AUTORENPORTRAIT
LITERATURVERLAG DROSCHL



Helga Glantschnig

Helga Glantschnig, geboren 1958 in Klagenfurt, aufgewachsen in Radenthein, studierte in Graz und Wien Germanistik und Pädagogik, unterrichtete nach ihrem Studium Deutsch für fremdsprachige Kinder in Wien.

Veröffentlichungen: Liebe als Dressur (1987), Lektion der Dinge (hrsg. mit Gerda Ambros, 1991), Blume ist Kind von Wiese (1993); bei Droschl erschienen der Roman Wider Willen (1992), der Anagramm-Band Rose, die wütet (1994), der Essay Entrée: die Frau (1995), der Roman Mirnock (1997), das Schlittschuhbuch Meine Dreier (1998) und zuletzt der Gedichtband Kamel und Dame (2000).




Kamel und Dame Tierlieben. Gedichte

2000, 72 Seiten, ISBN 3-85420-546-5, € 15,50-

Zweierlei, dem sich die meisten Menschen gerne hingeben: den Tieren und der Liebe. Mit großem Sprachwitz, souverän und sehr vergnüglich erheben sich diese Gedichte über unsere elementaren Leidenschaften.

Kamel und Dame, Störchin und Storch, Papagei und Mama, Herr und Häsin, Flamingo und Flamingo, Eidechse und Echse – solcherart sind die tierischen Paarungen, die Helga Glantschnig in ihrem neuen Gedichtband nach Art von Versuchsanordnungen vornimmt. Worum es bei diesen Experimenten geht? Um unsere Bilder von den Tieren und von der Liebe und vor allem: um die Sprache, mit der aus Tieren und Liebe Erkenntnis zu gewinnen sei.

»Helga Glantschnig zimmert aus Klang und Anklang eine Arche zwischen die holzfarbenen Buchdeckel und nimmt die geladenen Tierpaare auf eine Reise ins Menschliche mit. … Die geneigte Leserin, der geneigte Leser lacht, während das Kamel über seine Herkunft plaudert. Mit Spielwut, Ernst und aller Weisheit der banalen Dinge kommt die Arche ins Ziel. Was nun von Deck geht, sind wir wohl selbst.« (Kathrin Schmidt, Die Welt)

»Dass Gedichte auch hintersinnig und spielerisch, leichtfüssig und in hohem Masse vergnüglich sein können, beweist Helga Glantschnig mit ihren Tierlieben.« (Der kleine Bund)

»Ein animalerotisches Brevier … an diesen Heiraten gibt's nichts zu mäkeln und zu deuteln, und wer von Verstehen reden möchte, hat sich bereits um den Genuss gebracht. So beschränken wir uns einfach auf die Freude, die die Gedichte bereiten, so wie sie sind und bleiben sollen.« (Bruno Steiger in der NZZ)

»Die Tierlieben der Helga Glantschnig zählen zu den unauffällig prachtvollsten Exemplaren ihrer Gattung.« (Petra Nachbaur)

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Meine Dreier. Schlittschuhbuch

1998, 224 Seiten mit zahlreichen Abbildungen, ISBN 3-85420-505-8, € 31,00-

In einer Mischung aus Hand- und Bilderbuch, aus Almanach und Bericht, historischen Vignetten und Anekdoten ist Helga Glantschnigs Schlittschuhtagebuch ein umfassendes Kompendium der Poesie des Eislaufs, seiner Kulturgeschichte und seiner Ästhetik.

»ein reichbebildertes Nebeneinander von Tagebuch und Essay, historischen Vignetten und überraschenden Fakten aus der Welt der Eislaufhallen und zugefrorenen Seen« (SÜDDEUTSCHE ZEITUNG)

»ein kluges Buch« (NEUE ZÜRCHER ZEITUNG)

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Mirnock. Roman

1997, 198 Seiten, ISBN 3-85420-458-2, 19,00-

»Martin Walser schrieb einmal, es sei die ›schönste und wichtigste Wirkung eines Buches, daß wir beim Lesen empfinden, wir läsen gar nicht mehr in einem anderen Leben, sondern im eigenen.‹ Nicht wenigen Lesern dürfte es wohl so bei der Lektüre von Helga Glantschnigs neuem Roman Mirnock ergehen. [Es] ist ein wunderbar leichtes und doch zugleich schweres Buch. Denn es enthält die ganze Erinnerungslast – an das Schöne, aber auch das Schreckliche –, die wir alle aus der Kindheit mittragen.« (Uwe Schütte im STANDARD)

Der Roman als Fotoalbum: Helga Glantschnig erzählt Kindheit und Jugend eines Mädchens in einer präzisen Abfolge von Bildern und Szenen, die hell beleuchtet aus dem Dunkel vergangenen Lebens hervorgeholt werden. Was hier in einem Kärntner Industrieort angesiedelt ist, ist gleichzeitig eine Bestandsaufnahme des Heranwachsens in den 60er und 70er Jahren. Mit offenem Blick für die zwischenmenschlichen Verhältnisse berichtet die Autorin von der Familien-, Landes- und Naturgeschichte (immer wieder verweist sie auf die Berge im Hintergrund, deren einer dem Roman den Titel gibt).

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Entrée: Die Frau

ESSAY29, 1995, 51 Seiten, ISBN 3-85420-409-4, € 7,50-

Von den mittelalterlichen Mystikerinnen über die Briefschreiberinnen und Romanleserinnen des 19. Jahrhunderts bis zu den Autorinnen der Moderne zeichnet Helga Glantschnigs Essay weibliches Schreiben als eine Geschichte der Namenlosigkeit oder der Verwerfung des väterlichen Namens im Pseudonym oder im Namensspiel. Ob am Beispiel von Hilda Doolittle, Marina Zwetajewa, Virginia Woolf oder Gertrude Stein, Helga Glantschnig entwirft weibliches Schreiben als ein Unterlaufen der symbolischen Ordnung.

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Rose, die wütet. Anagramme nach Filmen

1994, 81 Seiten, ISBN 3-85420-357-8, € 14,00-

Aus dem Filmtitel Die rote Wüste wird Rose, die wütet, aus Außer Atem wird Sesam-Raute oder auch Es rate Maus, und aus Die bitteren Tränen der Petra von Kant wird gar denk ordinär: Titten Nerven. Ab! Petra!. »Bei Helga Glantschnig fühle ich mich auf viel erfreulichere Weise unterhalten und belehrt als bei den vielen Gedichten, in denen jede Zeile verraten will, wie gütig, weise, geistvoll und politically correct ihr Verfasser ist.« (Wendelin Schmidt-Dengler)

»Nirgendwo kommt es so sehr auf die ›Pflege des Buchstabens‹ (Hölderlin) an wie eben beim Anagrammieren: nur wer absolut korrekt verfährt, bringt die Sprache auch wirklich zum Wüten.« (NEUE ZÜRCHER ZEITUNG)

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Wider Willen. Roman

1992, 158 Seiten, ISBN 3-85420-292-X, € 14,00-

Eine Liebesgeschichte und ihr Ende, Erotik und Körper, Erinnerung – das sind die Themen dieses Romans, die durch das Element Wasser, gleichsam das heimliche Zentrum dieses Buches, verbunden sind.

»Gerüche, Geräusche, Geschmäcker, das ganze Repertoire der Sinnesempfindungen breitet Glantschnig aus« (FALTER)

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Stand vom 1. 1. 2002