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Ilse Helbich
Fremde
Erzählungen
2010

ISBN: 9783854207740
18.- €
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gebunden, 18 x 13 cm
136 Seiten

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Die Fremde – das ist der Ort, den wir (noch) nicht kennen, ein Ort, der sowohl verführerisch als auch beängstigend wahrgenommen wird, und dessen Eroberung wir vorzugsweise der Literatur überlassen, die diese Erkundungen stellvertretend für uns durchführt.

Ilse Helbich hat mit Fremde einen Erzählungsband geschrieben, der mit dem Blick der 87jährigen die Fremde, aber auch das Fremde vermisst: es sind Geschichten, die zusammengenommen die Stationen eines Lebens abtasten, ohne wirklich autobiographisch zu sein. Rätsel und Traumata der Kindheit, beängstigende Begebenheiten auf dem Weg zum Erwachsenwerden, Familie und Partnerschaft, und am Schluss das Alter – in all dem werden wir immer wieder mit Fremdem rund um uns, aber auch in uns konfrontiert. Ilse Helbich macht aus diesen so allgemeinen Themen ganz unverwechselhaft eigene, kraftvolle, farbige Erzählungen, die niemanden unberührt lassen, da sie, jenseits der Idylle und der Kette von Verlusten andererseits, mit der illusionslosen Klarsichtigkeit des Alters geschrieben sind, die nicht einmal mehr der Tapferkeit bedarf.

»Ihr helles Leben ist durchsichtig bis zum Grund, wasserklar in seiner Alltäglichkeit und durchatmet von einer ruhigen Heiterkeit«, heißt es einmal, und damit sind auch die Texte selber am besten charakterisiert. Helbichs Schreiben ist von einer frappierenden Treffsicherheit, von einer von allem Unnotwendigen befreiten Klarheit, auch wenn es um Dinge geht, die sich im Atmosphärischen abspielen und sich nicht in eine Sach- und Faktensprache übersetzen lassen. Ihre knappe Prägnanz, die liebevolle Nüchternheit, Unerschrockenheit und Dezenz in einem, teilen der/m Lesenden nicht nur einiges mit über die Kunst des Schreibens, sondern, mehr noch, über die Kunst des Lebens.

»Ein Glücksfall für die Literatur.« (Die Presse)

»Eine bemerkenswerte Autorin, die den Nuancen des Fremden nachspürt, das je nach Kontext Beklemmung, Bedrohung oder auch die Chance auf Befreiung bedeuten kann (...) Berührende Texte, die unter die Haut gehen.« (Georg Renöckl, NZZ)

»Die 15 kurzen Erzählungen spannen sich wie ein Lebensbogen, von der Kindheit bis zum Alter mit seinen Rückblicken. Erzählt sind sie aus der Perspektive von Kindern, Männern oder Frauen und haben doch einen inneren Zusammenhalt. Einige davon sind von herzergreifender, ausgearbeiteter Perfektion, andere wie "Lichtspiele" klug zusammengestellte Erinnerungsfetzen angesichts früher Super8-Familienfilme, deren Zusammensetzung erst ein Ganzes ergibt.« (Julia Kospach, Frankfurter Rundschau)

»In ihren Geschichten erzielt Helbich mit kunstvollen Verknüpfungen schlichter Beschreibungen eine enorme Wirkung. Sie findet Worte für das Unsagbare.« (Isabella Pohl, Der Standard)

»Ilse Helbich berichtet aus einem fremden, unbekannten Land: Dem Alter. Und so wie sie es beschreibt, unsentimental, klar und mit einem leisen Humor, verliert der Leser die Angst davor.« (Elske Brault, NDR)

»So präzise wie in der Erzeugung atmosphärischer Erinnerungsräume beeindruckende Texte, die auf jeweils wenigen Seiten ganze Leben erahnbar machen.« (Walter Titz, Kleine Zeitung)

»Mit Ilse Helbich ist eine österreichische Autorin zu entdecken, die nicht viele Worte braucht, um uns in das Innere von Menschenleben zu führen. Sie geht sparsam mit den Mitteln um, lässt jedem Leser Raum, sich selbst auszubreiten in ihren Geschichten. Unter dem Alltag lauert bei ihr das unberechenbar Unheimliche. (...) Fünfzehn Erzählungen sind in diesem Band versammelt, die alle Variationen von der Fremdheit in uns durchspielen. Das wird sprachlich mit Bedacht und Verstand angegangen.« (Anton Thuswaldner, Salzburger Nachrichten)

»Vordergründig ruhige, irritierende und großartige Texte.« (Beatrix Kramlovsky, Die Furche)

»Fünfzehn Erzählungen sind in diesem Fremde betitelten Band versammelt, die alle Variationen von der Fremdheit durchspielen. Das wird sprachlich mit Bedacht angegangen. Was macht man, wenn man das Gefühl nicht loswird, sich im falschen Leben aufzuhalten? Helbichs Figuren widerfährt es wiederholt, dass gelebte Wirklichkeit und ein erhofftes alternatives Leben nicht zusammenpassen.« (Stuttgarter Zeitung)

»Was alle Geschichten gemeinsam haben, ist die einfühlsame Erzählweise der Autorin. Ilse Helbich versteht es, tiefgründige Charaktere zu zeichnen, die die Leserin, den Leser berühren, manchmal sogar verzaubern. Sie schildert die Erinnerungen einer alten Frau ebenso glaubhaft wie die Erlebnisse eines Kindes. Sogar aus den – scheinbar – banalen Gedanken einer Frau über ihren Ehealltag macht die Autorin etwas Besonderes, Einzigartiges.« (Martina Jung, Radio Orange)

»Eine Lektüre, für die man sich Zeit und Muße nehmen sollte, um den nostalgischen Zauber, die fabulierende Erzählweise und die vielen altersweisen Erfahrungen zu genießen.« (Jutta Kleedorfer, Bibliotheksnachrichten)

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