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Oksana Sabuschko
Feldstudien über ukrainischen Sex
Roman
2006

Aus dem Ukrainischen von DAJA.

ISBN: 9783854207016
19.- €
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gebunden, 21 x 13 cm
176 Seiten

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Zwischen Vulgarität und lyrischer Tonlage bewegt sich die Sprache des autobiografisch gefärbten Romans von Oksana Sabuschko, in dem sie die Geschichte einer Frau, einer Dichterin, erzählt, die aus »Fäulnis und Moder« der ukrainischen Geschichte weg will und jetzt an einer amerikanischen Universität unterrichtet. Was sie erfährt, sind jedoch nur die Schrecken des Exils, die sie mit all den anderen teilt, die ihre Heimat verlassen haben und denen es nicht gelungen ist, »sich zu verwirklichen«.

Ihre kleine amerikanische Küche wird für diese Frau zum vorläufigen Endpunkt ihres Daseins. Noch einmal aber verschiebt sie ihren endgültigen Abschied vom Leben und legt sich Rechenschaft über das Geschehene ab: die Schrecken ihrer Kindheit, das Aufwachsen unter Sowjet-Verhältnissen, vor allem aber die Liebesgeschichte mit ihrem ersten Mann, einem ukrainischen Maler und Bildhauer, zu dessen »Sexualopfer der nationalen Idee« sie wurde. Der innere Monolog, in dem die Geschichte erzählt wird, mutiert zu einem öffentlichen wissenschaftlichen Vortrag, in dem auf intelligente, witzige und offene Weise der ganze Frust und das Unglück mit den Männern und mit den ukrainischen Verhältnissen abgehandelt wird.

Keine Frau hatte sich bisher, formal wie inhaltlich, öffentlich so radikal zu Fragen der Sexualpolitik, zum slawischen Machotum, zur Sklavenmentalität ihrer Heimat geäußert, sodass die Feldstudien über ukrainischen Sex sehr schnell zur ›Bibel des Feminismus‹ avancierten.
»Ich habe die ukrainische Sprache in die Sprache des weiblichen Körpers zu übersetzen versucht.« (Oksana Sabuschko)

»Rotzfrech, selbstironisch, voller politischer Bezüge und voll Gefühl – das hat den Roman zum einflussreichsten Stück neuerer Literatur in ihrem Land und darüber hinaus gemacht.« (Bettina Musall, Der Spiegel)

»Eine bis in die Eingeweide herzzerreißende hochpoetische Suada.« (Gabriele Killert, Die Zeit)

»Weil dieser Roman aus der Ukraine kommt, haben wir zehn Jahre gebraucht, ihn zu entdecken, höchste Zeit also, ihn endlich zu lesen – um einzutauchen in die Weltwahrnehmung einer großen Prosa.« (Cornelius Hell, Die Furche)

»Sabuschko zeigt erstmals in der ukrainischen Literatur, wie die Dissidenten das Trauma, das sie durch Verfolgung und Gulag erlitten, an die nächste Generation weitergeben.« (Christine Daum, ZDF aspekte)

»Oksana Sabuschko, das muss gesagt werden, ist eine Autorin auf die zu hören wir dringend angehalten sind.« (Anton Thuswaldner, Salzburger Nachrichten)

»Hingebungsvolle Feldstudien … Sabuschko gelingen unvergessliche Bilder.« (Sonja Zekri, Süddeutsche Zeitung)

»Das ist ein Text, der nicht von prüden Eltern stammt, ein emminent politisches Buch.« (Heinrich Vogler, DRS 2)

»Das Aufbruchsdokument einer Ukraine, die dann in der orangen Revolution ihren Kopf erhoben hat. Es hat Oksana Sabuschko zu Recht berühmt gemacht.« (Jörg Plath, Deutschlandradio)

»Das Buch ist ungeheuer kraftvoll und sucht zwischen allen Fronten, die zwischen Ost und West und Mann und Frau liegen, einen eigenständigen Weg, der auch formal hoch spannend und interessant ist.« (Klaus Kastberger, ex libris)

»Eine brillant formulierte zornige Tirade gegen die ukrainischen Männer.« (Sonntagszeitung)

»Oksana Sabuschkos analytischer, ironischer Blick besticht.« (Christiane Bauermeister, Emma)

»Es ist eine eigenwillige Mischung aus Tradition und Postmoderne, Christentum und weiblicher Fleischeslust, die Oksana Sabuschko durch einen nervösen inneren Monolog glaubhaft macht.« (Neue Zürcher Zeitung)

»Ein ganz neuer, unerhört selbstbewusster, freizügiger Ton.« (Natascha Freundel, WDR)

»Brillante Seelenstudien einer vernachlässigten Nation … ein buntes und vielschichtiges Bild von einem Land im Übergang.« (Grit Weirauch, Financial Times Deutschland)

»Eine feministische, schmerzvolle und auch ironische Analyse einer unglücklichen Liebe, in der Form eines düsteren inneren Monologs, dessen Intensität mich gerührt hat.« (Françoise Cactus, Frankfurter Rundschau)