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Veranstaltungen:

12. Mai, 10:00 Uhr
Solothurner Literaturtage,Landhaus Foyer 1. Stock

 

Lydia Davis
Formen der Verstörung
Erzählungen
2011

Aus dem Amerikanischen von Klaus Hoffer

ISBN: 9783854207849
22.- €
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gebunden, 21 x 13 cm
280 Seiten

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Award of Merit Medal der American Academy of Arts and Letters

Lydia Davis wird in den USA gerühmt als »eine unserer originellsten und einflussreichsten Autorinnen«, eine Erzählerin mit ungewöhnlicher emotionaler Schärfe, formellem Einfallsreichtum und der Fähigkeit, uns genau dort festzuhalten, wo wir uns mental oder seelisch zu entgleiten drohen oder im Kreis gehen.

Mit ihrer vierten Story-Sammlung Varieties of Disturbance, 2007, schrieb sich Lydia Davis endgültig in die Reihe der Klassiker der Moderne ein. Ihre Themen sind überaus vielfältig: von den Irritationen bei der Betrachtung eines Säuglings, über die Vorbereitungen, die Kafka für ein Abendessen mit Milena trifft, bis zur Untersuchung einer Reihe von Briefen einer Schulklasse aus dem Jahr 1952 an einen kranken Mitschüler. Sowohl alltäglich als auch ungemein überraschend sind diese Geschichten, unterschiedlichst in der Form, von einem sehr trockenen Witz; viele haben nur die Länge eines Satzes.

Wem es in der Literatur um eine Erforschung des Denkens geht, um eine Erkundung unserer Phantasie- und Geistestätigkeiten, um den Imaginationsraum, den jedes Erzählen zu öffnen in der Lage sein sollte, für den sind die Geschichten von Lydia Davis Schatzkammern literarischer Erfindung. Nicht nur, dass sie alltagsneurotische Phantasien und Überlegungen in originellster Weise sprachlich dingfest machen – es sind auch raffinierte Kommentare zum Erzählen selbst, ob sie nun Kafka selbst sprechen lassen, Beckett neuschreiben oder unterschiedliche Proust-Übersetzungen auf ihre Alltagstauglichkeit überprüfen.

»Geistreich, gewandt, ironisch, voller Understement und permanenter Überraschungen« (Joyce Carol Oates)

»Umwerfend komisch, erschreckend, vom Feinsten. Davis ist eine Magierin in Sachen Selbst-Bewusstsein.« (Jonathan Franzen)

»Raffinierte Stories mit hintergründigem Witz und von französischer Prägnanz.« (Jeffrey Eugenides)

»Wonach sie trachtet, ist: Wahrheit.« (Dave Eggers)

»Die beste Prosastilistin Amerikas.« (Rick Moody)

»Ein in seiner Kombination von luzider Klarheit, aphoristischer Kürze, formaler Originalität, listiger Komik, metaphysischer Düsterkeit, philosophischer Stringenz und menschlicher Weisheit in der amerikanischen Literatur wohl einzigartiges Werk.« (James Wood, New Yorker)

»Die amerikanische Autorin Lydia Davis überzeugt mit lakonischer Prosa – derzeit etwas vom Besten aus der USA!« (Martin Zingg, NZZ am Sonntag)

»Lydia Davis ist eine Meisterin der kleinen Form. Ihre kurzen und Kürzest-Geschichten verwirren und amüsieren.« (Manuela Reichart, WDR 3)

»Nach diesem Pioniergeist-Fluidum kann man süchtig werden. Nach den Überraschungen am Anfang der Geschichten, nach den Gags, Einfällen und Eingebungen, mit denen sie fortgeführt werden. (...) Lydia Davis lässt keinen Zweifel daran, dass es uns nur mithilfe der Wörter und der Zuschreibungen, der sprachlichen Spiegelungen und Nachbildungen möglich ist, in Augenhöhe mit unserem Leben zu verkehren.« (Gisela von Wysocki, Deutschlandradio)

»Lydia Davis ist eine Meisterin des gefriergetrockneten Witzes und der jähen Schwärze. (...) Eine Literatur, die mit knappen Formen den Geist engagiert, die bei aller Kürze zum Innehalten zwingt, die Denken als soches sicht- und auslotbar macht und die Selbstverständlichkeiten der Sprache infrage stellt.« (Angela Schader, NZZ)

