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AUTORENPORTRAIT
LITERATURVERLAG DROSCHL |
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Gedichte
2006, 80 Seiten, geb., ISBN 3-85420-705-0 16.-
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Etwa 80 neue Gedichte sind in Tröstliche Parallelen gesammelt; sie befreien, wie es ein früherer Kolleritsch-Titel sagte, unsere Anschauung und unser Empfinden und bei allem zunehmend Fragmentarischen und allem Wissen um das Disparate sie erweitern unsere Wahrnehmung für das Schöne. Und das ist doch das eigentliche Reich der Dichtung. Alfred Kolleritschs Gedichte galten immer als schwierig; ihre philosophische Grundierung, ihre vielfachen Heidegger-Bezüge, die unverwechselbaren Eigenheiten in Syntax und Wortschatz machen sie zu erratischen Blöcken in der Literatur der letzten 40 Jahre. Dabei wurde es immer deutlicher: In diesen Gedichten ist jeder Gegensatz zwischen Gedanken-, Natur- und Liebeslyrik aufgehoben; wenn es Naturgedichte sind, dann sprechen sie unter dem vordergründigen Bild der Natur von den Bedingungen des Lebens (und der Kunst): Das andere Ufer, / die schönste Nähe, / das Schilf schreibt sie. // Wind und Wellen / schleppen die Wörter / vom Tag in die Nacht. Kolleritschs Gedichte wenden sich gegen die Bilder (Leg du deine Hand auf die Dinge, / decke ihre Haut zu, / daß sie bei sich bleiben.) und werden so selbst zu sinnlichen Ereignissen. »Der Band versammelt 80 meisterhafte Poeme, die poetische Raffinesse mit Heideggerscher Rätselhaftigkeit verbinden.« (ORF-Bestenliste) »Ein Meister höchstmöglicher lyrischer Verdichtung von Sinnlichem und Abstraktem ist er. Für den Grandseigneur der Literatur und promovierten Philosophen ist Wittgensteins Diktum »Die Grenzen meiner Sprache sind die Grenzen meiner Welt.« Bedingung jeglichen, auch poetischen Sprechens. Er bedient sich einer traumhaft-magischen Bilderwelt und eines suggestiven poetischen Zeichensystems.« (Michaela Schmitz) »In der Lyrik ist Kolleritsch ein Meister der Hermetik, der seinen Lesern die trügerische Welt der Wahrnehmung begreifbar macht. Seine Texte haben trotz ihres hohen Reflexionsgrades wunderbare Sinnlichkeit.« (Norbert Mayer, Die Presse) »Das Vokabular eines Naturgedichts ist bei Kolleritsch dazu da, ins Innenleben der Menschen vorzustoßen. Denn für den Aufruhr unserer Gefühle hat noch keiner eine verbindliche Sprache gefunden. Deshalb müssen die bekannten Begriffe herhalten, sie schütteln ihre herkömmliche Bedeutung ab und führen den Leser in die Dunkelkammer des Herzens.« (Anton Thuswaldner, Salzburger Nachrichten) |
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Gedichte
2004, 104 Seiten, geb., ISBN 3-85420-644-5 16.-
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Das Gedicht: die Vermählung von Sprachlust und Liebeslust.
