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Peter Handke
Über Musik
2003

Mit Illustrationen von Amina Handke.
Herausgegeben und mit einem Nachwort von Gerhard Melzer.

ISBN: 9783854206231
31.- €
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gebunden, 27 x 19 cm
104 Seiten
7 Abbildungen

Musik ist kein zentrales Thema im Werk Peter Handkes, aber sie durchzieht es, ist gegenwärtig wie ein auf- und abschwellender Unterton. Das Spektrum der Äußerungen reicht von Euphorie und Begeisterung bis zu Skep­sis und Ablehnung, und es bezieht sich – wenn auch mit deutlicher Präferenz für Rock und Blues – auf die verschiedensten Erscheinungsformen von Musik, in jüng­ster Zeit sogar auf das eine oder andere Beispiel aus der sonst wenig geliebten Klassik. Die Gesamtheit dieser Äußerungen ergibt kein »System«, begründet kein konsistentes Musikverständnis, sondern erweist sich als Bestandteil einer Poetik, die auch sonst jede Systembildung unterläuft. Wie Handke ein skrupulöser Sprachforscher geblieben ist, einer, dem Sprache nicht selbstverständlich zur »Verfügung« steht, so spürt er auch »Musik« dort auf, wo sie kaum zu vernehmen ist, am Rand des Hörbaren, jenseits verabredeter Hör­gewohnheiten. Bemüht, die »Erzählbarkeit« der Welt zu erhalten, geht es Handke letztlich um das »erzählerische« Potential der Musik, das sich etwa zeigt, wo Gesang in Sprechen, Sprechen in Gesang übergeht.
Der Band versammelt Texte und Stellen aus verschiedenen Schreibphasen und Genres (Erzählungen, Ro­mane, Essays, Drehbücher, Interviews), die Kontinui­täten, Zusammenhänge, Brüche und Widersprüche in Handkes Verhältnis zur Musik nachvollziehbar machen.

»Man gerät ins Staunen, zu welchen popkritischen Invektiven, aber auch sachkundigen Schwärmereinen über die Beatles und die Rolling Stones Handke seinerzeit fähig war. (…) So kann man Peter Handke wieder entdecken und mögen.« (taz)

»Die einschlägigen Textausschnitte ergeben ein hübschen Kompendium, in dem man gerne blättert, ein Nachtkästchen- und ›coffee table‹-Buch, man liest hier und da an und entdeckt oder findet sich bestätigt in der Erfahrung, dass Handke unvergleichlich schreiben kann, wenn es um die Stimmigkeit von Momenten geht …« (Martin Kubaczek, Online-Buchmagazin des Literaturhauses Wien)

»Als läge man beim alten Kumpel Peter auf dem Kelim vor dem Plattenspieler. Im Dachgeschoss des Elfenbeinturms. Peter siezte seinen Gast aus Übermut und parodierte nur die Marktschreier der Popmusik. Dann Peter legte Platten auf von früher, aus den sechziger Jahren, als der Rock'n'Roll, so sagte er, noch rein und unschuldig gewesen sei. Das gute, alte Zeug, das einen tröstet, wenn man wieder einmal überfordert und verwirrt durch die CD-Märkte geirrt, von Hip-Hop-Kindern angepöbelt und am Fernseher von Selektionsshows angeekelt worden war.« (Die Welt)

»Ein schönes Buch.« (Hans-Dieter Schütt, ND)

»Für alle, die sich von Peter Handke die Ohren öffnen lassen möchten, sehr zu empfehlen.« (Gregor Savel, Bibliotheksnachrichten)