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Stefan Schmitzer
wohin die verschwunden ist, um die es ohnehin nicht geht
Roman 2009
ISBN: 9783854207542
18.- €
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gebunden, 21 x 13 cm 152 Seiten
Eine junge Frau, die sich von zwei Männern entführen lässt, weil sie drauf steht, dass sich die Jungs um sie prügeln. Ein Wettbüro, in dem um Wohnungseigentum und Selbstanzeige wegen Suchtmittelbesitz gewettet wird. Ein Lehrer, der einem Schüler nachstellt, in dessen Vergangenheit und Herkunft eindringt.
Stefan Schmitzer führt den Leser in seinem ersten Roman an neuralgische Stellen unserer Städte, unseres sozialen Lebens: Härte, Gewalt, Perspektivenlosigkeit – die besten Voraussetzungen für ein action-movie der besonderen Art. In einem direkt zupackenden, mündlichen Tonfall erzählt Schmitzer diese Ballade um eine junge Mutter, die ihr Kind weggibt, ihr zielloses Leben zwischen unartikulierter Gewalt und misslingenden Versuchen der Selbstfindung. Aber »um sie geht es ohnehin nicht«: der dominante Handlungsstrang ist die Begegnung ihres halbwüchsigen Sohns mit seinen möglichen Vätern, um deren halbherzige Suche nach ihr, um eine Gruppe von Menschen also mit unterschiedlich schlechten Aussichten (wenn überhaupt), aber mit viel Power.
wohin die verschwunden ist, um die es ohnehin nicht geht ist eine filmartig erzählte Comic-Ballade, mit schnellen Schnitten, unvergesslichen Einstellungen und einer äußerst ungewöhnlichen Atmosphäre.
»Bei Schmitzers Debüt handelt es sich um einen raren Glücksfall: Formal bewusstes Erzählen verbindet sich mit einem starken Plot und Trash-Elementen zu einer explosiven Einheit – das Ding knallt.« (Sebastian Fasthuber, Der Falter)
»Schmitzers Buch eckt an, weil es Kanten hat und nicht auf Markttauglichkeit geschliffen wurde. Das ist heutzutage durchaus ein Wert an sich. Das Buch hat speed und drive eines Rocksongs. Und hinter all dem Plakativen, dem ungestümen, doch auch sympathischen Hohruck und Haudrauf zeigt sich eine Sprachfähigkeit, verstecken sich Wendungen und Formulierungen, die das Talent des Autors offenbaren.« (Peter Landerl, Literaturhaus Wien)
»Eine Geschichte über die Unvereinbarkeit von Menschen in Entwicklung – und ein sehr lesenswertes Buch.« (Korso)
»Beinahe comichaft verdichtet Schmitzer Sätze und erschafft eine Atmosphäre zwischen aussichtsloser Realität und verzweifelter Emotionalität.« (Kronen Zeitung)
»Alles andere als herkömmlich (…) anders, witzig, neu« (Radio Fritz)
»Ein radikales, schonungsloses Buch mit virtuosem, musikalischem Sprachdröhnen – Powerpoesie.« (Werner Krause, Kleine Zeitung)
»Schmitzer gelingt es in dem Buch, zwei schöne Seiten der Literatur zusammenzubringen, die viel zu selten in einem Text Platz finden – formalästhetischen Anspruch und Unterhaltung, Sprachwitz und Action.« (Der Falter)
»wohin die verschwunden ist, um die es ohnehin nicht geht hat Pop und Poesie, ist ein Generationenroman ohne Belehrung und ein Road-Movie ohne Heldenverherrlichung.« (Wolfgang Huber-Lang, apa)
»Mit seiner mündlichen und doch künstlichen Erzählweise fesselt Schmitzer des Leser.« (Tiroler Tageszeitung)
»Die Szenenabfolge in diesem grobkörnigen Action Movie ist rasant, ausgeklügelt das Hell-Dunkel-Spiel und energetisch die Figurenpsychologie.« (Roland Steiner, The Gap)
»Diese Ungestümheit ist sympatisch, weil sie vor Kraft strotzt.« (Peter Landerl, Bücherschau)
»Schmitzer gelingt es, seinem Roman die Farben einer Ulrich-Seidl-Welt zu geben, ohne diesen zu kopieren.« (Lennart Laberenz, literaturkritik.de)
»Eine gelungene Konstruktion, ein höchst lesenswerter Roman.« (NOW)
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