NEUERSCHEINUNGEN
LITERATURVERLAG DROSCHL



                          


   

Alfred Kolleritsch

75. Geburtstag
16. Februar 2006

»Alfred Kolleritsch ist ein freundlicher Mensch mit einem ziemlich bösen Blick.« (Peter Handke)

»Im Werk Alfred Kolleritschs ist auch die Dichotomie von Denken und Sinnlichkeit aufgehoben,
man weiß bald nicht mehr, ob man denkt oder ißt. Oder ob man denkt, weil man ißt, oder ißt,
weil man denkt.« (Elfriede Jelinek)




Auszeichnungen:

Buchpreis des Bundesministeriums für Unterricht und Kunst, 1974; Förderungspreis der Stadt Graz, 1974 Literaturpreis des Landes Steiermark, 1976; Petrarca-Preis, 1978; ›manuskripte‹-Preis des Landes Steiermark, 1981; Förderungspreis des Bundesministeriums für Unterricht und Kunst, 1983; Georg-Trakl-Preis, 1987; Österreichischer Staatspreis für Kulturpublizistik, 1994; Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst 1. Klasse, 1997; Prix France Culture, 1997; Peter Rosegger-Preis, 1998; Horst Bienek Preis, 2005.

Biographie:

Alfred Kolleritsch, Dr.phil., Prof., geboren am 16. Februar 1931 in Brunnsee, Steiermark. Studium der Germanistik, Philosophie und Geschichte an der Universität Graz. Dissertation über Martin Heidegger. Gymnasiallehrer in Graz und Lehraufträge an der Universität Graz.
Mitbegründer und später Vorsitzender (bis 1995) der Künstlervereinigung Forum Stadtpark.
Herausgeber der Literaturzeitschrift manuskripte (seit 1960).
Seit 1997 Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste.

Zu den Büchern.




       


   

zum Geburtstag erschienen:

Tröstliche Parallelen
Gedichte

Etwa 80 neue Gedichte sind in Tröstliche Parallelen gesammelt; sie befreien, wie es ein früherer Kolleritsch-Titel sagte, unsere Anschauung und unser Empfinden und – bei allem zunehmend Fragmentarischen und allem Wissen um das Disparate – sie erweitern unsere Wahrnehmung für das Schöne. Und das ist doch das eigentliche Reich der Dichtung.
Alfred Kolleritschs Gedichte galten immer als schwierig; ihre philosophische Grundierung, ihre vielfachen Heidegger-Bezüge, die unverwechselbaren Eigenheiten in Syntax und Wortschatz machen sie zu erratischen Blöcken in der Literatur der letzten 40 Jahre. Dabei wurde es immer deutlicher: In diesen Gedichten ist jeder Gegensatz zwischen Gedanken-, Natur- und Liebeslyrik aufgehoben; wenn es Naturgedichte sind, dann sprechen sie unter dem vordergründigen Bild der Natur von den Bedingungen des Lebens (und der Kunst): Das andere Ufer, / die schönste Nähe, / das Schilf schreibt sie. // Wind und Wellen / schleppen die Wörter / vom Tag in die Nacht. Kolleritschs Gedichte wenden sich gegen die Bilder (Leg du deine Hand auf die Dinge, / decke ihre Haut zu, / daß sie bei sich bleiben.) und werden so selbst zu sinnlichen Ereignissen.

»Der Band versammelt 80 meisterhafte Poeme, die poetische Raffinesse mit Heideggerscher Rätselhaftigkeit verbinden.« (ORF-Bestenliste)

»In der Lyrik ist Kolleritsch ein Meister der Hermetik, der seinen Lesern die trügerische Welt der Wahrnehmung begreifbar macht. Seine Texte haben trotz ihres hohen Reflexionsgrades wunderbare Sinnlichkeit.« (Norbert Mayer, Die Presse)

»Das Vokabular eines Naturgedichts ist bei Kolleritsch dazu da, ins Innenleben der Menschen vorzustoßen. Denn für den Aufruhr unserer Gefühle hat noch keiner eine verbindliche Sprache gefunden. Deshalb müssen die bekannten Begriffe herhalten, sie schütteln ihre herkömmliche Bedeutung ab und führen den Leser in die Dunkelkammer des Herzens.« (Anton Thuswaldner, Salzburger Nachrichten)

»In rund 80 Gedichten, die wie Momentaufnahmen erscheinen, zeigt Kolleritsch seine Fähigkeit, daraus Wort-Bilder über das Vergehen, die Wiederkehr, das Hoffen und Sehnen zu schaffen, in einer rundum zerklüfteten Welt. Ein Buch der Stille, erfüllt mit großem dichterischen Klang.« (Werner Krause, Kleine Zeitung)


Tröstliche Parallelen
Gedichte

80 Seiten, 21 x 13 cm, gebunden
ISBN 3-85420-705-0
€ 16.-

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Stand vom 1. 3. 2006