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Eleonore Frey
Siebzehn Dinge
Biografie
2006

ISBN: 9783854207078
16.- €
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gebunden, 21 x 13 cm
120 Seiten

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Es gibt Situationen, da die Identität einer Person aus den Gegenständen ihres persönlichen Besitzes erschlossen werden muss, Gegenstände, die aber auch für sich eine Geschichte erzählen, eine Geschichte haben.

Mit diesem ironischen Kommentar zu den Grundlagen der Erzählliteratur setzt sich Eleonore Freys neues Buch auseinander. Seine Protagonistin Nina trägt einen Rucksack mit sich herum, in dem sich 17 Dinge befinden, von einer Mundharmonika über eine Wasserflasche bis zu Lippenstift, Sturzhelm und Walkman. Das ergibt mindestens 17 Geschichten, mindestens 17 Annäherungen an eine Person, mindestens 17 Entwürfe, diese Figur zu fassen, hinter ihre eigene Geschichte zu kommen.

In ihrer unnachahmlich geschmeidigen Prosa, die allen Festschreibungen verständnisvoll aus dem Weg geht, lässt Eleonore Frey mit ironischer Distanz und großer Einfühlungskraft die Welt einer 17jährigen entstehen – unausweichlich, und doch nur durch Hand und Blick der Autorin dirigiert. Wir folgen diesem Mädchen in die elterliche Wohnung, wir lernen die Nachbarn und den kleinen Bruder und schließlich auch den Freund mit dem Motorrad kennen – und in diesem kleinen Radius und mit so wenig Dingen erschafft Eleonore Frey mit ihrer Kunst eine ganze, unsichere, lebensgefährliche Welt.

»Eleonre Frey schreibt die feinste Prosa der Welt; noch nicht alle wissen das.« (Urs Widmer, Tages-Anzeiger)

»Kindliches Staunen und tiefgehende Reflexionen gehen in Eleonore Freys Prosa Hand in Hand. Diese ›Biografie‹ zeichnet sich durch eine seltene poetische Präzision aus. Die Autorin verfügt über eine intuitive Sicherheit, die diesen schmalen Band zu einem außerordentlichen Ereignis macht.« (Markus Bundi, Wiener Zeitung)

»Wie das unendliche Spiel eines Alphabets, einer Tonleiter, eines Farbkastens gruppieren und trennen sich die siebzehn Dinge in Gegensätzen, Assoziationen und Kombinationen. Insofern ist die von Nina eine unendliche Geschichte, ein Text, der sich Gewissheiten verweigert, indem er sich in der Lektüre auffaltet und verzweigt – wie die Zeichnung auf dem Kiesel, die Knicks im Brillenputztuch oder die Falten auf dem Foto der Sängerin Anna Fo, von der Nina lernt, dass man alle Leben lernen kann, auch wenn man sich als Einzelwesen erkennen muss.« (Dorothea Dieckmann, Neue Zürcher Zeitung)

»Nicht die Klischeefigur einer Jugendlichen, wie sie uns täglich aus illustrierten Blättern entgegenlacht, schwebt einem beim Lesen vor Augen, genauso wenig bekommt man die aus Büchern sattsam bekannte sozialpädagogisch ausgelotete Problemschablone vorgesetzt. Eleonore Frey will uns vielmehr aufmerksam machen auf das Naheliegende, auf die sinnlich erfahrbare Wirklichkeit, die immer mehr unter einer medial geprägten Wahrnehmung zu verschwinden droht.« (Helmut Dworschak, Der Landbote)

Eleonore Frey »setzt ihre luzide Sprache, die man in all ihren Büchern schätzt, erneut präzis ein, feinnervig und voller Fantasie. Erstaunlich bleibt dabei, wie sehr es ihr gelingt, sich in die Denk-, Bild- und Sprachwelten einer Siebzehnjährigen zu versetzen.« (Beatrice Eichmann-Leutenegger, Der kleine Bund)

»Eine Biografie des Schwebens, die allen, die sich abseits ausgetretener Literaturpfade bewegen möchten, nur empfohlen werden kann.« (Peter Zemla, Buchjournal)

»Frey schreibt eine sehr musikalische Prosa, fein gestimmt und rhythmisiert (…) zauberhafte Miniaturen.« (Eva Bachmann, Tagblatt)

»Das schmale Buch wird ein anspruchsvolles Publikum begeistern.« (Marianne Tschäppät, Schweizer Bibliotheksservice)

»Mit ironischer Distanz und großer Einfühlungskraft lässt Frey die Welt einer 17-jährigen entstehen. Man könnte locker mindestens 17 Gründe aufzählen, diese zauberhaften Miniaturen zu lesen.« (Musilhaus, Klagenfurt)

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