von einer Sprache ausgehen, die als Fluchtort versagt. Eindringliche Bilder von der Arbeiter-,
später Arbeitslosen-Siedlung, von Alkoholismus, Tankstellencafés und Heilanstalten
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Elfriede Gerstl
Behüte behütet
Werke Band 2
Hrsg. von Christa Gürtler und Helga Mitterbauer
Der zweite Band der Werkausgabe enthält Gerstls Publikationen der 80er Jahre, also ihre Bücher wiener mischung, vor der ankunft und
unter einem hut. Es waren die Jahre, in denen Elfriede Gerstl nicht nur zur erfolgreichen Lyrikerin wurde, sondern sich auch als
Feministin und Gesellschaftskritikerin in äußerst lesenswerten Essays, Vorlesungsreihen und Aufsätzen z.B. zur Rolle des Autors und erst
recht der Autorin im Kulturbetrieb äußerte. |
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