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NEUERSCHEINUNGEN LITERATURVERLAG DROSCHL |


Diese Erkenntnis ist die Grundlage einer Untersuchung, in der Sebastian Kiefer vorführt, wie Literatur zu betrachten und zu bewerten wäre, würde ihr dieselbe methodische Aufmerksamkeit zuteil werden wie den anderen Künsten, etwa der Musik und der Malerei. Anders als die Bildende Kunst hat die Literatur nie eine systematische und vor allem: bleibende Modernisierung erlebt; die Grundlagen für poetisches Sprechen sind seit Klopstock und Hölderlin kaum ernsthaft untersucht und noch viel weniger ernst genommen worden. |

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Sebastian Kiefer, geboren 1961, lebt als Musikwissen-schaftler, Dozent, literarischer Essayist in Berlin. |

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Textausschnitt
Im musikalischen »Ton-Satz«-Unterricht heißt, eine Sprache sprechen lernen: Satz-Modelle im historischen Bedingungsfeld erlernen und selbstständig anwenden zu können. Diese Form der Kunstlehre zu übernehmen, dürfte zu den sichersten Mitteln gehören, um das Absinken der Literatur ins intuitive Imitationslernen rückgängig zu machen. Dem literarischen Darstellungssystem entsprechend, in dem die satzartigen Grundstrukturen stets (versuchte) Bezugnahmen auf Anderes sind, aber die Erscheinungsweise des Satzes zentral ist, muss der literarische »Ton-Satz« zweisträngig aufgebaut sein: einerseits die morphologische, körperliche, energetische, musikalische, performative und visuelle Erforschung des Satzes und seiner Bauelemente; andererseits die Theorie und Praxis des Bezugnehmens. In der Interferenzzone beider Sphären entstehen die literarischen Modelle des satzartigen Bezugnehmens »Texte«. |
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184 Seiten
18 x 11,5 cm, Broschur
ISBN 3-85420-698-4
15,50
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A-8010 Graz Alberstraße 18 Tel: +43/(0)316/32-64-04 Fax: +43/(0)316/32-40-71 Stand vom 20. 6. 2006 |