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Autor
> Almut Tina Schmidt
Veranstaltungen:
 14. Juni, 20:30 Uhr Freiburg, Litfass, Moltkestraße 17
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Almut Tina Schmidt
In Wirklichkeit
Roman 2008
ISBN: 9783854207481
19.- €
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gebunden, 21 x 13 cm 168 Seiten
Eigentlich ist alles ganz anders. Eigentlich ist das hier Fiktion und das dort Wirklichkeit. Eigentlich ist das nur ein Vorwand, denn in Wirklichkeit –
Bei diesen bestens bekannten Rede- (und Denk-) Figuren setzt der rasante erste Roman von Almut Tina Schmidt ein: Die Erzählerin fährt (unter einem Vorwand) nach Antwerpen, landet aber vorerst in Köln, dann in Bonn, und begegnet laufend alten Schulkollegen und -freundinnen. Was wir durchaus merkwürdig finden dürfen. Als die Sache dann noch in eine Kindesentführung ausartet und sich herausstellt, dass ihr lang verschollener Freund im Auftrag ihrer Tante Agnes handelt, da kippt die Handlung endgültig ins Groteske um.
Eigentlich ist In Wirklichkeit eine Geschichte über die schwer durchschaubare Beziehung zwischen Kunst und Leben, zwischen O-Ton und Kunstradio; nicht umsonst spielt Almut Tina Schmidt hin und wieder auf Orson Welles an, der in seiner legendären Hörspielfassung von Krieg der Welten bereits souverän die Grenzen von Fiktion und Dokumentation verwischte.
Aber in Wirklichkeit handelt der Roman von Paranoia und falschen Fassaden, von dem Gerede, das uns von der Unterhaltungsindustrie als wahre Form der Authentizität angeboten wird, von den verschiedenen und doch so identischen Jargons, in denen profilneurotisch die Besonderheit und Unverwechselbarkeit jedes Einzelnen behauptet wird. Erfunden, wahr – alles ist gleich grotesk. Aber die Komik dieses Romans hat etwas Beklemmendes: es ist nicht wirklich lustig, den Boden unter den Füßen weggezogen zu bekommen …
»Ein Reiseroman der verstörenden Art. Fremde entpuppen sich als Klassenkameraden, die sogleich über ihre wahre Identität zu referieren beginnen, auf ihren T-Shirts prangen Sprüche wie ›In Wirklichkeit bin ich ganz anders‹.« (FAZ)
»Ein wunderbares Debüt, satirisch, doppelbödig, mit verblüffenden Wendungen.« (Werner Krause, Kleine Zeitung)
»Es ist eine Wohltat, ihr beim Lesen aus diesem witzigen Roman zuzuhören. Lesenswert.« (europolitan.de)
»Ein großes Thema von In Wirklichkeit ist jenes des Sich-Erfindens, seine Spuren verwischen zu können, um nicht wirklich Ich sein zu müssen, auf ein Ich festgelegt zu sein. (…) Man kann den Roman als eine Bestandsaufnahme, vielleicht auch Abrechnung mit der globalisierten Zeit, ihren Auswüchsen und Unwahrheiten interpretieren, und der schweren Unterscheidbarkeit, beziehungsweise breiten Interpretationsfähigkeit von real und irreal. (…) Und der Roman, mitunter sehr komisch, entwickelt einen wunderbaren Story-Sog.«
(Martina Bauer, Ö1 ex libris)
»Eine heitere und selbstironische Bestandsaufnahme der gesellschaftlichen Verhältnisse. Mit unprätentiöser Sprache und lockerem Ton bewegt sich Schmidt an der Demarkationslinie zwischen Wirklichkeit und Fiktion. Die witzigen Einfälle der Autorin zeugen von Esprit, und es macht Freude zu sehen, wie sie lustvoll Konventionen dekonstruiert und unausgesprochenen Wahrheiten nachspürt. (…) Almut Tina Schmidt ist ein anregender, unterhaltsamer und witziger Roman gelungen, der eine aufmerksame Momentaufnahme unserer Gesellschaft darstellt.« (Jürgen Wicht, textrakt.de)
»Ein bisschen Verfolgungswahn, ein Sprung in die Welt des berühmten Hörspiels von Orson Welles, Krieg der Welten, ein heilloses Knäuel von verschiedenen Wahrheitsebenen und eine erbarmungslose, aber auch komische Selbstdarstellung. Ein Spiegel unserer Gesellschaft.
Die Sprache des Romans ist eine wunderbare Folie, vor der die Fantasien verschachtelt und komisch gedeihen können. Lesen Sie diesen Roman – bis zu Ende!« (Ute v. Sichart)
Textauszug |