»Die US-Autorin Lydia Davis ist die Meisterin der verknappten Short Story ...Tröpfchenweise wird der eigene Blick auf die bittere Absurdität des Alltags von den Formen der Verstörung geformt. Lydia Davis ist ansteckend.« (Lennart Laberenz, taz)

»Beckett, Kafka, Gertrude Stein: Das sind die Ikonen, mit denen Lydia Davis verglichen wird. Davis wurde 1947 geboren und ist eine der bedeutendsten Schriftstellerinnen Amerikas. In ihrer neuen Story-Sammlung hat sie ihr Verfahren der Plot-Reduktion bei hoher Anspielungsdichte verfeinert.« (Daniel Haas, Deutschlandradio)

»Texte von Lydia Davis fesseln den Leser nicht deswegen, weil sie mit seinen Erwartungen oder seinen Ängsten oder seiner Neugier spielen, auch nicht deswegen, weil sie an modische oder brisante Themen anknüpfen, sondern weil sie geistreich, überraschend und neurotisch sind... Lydia Davis hat ein wunderbares Gespür für Absurdität, Traurigkeit und Komik.« (Olga Martynova, Volltext)

»Gnadenlos lässt Davis ihre Gedanken schweifen, ohne Tabuzonen, nur um des Denkens willen. Und wie in dem alten Volkslied reißen die Gedanken auch bei Lydia Davis alle Mauern entzwei - und offenbaren den Blick auf die Absurditäten des Alltags, die wir viel zu oft als selbstverständlich hinnehmen.« (Jan Ehlert, NDR)

»Das ist vielleicht die größte Kunst Lydia Davis´: Dass man als Leser Zeile um Zeile Ähnliches oder gar Identisches erinnert und wiedererkennt aus dem ganz normalen Leben. Nur könnte man es nie so sparsam und so fein formulieren. Außerdem kann man sich bei Lydia Davis´ "Erzählungen" nie darauf herausreden, dass man keine Zeit hatte, auch nur eine zu lesen.« (Sylvia Staude, Frankfurter Rundschau)

»Lydia Davis ist eine geschickte, eine kluge Erzählerin. Sie führt uns auf vermeintlich sicheren Grund, um uns dann – mit einem Wort, einer Frage – aus eben dieser Lese-Spur zu werfen. Eine spannende Lektüre.« (Manuela Reichart, kulturradio RBB)

»Das Fehlen jeglicher Prätention nimmt für Lydia Davis und ihre Stories stark ein. Sie frappieren lakonisch, mitunter riskant einfach bis an den Rand der Banalität, manchmal verwegen labyrinthisch und sehr oft erfrischend komisch.« (Kirsten Voigt, SWR2)

»Was Davis’ formal manchmal eigenwillige Geschichten im Inneren zusammenhält, ist die verdichtete, eigentümlich kühle, jeden Überschwangs bare Sprache ... virtuos!« (Bruno Jaschke, Wiener Zeitung)

»Lydia Davis schreibt über Dinge, über die andere auch schreiben: Aber sie schreibt ganz anders darüber. Der Tod des Vaters, Fernsehabende und Essgewohnheiten, das Entfernen einer kleinen Raupe aus dem Bett: All das nimmt den Klang und die Struktur von Minimal Music an.« (Ingrid Mylo, Badische Zeitung)

»Die Wissbegier dieser Autorin kann von inquisitorischer Eindringlichkeit sein. Für Lydia Davis stehen Poesie und Denkschärfe nicht im Widerspruch.« (Gisela von Wysocki, Die Zeit Literaturbeilage)

»Unter der Oberfläche von Sprachstudien, präzis notierten Verhaltensweisen und kühl protokollierten Gedankengängen pulsieren reiche Innenwelten und emotionale Zustände. Alltägliches wird durch Davis' sensible Wahrnehmung und komplexe Reflexion tiefgründig.« (Simone von Büren, Basler Zeitung)

»Extrem kurze, vor allem aber ziemlich witzige Erzählunge.« (Klaus Nüchtern, Falter)

Textauszug