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Autor
> Bernhard Strobel
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Bernhard Strobel
Sackgasse
Erzählungen 2007
ISBN: 9783854207269
16.- €
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gebunden, 21 x 13 cm 128 Seiten
Sackgasse als Titel für das erste Buch? Das ist starker Tobak und weist auf einen Erzähler hin, der dezidiert nüchtern und unromantisch an seine Sache herangeht; sein Stil beschönigt nichts und folgt seinen Menschen unter Verzicht auf literarische Eleganz und ohne falschen Glanz in ihre emotionalen Sackgassen.
Bernhard Strobels Erzählungen zeigen Menschen in Krisensituationen, gereizte Stimmungen in der Familie, unter Freunden oder Nachbarn; wir lesen Dialoge, die am Rand eines Streitgesprächs ablaufen und zwischen Streitlust und Redeunwilligkeit oszillieren. Die Personen sind mitteilungsarm, in sich verschlossen, kommunikationsunfähig und vor allem: ohne jede Sicherheit. Was hier gesprochen wird, ist in seiner Kargheit die Karikatur jedes ›small talk‹.
Und was für die Personen gilt, gilt auch für die Geschichten insgesamt: diese auf ersten Blick so realistische Literatur weiß nicht mehr über das Erzählte und ihre Protagonisten als diese selbst. Außergewöhnlich auch das Milieu dieser Geschichten – weit weg von den schicken und jugendlichen Szenen des Großteils der gegenwärtigen Literatur, knüpfen diese Texte eher an Rudimente des proletarischen Romans an: die Personen sind ganz unschick arbeitslos, (vielleicht) ungebildet, wohnen in der Vor- oder Kleinstadt, trinken Bier, langweilen sich und warten auf die Gewalt, die man jeden Moment auszubrechen fürchtet. Und dann gibt es noch irgendein Geheimnis, etwas Unausgesprochenes, das die Personen voreinander verbergen und das auch für den Leser unlösbar bleibt …
»Mit seinem ersten Buch hat der erst 25-Jährige ein bemerkenswertes Werk vorgelegt.« (Imogena Doderer, les-art, ORF)
»Ein interessanter Coup. (…) Ich bewundere unendlich, was Bernhard Strobel da geschildert hat.« (Dieter Moor, les-art, ORF)
»Ein erstaunliches Debüt. Bernhard Strobel hat schon mit 24 einen unverwechselbaren Stil. Karg, trocken, unterkühlt. Er kann so schreiben, dass das meiste zwischen den Zeilen zu stehen scheint. Er beherrscht die Kunst des Weglassens, und er hat den Blick fürs Wesentliche. Was will man mehr.« (Christian Schuler, Saarländischer Rundfunk)
»Strobels knapper, suggestiver Sprache kann man sich nur schwer entziehen.« (Werner Schuster, Wiener Zeitung)
»Kammerstücke der alltäglichen Situationen, der hilflosen Gesten und peinlichen Unzulänglichkeiten des Miteinanders – unheimlich und zugleich unheimlich spannend.« (Susanne Jäger, ORF)
»Das verteufelt Gute an Strobels Geschichten ist, dass er es unter der sorgfältig polierten, unauffälligen Oberfläche kräftig krachen und brodeln lässt. Die Erzählungen stellen gefinkelt die Frage nach der Sinnhaftigkeit alles Seins – und beantworten sie mit kaltem Nihilismus.« (Peter Landerl, Literaturhaus Wien)
»Mit Bernhard Strobel macht ein junger Autor auf sich aufmerksam: als sorgfältiger und subtiler Arbeiter an der Sprache. (…) So feine Analysen versteckter wie plumper Machtsignale und -rituale sind in der Literatur von Männern selten zu finden.« (Evelyne Polt-Heinzl, Die Furche)
»Wenn man so Einfamilienhäuser verloren in ihren Siedlungen liegend betrachtet, fragt man sich oft, wozu diese Dinger gut sein könnten. Bernhard Strobel lässt darin frech seine Sackgassen-Erzählungen spielen, und der Sound kaputter Wüstenrothäuschen entwickelt sich sofort zu einem beeindruckenden Ereignis.« (Lesen in Tirol)
»In jeder der Geschichten scheint die Anlage für einen ganzen Roman zu stecken.« (Barbara Wakolbinger, skug)
»Strobel verfügt über das Talent, den öden Alltag an und für sich durchschnittlicher Charaktere mit einem an und für sich nichtssagenden Leben in gar nicht viele und noch weniger hochtrabende, dafür umso treffendere Worte zu fassen. Und es gelingt ihm, womit wir endgültig das Land der großen Kunst betreten, die Tristesse seiner ›provinziellen‹ Existenzen zum Klingen zu bringen. Aus einem Lebensstoff, der nicht einmal zur Tragödie taugt, entwickeln die neun Erzählungen einen Sound, der den Leser erstaunt innehalten, weiterlesen – und begeistert in die nächste ›Sackgasse‹ einbiegen lässt.« (Ewald Schreiber, city-Magazin Wien)
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