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Autor
> Olga Martynova
Veranstaltungen:
 5. Mai, 10:00 Uhr Wels, Schloß Puchberg
14. Mai, 20:30 Uhr Hall in Tirol, Kulturlabor Stromboli
21. Mai, 20:00 Uhr Bonn, Literaturhaus
24. Mai, 20:00 Uhr Münster, Theater
5. Juni, 19:30 Uhr Wiesbaden, Villa Clementine
6. Juni, 19:30 Uhr Heidelberg, Literaturtage
7. Juni, 20:00 Uhr Bremen, Kleines Haus des Bremer Theaters
8. Juni, 13:00 Uhr Bremen, Villa Ichon
9. Juni, 16:00 Uhr Bremen, Schulschiff Deutschland
11. Juni, 19:30 Uhr Köln, Literaturhaus
14. bis 16. Juni Neuberg an der Mürz, Jandltage
17. Juni, 21:00 Uhr Turracher Höhe, Bibliothek im Hotel Hochschober
18. Juni, 19:30 Uhr Klagenfurt, Musilhaus
19. Juni, 20:00 Uhr Schwaz, Museum der Völker
20. Juni, 20:00 Uhr Innsbruck, Literaturhaus am Inn
25. Juni, 19:30 Uhr Frankfurt, Literaturhaus
28. Juni, 14:00 Uhr Regensburg, Universität, Raum PT 2.0.8 
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Olga Martynova
Von Tschwirik und Tschwirka
Gedichte 2012
Aus dem Russischen von Elke Erb und Olga Martynova
ISBN: 9783854208310
16.- €
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gebunden, 21 x 17 cm 96 Seiten
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Lyrik versucht etwas von dem festzuhalten, was über Menschensprache hinausgeht. Das gilt für Olga Martynovas neuen Gedichtband umso mehr, als Tschwirik und Tschwirka wohl eine Art Vogelsprache sprechen, jedenfalls aus dem »Roman über Papageien« hervorgegangen und einigermaßen überraschend in der Lyrik gelandet sind. Wie der Roman Sogar Papageien überleben uns sprechen auch diese Gedichte von der Zeit, von der Vergänglichkeit und von Sinn und Unsinn, Themen, um die das Werk der Oberiuten, der letzten Vertreter der russischen Moderne in den 30er Jahren, kreist – und einem ihrer Protagonisten, Alexander Wwedenskij (1904-1941), ist in diesem Band sogar ein ganzer, zehnteiliger Zyklus gewidmet.
Gelungene Gedichte befreien – und es ist tatsächlich äußerst befreiend und erstaunlich, wie sich Olga Martynova mit Witz und Skepsis über die Welt, wie wir sie erklärt bekommen, hinwegsetzt und neue Regeln erfindet, neue Gesetzmäßigkeiten, die die bekannte Welt auf neue Art einrichtet: Fort ist der Sommer gesegelt / auf unerwartetem Besen. / Fraß das untere Licht und stellte sich / als Schüssel voll Beeren ab auf dem Tisch.
Der Band enthält die drei Teile »Verse von Rom« (geschrieben nach einem gemeinsamen Rom-Aufenthalt mit der Petersburger Dichterin Jelena Schwarz, 2001), »Wwedenskij« und den jüngsten und längsten Zyklus »Von Tschwirik und Tschwirka«.
Martynovas Gedichte »sind nun in der Welt, die einiges mehr vertragen könnte von einer so geist- und lustvollen Sprachkunst, in der Unverbundenes verbunden, ästhetisch Ungekanntes entdeckt wird.« (Beate Tröger, FAZ)
»Martynovas Buch sei jedem empfohlen, weil die sich gegenseitig beleuchtenden Kulturen darin und durch die Autorin hindurch etwas geschehen lassen, was man als unbeschreibliches Drittes in der Lektüre selbst erfahren sollte.« (Jan Kuhlbrodt, Fixpoetry)
»Von verschiedenen Seiten her kann man sich in Irrgärten und wundersame Seelenpanoramen hineinziehen lassen. Dann aber geht es mit Bravour und Humor durch Kultur- und Literaturgeschichte, dass einem die Ohren sausen. Mit immer wieder überraschenden Perspektiven gelingt es der Autorin in ihrem zweiten Gedichtband, Freiräume zu entwerfen.« (Dorothea von Törne, Die Welt)
»Olga Martynova und Elke Erb haben uns mit diesem Band ein Sommergeschenk gemacht: In Martynovas Lyrik kann man Sprache pur und Gedichte als Melodien erleben. Jedes für sich ist von eigenem Charakter: ernst, melancholisch, frech, zerrissen, sehnsüchtig, lachend und kopfschüttelnd, absurd, gegurrt – man lässt sich anstecken von dieser Sprachmusik und kann plötzlich mühelos in den schmalen, oft unsichtbaren Riss zwischen Sinn und Unsinn gleiten, in dem Freiheit und Phantasie zu Hause sind.« (Susanne Rikl, kommbuch.com)
»Tschwirik und Tschwirka sind zwei luftige Gestalten, die beobachten, was die Menschen so treiben. Manchmal scheinen sich Tschwirik und Tschwirka unter das Erdenvolk zu mischen. Meistens, so glaubt man, halten sie sich beim fliegenden Federvieh auf und schärfen den Blick durch die vielgerühmte Vogelperspektive (…) Martynova lässt das Absurde leben, das Verrückte, das Nicht-ganz-Greifbare, das In-der-Schwebe-Bleibende (…) eine wunderbare Lektüre, die das 20. Jahrhundert verfliegen lässt.« (Sabine Strobl, Tiroler Tageszeitung)
»Gefiederte Poesiewesen wie das titelgebende Duo bevölkern die Gedichte und beflügeln die Leser, den wortmalerischen Experimenten der Autorin zu folgen und mit ihr über die Grenzen der Logik hinwegzuflattern.« (Christoph Hartner, Kronenzeitung)
»In ihren Gedichten ist Martynova eine wilde Anarchistin – sie springt von Land zu Land, von Einfall zu Einfall, lässt die unfassbaren Tschwirik und Tschwirka Abenteuerliches erleben, stöbert nebenbei in Emily Dickinsons Briefen und ist mit Ossip Mandelstam ebenso vertraut wie mit den schon in ihrem Roman eine tragende Rolle spielenden Oberiuten.« (Ulrich Rüdenauer, Badische Zeitung)
»Die Schöpfungsakte voller Bilder, Geräusche, Gerüche und Berührungen machen die Lektüre zu einem sinnlichen Erlebnis. Das klingt frisch und unbekümmert und leuchtet herrlich wie am ersten Tag.« (MAZ)
»Es wispert, flüstert, scherzt, erörtert und schwatzt in ihren Versen, Versen, als wollte sie Seite für Seite das Wort Leonid Lipawskis, eines ihrer Gewährsmänner aus der Petersburger Moderne, einlösen.« (Beatrice von Matt, NZZ)
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