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AUTORENPORTRAIT
LITERATURVERLAG DROSCHL |
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Witterungen II
Aus dem Französischen von Dieter Hornig
Meisterwerke der reflektierenden Literatur des 20. Jahrhunderts, geschrieben von einem Einzelgänger und Außenseiter, der schon zu Lebzeiten mit der Aufnahme seines relativ schmalen Werks in die Bibliothèque de la Pléiade zum unumstrittenen Klassiker geworden ist.
»Subtile Landschafts- und Literaturbetrachtungen, einzelne Kindheitserinnerungen, Anmerkungen zur Epoche ( ) Gracqs immense Größe hat damit zu tun, daß sein Weltblick stets den Pappelgeruch von den herbstlichen Loire-Wiesen bei Saint-Florent in sich trug. ( ) Er steht im Jahrhundert wie ein durchreisender Moralist aus dem Grand Siècle.« (Joseph Hanimann, FAZ) »Stilistische Meisterschaft ( ) ein lebender Klassiker« (Mirko Bonné, WDR) »Bruchstücke einer großen Konfession von den solitären Erfahrungen des Einzelgängers Julien Gracq mit und in der Welt« (Wolfram Schütte, titel.de) »Nach dem Muster der Reisenotizen Goethes oder Standhals schlägt das Buch eine Frankreichkarte à la Gracq auf. Unter der Feder nehmen die schattingen Gänge des Jeu de Paume Gestalt an, die kaum geteerten Wege in den Bergen des Cantal oder auch der steile Weg bei Caen, der unter der deutschen Besatzung Sperrgebiet war große Literatur« (Christine Lecerf, arte) |
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Witterungen
Aus dem Französischen von Dieter Hornig Seit den 50er Jahren arbeitete Julien Gracq an Aufzeichnungen, kurzen unverbundenen Prosastücken, die er 1967 und 1974 in zwei Bänden veröffentlichte und denen er den Titel Lettrines gab, womit die ornamentalen Schmuckinitialen mittelalterlicher Handschriften bezeichnet werden. Waren die Prosastücke in dem vor 4 Jahren deutsch erschienenen Band Lesend schreiben thematisch eingeengt und um die Fragen von Lektüre und Schreiben gebündelt, so sind die Texte der Witterungen in ihrer Thematik wie auch in ihrer Form höchst unterschiedlich: erzählende und beschreibende Stücke wechseln ab mit ironischen, kritischen und solchen von aphoristischer Knappheit: Marginalien zu Politik und Zeitgeschehen, Landschaftsbilder, Erinnerungen, Leseeindrücke, Urteile wechseln sich ab in bunter Mannigfaltigkeit. Wahrnehmung, Gedächtnis, Erinnerung, das sind die Kräfte, aus denen sich Gracqs Dichtung speist: »ein glücklicher Materialist, der sich mit dieser Erde begnügt. Hier seine Nahrung findet für Geist und Traum.« (Claude Dourguin) »Die Witterungen tragen die an radikaler Einzelgängerschaft geschärften Züge einer Ernsthaftigkeit, die weder auf Provokation noch auf diplomatische Mäßigung aus ist.« (FAZ) »Tatsächlich besitzt der französische Romancier eine Spürnase für die kleinen Verwerfungen des alltäglichen Lebens, für die winzigen Differenzen und Aufsplitterungen, denen er mit hermeneutischem Eigensinn nachgeht.« (Neue Zürcher Zeitung) |
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Lesend schreiben
Aus dem Französischen von Dieter Hornig Julien Gracq, der große Einzelgänger der französischen Literatur, ist ein unbestechlicher Beobachter literarischer Trends und ein Leser, der es wie kein zweiter vermag, die Wunder der Lektüre sich und seinen eigenen Lesern zu vermitteln. Was Gracq zu den großen Romanen des 19. Jahrhunderts zu sagen hat, zu Stendhal, Balzac, Flaubert, seine Gedanken zur deutschen Romantik, zu Breton, zu Geschichte, zu Film etc., das sind die Ergebnisse eines lebenslangen Engagements als Lesender, als Schreibender und eines brillanten Stils. |
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Die Halbinsel
aus dem Französischen von Dieter Hornig
Die Halbinsel dieses 1970 erschienene Buch enthält drei Erzähltexte, darunter den titelgebenden »Roman«, Gracqs letzten fiktionalen Text, vielleicht den für sein Werk repräsentativsten überhaupt. Wo in den beiden kürzeren Texten noch Töne der Romantik, der Phantastik, Anklänge an E.A.Poe zu lesen sind, da befreit sich Gracq in der Halbinsel gänzlich von den Konventionen der Erzählprosa (Figuren, Handlung, Peripetien) und geht von der Imagination zu einer präzisen Anschauung über. Raum und Zeit werden gleichermaßen ausgeleuchtet und erzeugen gerade durch die extreme Genauigkeit der poetischen Wahrnehmung eine ganz selten zu findende Intensität und Spannung. |
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Die Form einer Stadt
aus dem Französischen von Dieter Hornig
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A-8010 Graz Alberstraße 18 Tel: +43/(0)316/32-64-04 Fax: +43/(0)316/32-40-71 Stand vom 29. 7. 2005 |