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NEUERSCHEINUNGEN LITERATURVERLAG DROSCHL |


| Ein schmerzhafter, furchtbar komischer Roman über Verwundungen und Narben, Welthaltungen und Schuld und Sühne, und gleichzeitig ein großes literarisches Vergnügen. |

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Thomas Jonigk, 1966 in Eckernförde geboren, studierte Mediävistik, Neuere deutsche Literaturwissenschaft und Theaterwissenschaft. Gemeinsam mit dem Regisseur Stefan Bachmann gründete er die freie Berliner Theatergruppe Theater Affekt, war als Dramaturg in Theatern und Opernhäusern u.a. in Berlin, Bonn, Zürich, Wien und Lyon tätig und arbeitete als Regisseur an der Volksbühne Berlin und am Schauspielhaus Wien. Seit 1994 werden seine Theaterstücke mit Erfolg aufgeführt (u.a. Du sollst mir Enkel schenken, 1994, Rottweiler, 1994, Täter, 1999, Triumph der Schauspielkunst, Dramolett zu Cechovs Kirschgarten, 2000, Die Elixiere des Teufels, nach Motiven von E.T.A. Hoffmann, 2003, Heliogabal, Libretto zu Peter Vermeersch, 2003, Ach!, Monolog, 2004. Sein erster Roman Jupiter erschien 1999. 1995 von Theater heute zum Nachwuchsdramatiker des Jahres gewählt, 1997 Drama Logue Critics Award for Outstanding Achievement in Theatre in den USA, 2001 Stipendiat der Villa Aurora in Los Angeles. Im März 2006 ist er mit dem Godard-Projekt am Theater Luzern; im September 2006 wird sein neues Stück Hörst du mein heimliches Rufen am Schauspiel Frankfurt uraufgeführt. |

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Textausschnitt
Es ist zwölf Uhr fünfundfünfzig, das macht zwei achtzig, sagt Irene, stimmt so, vielen Dank, am anderen Tisch sind es sechzehn vierzig, darf ich bei Ihnen schon abkassieren, danach übernimmt dann meine Kollegin, natürlich, selbstverständlich, einen Augenblick, sagt die junge Frau, die immer nach Räucherlachs riecht, Fischverkäuferin vermutlich, denkt sich Irene, plötzlich sonderbar zufrieden mit sich und ihrem Dienstverhältnis, ich fühle mich irgendwie komisch, sagt die junge Frau und reicht Irene einen Zwanzig-Euro-Schein, auf dem Weg hierher habe ich beobachtet, wie eine Gruppe von Männern eine Frau ausgeraubt und vergewaltigt hat. Möglicherweise Feministin, denkt Irene missmutig, was waren das für Männer, fragt sie freundlich in Aussicht auf steigendes Trinkgeld, ich glaube, sagt die Frau, es waren eher Jugendliche, das Ganze hat circa zehn Minuten gedauert, die Frau tat mir unheimlich leid. Sie haben sich doch nicht etwa eingemischt, empört Irene sich, so was geht leicht nach hinten los. Nein, sagt die Frau, natürlich nicht, aber trotzdem, ich weiß nicht, der Rest ist für sie, sagt sie und schiebt Irene einen Euro herüber, sie nimmt ihn und lächelt, im Umwenden verdreht sie die Augen, Frauen, denkt sie und geht. |
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168 Seiten
21 x 13 cm, gebunden
ISBN 3-85420-700-X
16.-
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A-8010 Graz Alberstraße 18 Tel: +43/(0)316/32-64-04 Fax: +43/(0)316/32-40-71 Stand vom 8. 5. 2006 |