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NEUERSCHEINUNGEN LITERATURVERLAG DROSCHL |


Schon für sein frühes Werk gilt, was Octavio Paz in einem großen Aufsatz über Michaux festhielt: »Die außerordentliche Spannung der Sprache Michaux' rührt daher, dass ihre ganze stählerne Kraft von einem Willen gelenkt ist, der auf die Begegnung mit etwas abzielt, das das Unwirksame par excellence ist: der Zustand des Nichtwissens, das das absolute Wissen ist, das Denken, das nicht mehr denkt, weil es mit sich selbst eins geworden ist, die unendliche Transparenz, der unbewegliche Strudel.« |

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Henri Michaux, geboren 1899 in Namur/Belgien, gestorben 1984 in Paris.
Bisher erschienen in der Werkausgabe bei Droschl: |

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Textausschnitt
Es ist möglich, aus sich herauszutreten.
Das Sterben ist tatsächlich sehr schwierig. Man muß nämlich seine ganze Seele über dem Körper formen, und zwar vollständig und vollkommen, die Armlosen mitsamt ihren Armen und die Herzkranken mitsamt ihren völlig dichten Mitralklappen. Ein unvorhergesehener Pulsschlag, und schon muß man noch einmal von vorn anfangen. Die meisten Menschen, die ich in ihren letzten Tagen erlebt habe, waren jedoch ratlos, wälzten sich von der rechten auf die linke Seite, strampelten ihre Decken ab und versuchten, die Seele entweder durch die Brust oder durch den Kopf austreten zu lassen. Ich habe einen ahnungslosen Sterbenden gekannt, der fünf Tage brauchte, um sich ein Bein zu formen. Er litt tatsächlich, er wollte so gern tot sein. Der arme Kerl! |
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208 Seiten
21 x 15 cm, französische Broschur
ISBN 3-85420-702-6
23.-
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A-8010 Graz Alberstraße 18 Tel: +43/(0)316/32-64-04 Fax: +43/(0)316/32-40-71 Stand vom 11. 7. 2006 |