Kürbisse, abgeerntete Felder, Herbststimmung, Todesnähe und die Sehnsucht nach Gegenwärtigem, nach Bleibendem, nach einem Wiederfinden im Augenblick das ist dieser Gedichtband von Alfred Kolleritsch. In flüchtigen Begegnungen, vergänglichen Beziehungen, Abschiedsmomenten, kurzem Begehren und der Traurigkeit der Liebenden treten Sinnlichkeit und Leidenschaft zu Tage, wie sie in der österreichischen Poesie der letzten Jahre nicht zu finden sind. »In der vielfach geprüften Sprache sucht Kolleritsch Spuren, für sich, für uns, die Funde könnten reichhaltiger nicht sein.« (Werner Krause, Kleine Zeitung) »Kolleritschs Gedichte haben eine unglaubliche Authentizität und eine objektive Gültigkeit. Der da schreibt, der sich und die Dinge betrachtet, hat sich von allem befreit, was sein Urteil verzerren und den poetischen Standort verwässern könnte. Das Schöne an diesen Gedichten ist ihre ungefilterte Perspektive, die klare, natürlich abgeklärte Sicht auf einen umso deutlicher umrissenen Gegenstand. ( ) Von Auflösung künden nicht wenige Gedichte in dieser Sammlung und lösen am Ende nichts auf, sondern das ist ihre enorme Leistung sie verdichten die Sprache, das Leben, die ganze Welt.« (Gerhard Zeillinger, Literatur und Kritik) |
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Roman
2001, 216 Seiten, geb., ISBN 3-85420-566-X, 19.-
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Die grüne Seite ist eine drei Generationen umspannenden Geschichte der Erziehung der Söhne durch die Väter, ein Entwicklungsroman, der die Sicherheiten und Eindeutigkeiten des Genres ad absurdum führt, ein Vaterroman, lange bevor die Abrechnung mit den Vätern in der Literatur Mode wurde, und eine Liebeserklärung an die südsteirische Landschaft. Vor allem aber ist Die grüne Seite ein in der deutschsprachigen Literatur einzigartiger philosophischer Dialogroman, der in wunderbaren Details und Episoden die Verfestigung unserer Wahrnehmung und unseres Wissens zu Bildern und Ideologien beklagt.
Mit der Grünen Seite (1974 zum ersten Mal veröffentlicht) schrieb Kolleritsch eine gleichermaßen sinnlich-detailreiche wie abstrahierende Zusammenfassung österreichischen Provinzlebens im 20. Jahrhundert. Im Großvater, dem anarchischen Außenseiter des Dorfes, und in seinem Sohn Gottfried, der, um nicht wie sein Vater zu scheitern, ein Leben der erzwungenen Anpassung führt, schuf er eindrückliche Figuren im Kampf um »die grüne Seite« des Lebens. »Die grüne Seite ist ein großer Roman, einer der identitätsstiftenden Vaterromane« (Ludwig Harig in der Süddeutschen Zeitung) »Der Roman eines Philosophen, der dringend der Literatur bedarf, um mit deren Hilfe den großen Weltentwürfen zu Leibe zu rücken. Mit diesem Buch hat sich Kolleritsch als hartnäckiger Gegner aller Ideologien ins Gedächtnis der Literatur geschrieben.« (FAZ) »Der Roman entfaltet eine verzweifelte und zugleich radikale Gesellschaftskritik. Wir begegnen einer entschiedenen Abrechnung mit dem kleinbürgerlich-faschistoiden Milieu auf dem Lande, das messerscharf seziert wird.« (Listen) |
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Texte zu Literatur, Kultur und Politik
DROSCHL LIBELL 2
2001, 144 Seiten, geb., ISBN 3-85420-569-4, 31.-
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Alfred Kolleritsch, seit 1960 Herausgeber der Zeitschrift manuskripte, richtet seit vier Jahrzehnten seinen »bösen Blick« (Peter Handke) auf »die Ideologen des feinen Schrifttums« und jene »Traditionswüstlinge«, die Nation und Heimat »als unverrückbaren Besitz einpfählten und das Lokale als völkische Eigenart zum unveränderlichen Wert stilisierten«. Kolleritsch erhebt mit großer Konsequenz Widerspruch gegen die provinzielle Engstirnigkeit, die sich im Besitz der Wahrheit wähnt und die Moderne unversöhnlich bekämpft, dadurch, daß er den Blick für das Andere, Neue, Ungesicherte, Offene, für die Vielfalt und die Widersprüche einer international vernetzten Moderne, der Avantgarde und der jungen Literatur öffnet.
