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Antonio Fian
Bohrende Fragen
Dramolette IV
2007

ISBN: 9783854207160
19.- €
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gebunden, 21 x 13 cm
200 Seiten

»78 Meisterstücke.« (Wiener Zeitung)

Robert Menasse schaut sich die Millionenshow an, Jörg Haider erzählt seinen Enkeln Heldenmärchen, Rilke besucht den Bundeskanzler – das sind die Situationen, in denen Antonio Fian die Prominenz aus Kultur, Politik und Journalismus ertappt; aber auch das ›einfache Volk‹, zwischen Proletariat und Bourgeoisie, ist dramolettfähig: Passanten warten auf die richtige Straßenbahn, Herr Arbeiter erklärt Frau Arbeiter, warum der Gewerkschaftschef zurücktritt, Väter beteiligen sich an der Säuglingspflege, und wenn der Sommer vorbei ist, werden am Wörthersee allerhand traurige Dialoge geführt.

Bohrende Fragen ist Fians vierter Dramolette-Band, und auch er enthält, wie die vorigen, kurze, kürzeste und längere Stücke, teilweise bereits aufgeführt. Alle zeigen sie Fians Virtuosität in der Reduktion des allseits geäußerten erhabenen Unsinns auf die Lächerlichkeit, die ihm innewohnt und die mit unbarmherziger Genauigkeit bloßgestellt wird. Kein Schriftsteller seit Qualtinger hat die österreichische Befindlichkeit so umfassend abgebildet, seien es die Zirkel der Intellektuellen oder der gemeine Stammtisch, wie der in Wien lebende Kärntner Antonio Fian.

»Bohrende Fragen ist ein Anschlag auf alle, die sich mit bequemen Antworten zufriedengeben. Es ist Antonio Fians laufender Kommentar zu den Verhältnissen in Österreich und der Welt. (…) Die meisten von Fians Stücken haben Zitate als Ausgangspunkte. Aus dem angestrengten Ernst der anderen wächst Antonio Fians eigene Kunst. In den Witz rettet sich der österreichische Antipathetiker und mit diesem auch uns.« (Paul Jandl, NZZ)

»In Fians Dramoletten regiert der pure Sprachwitz.« (Wolfgang Kralicek, Falter)

»Miniaturskizzen von Karl-Kraus'scher Bösartigkeit.« (profil)

»Ob er Prominente aus der Kultur und Politik aufs Korn nimmt oder Herrn und Frau Nebenan: Seine Kritik mag spöttisch und scharf sein, verletzend ist sie nie: Dank seines feinen Humors, der einen meist nach innen lachen lässt. Antonio Fians neue Dramolette sind da. Hurra!« (Peter Pisa, Seite vier)

»Die spitze Feder von Antonio Fian macht vor Nichts und Niemandem halt – ein wahrer Leckerbissen.« (Conny Stachl, Megaphon)

»Antonio Fian montiert virtuos Worthülsen, die ihm aus Ministerien, Lifestyle-Magazinen und von Stammtischen entgegendröhnen, zu satirischen Texten.« (Falter, Best of Vienna)

»Selten so gelacht!« (Walter Fanta, Literaturhaus Wien)

Textauszug