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Andrea Winkler
Arme Närrchen
Selbstgespräche
2006

ISBN: 9783854207061
16.- €
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Vorzugsausgabe erhältlich >

gebunden, 21 x 13 cm
128 Seiten

»Ich kenne wenige Texte aus der Gegenwart, in denen romantische Prinzipien so nachhaltig wirken, wie in diesen Selbstgesprächen; hier etabliert sich ein autonomes poetisches Subjekt, das die Eindrücke stets befragt und dann für sich neu organisiert.« (Wendelin Schmidt-Dengler, Bücher Pick)

Das Debüt der Hermann Lenz-Preis-Stipendiatin Andrea Winkler überrascht auf vielfältige Weise: in ihren Selbstgesprächen wünscht sich die Erzählerin, »alle Worte seien gleich wahr und vertraut«, und spricht damit eine Fremdheit aus, die zwischen ihr und der Welt herrscht, wie sie schon lange nicht mehr so heiter-melancholisch zu lesen war.

In einer Sprache, deren Poesie und Originalität man sehr schnell erliegt, werden wieder die zentralen Erfahrungen der Moderne formuliert – nur das Licht, der Blickwinkel haben sich geändert; das Vertrauen auf Unmissverständlichkeit und Tragfähigkeit des Erzählens ist ganz abhanden gekommen. »Wie viel Ich braucht die Sprache eines Menschen«, fragt der Text einmal, und »Ich komme in meinen eigenen Handlungen kaum vor.«

Kein Wunder, dass eine leichte Melancholie diese Seiten durchzieht, eine Nachdenklichkeit, die zielstrebiges Handeln fast unmöglich macht. Diese jungen Großstadtmänner und -frauen verstehen ihr »Hiersein als eine Übung des Abschieds«, und unter dieser Voraussetzung werden ihre Spiele und Unternehmungen sehr unsicher. Wie viel Erfahrung lässt sich in einem Leben, das sich so schwer in Worte fassen lässt, schon machen, wie können wir einander verstehen (die Bachmann’sche Sehnsucht nach den wahren Worten klingt hier an, auch der Rückzug Aichingers auf die »schlechten Wörter«), und außerdem: »Als ob es im Leben nichts anderes als Zukunft gäbe!«

»Die Reflektiertheit des Erzählens, die Fülle der Fragen und Themen, mit denen sich die Autorin auseinandersetzt, die poetische Sprache und der mitunter auch politische Gehalt ihres Schreibens machen für mich die Stärken dieses Buches aus, dessen Subtilität freilich von den Blockbustern männlicher Selbstgewissheitsliteratur hinweggefegt werden wird. Zumindest steht das zu befürchten.« (Nicole Streitler, Literaturhaus Wien)

»Die Welt in diesem schmalen Band ist aus den Fugen, und man könnte endlos daraus zitieren, denn Andrea Winkler findet unablässig neue poetische Wendungen dafür … eine hochtalentierte junge Autorin.« (Marion Löhndorf, Neue Zürcher Zeitung)

»So poetisch ist in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur schon lange nicht mehr dekonstruiert worden, so kompromisslos hat sich schon lange niemand mehr aufs Glatteis der Sprache gewagt. (…) In einem Ton, der sich nichts und niemandem anbiedert, der von einer Eigenständigkeit zeugt, die allemal als erstaunlich bezeichnet werden darf, verhandelt die Autorin das, was mit den Mitteln der Poesie verhandelt werden kann.« (Josef Bichler, Der Standard)

»Andrea Winkler hat ein eindrucksvolles Debüt vorgelegt. In kurzen, stilsicheren Erzählungen umkreist sie das Lebensgefühl der Thirtysomethings von heute; eine der zentralen Fragen: ›Wann haben Sie zuletzt etwas gemacht, was Sie eine Erfahrung nennen würden?‹« (aus der Begründung der Bestenlisten-Jury ORF)

»Sätze wie Schnitte sezieren scharf und präzise das eigene Ich.« (Doris Plöschberger, Tages-Anzeiger)

»Eine vielversprechende neue Stimme.« (Alexandra Millner, Die Presse)

»Von Winklers Sprache, ihrer Musikalität und Assoziationskraft, lässt man sich gerne an die Hand nehmen und in labyrinthische Spiegelkabinette entführen, bis sich einem der Boden unter den Füßen wellt.« (Sigrid Meßner, Rhein-Neckar-Zeitung)

»Gerade die Refelexion über das sich nahezu immer wiederholende Entgleiten der Welt und des Erzählbaren zeigt den stark philosophischen Duktus, der diese Prosa bestimmt.« (Maria Renhadt, Die Furche)

»Andrea Winkler hat ein feines Gespür für die Unebenheiten dieser Welt und findet dafür die richtigen Worte. Ein starkes Debüt.« (Zita Bereuter, FM4)

»Ein Buch, das still und leise, wunderschön und wütend vom Leben im Hier und Jetzt berichtet.« (Ewald Schreiber, City)

»Überraschend, überzeugend, grandios (…) Das Buch ist unglaublich genau gearbeitet, jeder Satz sitzt, jedes Wort hat seinen exakt vermessenen Raum, seine ureigene Berechtigung.« (Manfred Müller, Kolik)

Platz 5 der SWR-Bestenliste September
Platz 8 der ORF Bestenliste Oktober
Platz 7 der ORF Bestenliste November
Platz 8 der ORF Bestenliste Dezember

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