»Was hier vorliegt, ist ein unübersehbares geistiges Mahnmal, dazu da, immer wieder daran zu erinnern, dass das uns sonst so häufig vorgegaukelte Bildnis der Wahrheit ein doch so leicht durchschaubares Abziehbild der Mächtigen im Wechselrahmen ist. ... Unentbehrlich.« (Werner Krause, Kleine Zeitung) |
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Seismographischer Roman
1991, 202 Seiten, frz. Broschur, ISBN 3-85420-202-4, 14.-
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1972 erschien der erste, noch in den 60er Jahren geschriebene Roman von Alfred Kolleritsch, Die Pfirsichtöter, der damals auf nur geringe Resonanz stieß; allzu sehr verstieß diese Prosa gegen die Lesegewohnheiten. Denn obwohl Die Pfirsichtöter eine politische Geschichte erzählen, von den Herrschaftsformen der Herrschenden und ihrem Sturz, stellt dieser Roman etwas in der deutschsprachigen Literatur sehr Seltenes dar: eine Geschichte der Zeichen und die Geschichte des unmerklichen Bedeutungswandels dieser Zeichen. Kolleritsch notiert die Ordnung eines Schlosses, eine Ordnung, die die Außenstehenden außen und die Bewohner gefangen hält, eine Ordnung aus Sprache, die den Zutritt zur Welt verstellt.
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Ein Kinderbuch
Mit Zeichnungen von Hartmut Urban
1992, 64 Seiten, geb., ISBN 3-85420-305-5, 19.-
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Hemler der Vogel ist der früheste Prosatext von Alfred Kolleritsch und bisher der einzige, den er für Kinder geschrieben hat; er entstand etwa 1960 und wurde erst 1992 von Kolleritschs Freund, dem Maler Hartmut Urban, illustriert. Hemler, der einem Vogel ähnlich sieht, verfällt an manchen Tagen der Leidenschaft zu singen wie ein Vogel. Und das gefällt den Kindern, die sich auf dem Platz vor seinem Haus versammeln, um ihrem »lieben Vogel« zu lauschen. Nur: viele Erwachsene verbittert er mit seinem Gesang. Eines Tages kommt es Hemler in den Sinn, für die Kinder ein Fest zu geben ... |
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manuskripte für Alfred Kolleritsch
Herausgegeben von Helmut Eisendle und Klaus Hoffer
1981, 120 Seiten, br. mit Audiokassette, ISBN 3-85420-500-7, 23.-
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Eine Sondernummer der Zeitschrift manuskripte anläßlich des 50. Geburtstags von Alfred Kolleritsch, mit Texten von Ilse Aichinger, Peter Handke, Wolfgang Bauer, H. C. Artmann, Barbara Frischmuth, Urs Widmer, Ernst Jandl, Elfriede Jelinek, Friederike Mayröcker, Gerhard Roth und vielen anderen.
»Als wir überlegten, welche manuskripte-Autoren wir zur Mitarbeit einladen sollten, entschieden wir uns für jene, von denen wir entweder lyrische oder theoretische Beiträge erwarten konnten. Darüber hinaus luden wir die engsten Freunde von A. K. ein, ein Gedicht zu verfassen, auch wenn sie sonst nur Prosa schreiben.« (Klaus Hoffer)
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Herausgegeben von Kurt Bartsch und Gerhard Melzer
1991, 200 Seiten, frz. Broschur, ISBN 3-85420-204-0, 15,50
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Dieser Dossier-Band über Alfred Kolleritsch enthält Beiträge zu Leben, Werk und Rezeption. Dazu kommen aktuelle Analysen und Essays zu zentralen Aspekten des Werkes sowie eine vollständige Bibliographie.
Beiträge von:
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Ebenfalls bei Droschl erhältlich sind die ursprünglich im Residenz Verlag erschienenen Bände:
Die geretteten Köche. Theaterstück, 1997, 18.-
Gegenwege. Gedichte, 1991, 18.-
In den Tälern der Welt. Gedichte, 1999, 18.-
Zwei Wege, mehr nicht. Gedichte, 1993, 23.-
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A-8010 Graz Alberstraße 18 Tel: +43/(0)316/32-64-04 Fax: +43/(0)316/32-40-71 Stand vom 27. 6. 2006 |