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Klaus Hoffer
Bei den Bieresch
Roman
2007

ISBN: 9783854207184
21.- €
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gebunden, 21 x 13 cm
272 Seiten

Bei den Bieresch spielt »in einem rätselhaft-unheimlichen Niemandsland« (Wolfgang Hildesheimer), dem Seewinkel, also dem Ostufer des Neusiedler Sees; der Erzähler Hans gerät, einem Ethnologen gleich, in eine fremdartige und doch vertraute Volksgruppe, eben die Bieresch, wo er, einem archaischen Brauch zufolge, ein Jahr lang die Rolle seines soeben verstorbenen nächsten Verwandten zu spielen hat. Diese Welt, die er allmählich zu enträtseln versucht, ist ein labyrinthischer Alptraum aus wechselseitigen Deutungen und Interpretationen, aus Fremdbeobachtungen und Ritualen, aus Kafka und Kabbala, aus Erzählungen, Anekdoten und Mutmaßungen, der ihn immer fester und unausweichlicher umfängt.

Klaus Hoffer erhielt 1979 und 1980 sowohl den Rauriser Literaturpreis als auch den Alfred Döblin-Preis für diesen Roman – von dem gerade der erste Teil erschienen war –, und das Werk wurde von der Kritik und der Kollegenschaft als Ereignis gefeiert; drei Jahre später erschien der zweite Teil. »Ich glaube, es gehört zum Interessantesten überhaupt, was man heute so lesen kann«, schrieb Friederike Mayröcker. Bei den Bieresch blieb ein Geheimtipp – viel zu unvergleichlich war das, was dieser Autor fernab aller Erwartungen und Konventionen dem Leser vorlegte.

»Wir leben nicht, wir erklären das Leben«, sagt einer der Bieresch einmal, den Reichtum und den Fluch dieser Existenzweise benennend. Wie nur wenige große Bücher ist Bei den Bieresch nicht nur die Beschreibung einer bestimmten condition humaine, sondern ihre Verkörperung, gleichermaßen in seiner Struktur, in seinen Sätzen und Bildern – ein außergewöhnliches, fremdartiges Kunstwerk von Rang!

»Ein Literatur-Monument.« (Katrin Hillgruber, Frankfurter Rundschau)

»Bei den Bieresch ist eines der seltsamsten Bücher der österreichischen Literatur und zugleich eines der wichtigsten. Es lässt sich mit keinem anderen vergleichen, und kaum glaubt man sich im Recht, wenn man dieses intellektuelle Kunstwerk für postmodern halten will, da entzieht es sich wieder, weil all die Zitate und Anspielungen des Romans eben nichts mit einem Spiel zu tun haben. Darüber hinaus ist dieser Roman glänzend geschrieben. Satz für Satz wird bei Klaus Hoffer die elementare Finsternis deutlich, in der den Menschen nichts anderes übrig bleibt, als selbst für Erleuchtung zu sorgen. Das Groteske der Lage versteht sich da von selbst.« (Paul Jandl, NZZ)

»Ein literarisches, anspielungsreiches, suggestives Rätselwerk von ganz diesseitiger Sinnlichkeit, das herausragt aus der Masse brav an der Realität Maß nehmender Literatur.« (Alexander Kluy, Der Standard)

»Klaus Hoffers Opus magnum. Das nicht nur unter Germanisten sagenumwobene Buch liegt nun erstmals als Ganzes vor.« (Der kleine Bund)

»Wer Borges mag, wird auch Hoffers endlich wiederveröffentlichten Roman lieben. Es ist ungeachtet des klassisch schlichten Erzählstils ein hochkomplexes Sprachkunstwerk, das fest in die Tradition der literarischen Verfinsterung gehört, die in Österreich seit langem gepflegt wird.« (Wolfgang Schneider, Deutschlandradio)

»Hoffers Buch öffnet sich einer ganzen Reihe von Lesarten. Es ist unterhaltsam, witzig und aktuell. Und es enthält fürs Zeitalter der Globalisierung eine Privatethik in nuce.« (Jochen Schimmang, taz)

»Bei den Bieresch ist vieles: ein postmoderner Roman, ein ethnologischer Entwicklungsroman, eine moderne Variante der Mythopoesie und vielschichtige Zivilisationskritik, vor allem aber ein bestechendes Buch, das verdient, neu gelesen, neu entdeckt zu werden.« (Uwe Schütte, Volltext)

»Borges, Kafka, Hubert Fichte zählen zu den geistigen Weggefährten Hoffers bei dieser Exkursion durch eine fremde, vertraute Welt. Große Literatur.« (Werner Krause, Kleine Zeitung)

»Die Germanisten sind sich einig, dass beide Romanteile zu den wichtigsten Werken der österreichischen Nachkriegsliteratur gezählt werden müssen. (…) Es ist bemerkenswert, dass der Literaturverlag Droschl diese faszinierend-verwirrende, unheimlich anziehende Sinnsuche der Bieresch neu aufgelegt und den beiden Romanteilen ein lesenswertes Nachwort beigegeben hat. Es ist wirklich zu wünschen, dass Bei den Bieresch viele neue Leser findet.« (Peter Landerl, Literaturhaus Wien)

»Eine dunke Schönheit …« (Stadtblatt Osnabrück)

»Klaus Hoffer schreibt wie Buster Keaton. Ein äußerst großartiges Buch!« (Urs Widmer)

»Ich war absolut fasziniert ob der Ausgangssituation – ein sozialpsychologisches Experiment sozusagen.« (Corina Caduff)

»Es gibt wunderbare Passagen darin – wie in jedem intelligenten Buch.« (Gabriele von Arnim)

»Ein großes Lesevergnügen. Und ein großes Buch der österreichischen Literatur der letzten Jahrzehnte.« (Robert Leiner, Bücherschau)

»In diesem Text geht es ums Eingemachte: das Sein, die Welt, das Fremde, das Eigene, die Sprache, den Urtext. … unglaublich dicht erzählte Passagen und Landschaftsbeschreibungen von mythischer Qualität. Dennoch liegt alles andere als Bedeutungsschwere, denn vielmehr eine geheimnisvolle Leichtigkeit in der Lektüre.« (Madeleine Napetschnig, Die Presse)

»Ich möchte den Vorschlag machen, die in den letzten zweieinhalb Jahrzehnten erschienenen Romane von Peter Handke oder Christoph Ransmayr, von Elfriede Jelinek oder Urs Widmer einmal unter der Perspektive der Hoffer-Nachfolge zu betrachten.« (Hermann Wallmann, WDR)

»Alles dreht sich um die Lösung des Welträtsels oder die Suche nach dem erlösenden Text, dem göttlichen Urtext. Im verwirrenden, hochkomischen Krebsgang kreist alles um dieses Desiderat.« (Kathrin Hillgruber, Deutschlandradio)

»Kein Zweifel: Dies ist keine Durchschnittsware, sondern etwas sehr Eigenwilliges, Kunstvolles, Gekonntes.« (Wolfgang Schneider, FAZ)

»Unbedingte (Wieder-) Leseempfehlung!!« (Angelika Reitzer, Volltext)

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