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AUTORENPORTRAIT
LITERATURVERLAG DROSCHL |
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Pikasso sieht rot
aus dem Ungarischen von Andrea Seidler und Pál Deréky Saufen, rauchen, dealen, durchkommen. Die Menschen in Garaczis Erzählungen mögen amoralisch, grausam und verkommen sein vor allem sind sie liebenswert und vital und gehen ihren ganz eigenen, unabhängigen Gedanken und Träumen nach. Mit seinem unverstellten anarchischen Blick in die Höfe und Wohnungen der ungarischen Hauptstadt, in die Gaststätten und Jugendtreffpunkte, steht Garaczi literarisch ziemlich allein da; es ist die liebevolle Anarchie der Kindheit, die sich brennend für allerlei Abweichungen vom gesellschaftlich Geforderten interessiert, für das Unerlaubte und das Regellose. Die ungarische Gesellschaft der letzten 20 Jahre wird in diesen Texten auf verblüffende, sehr frische Weise sichtbar, auch wenn der Blickwinkel der eines Außenseiters ist, dessen manchmal surrealistisch anmutende Obsessionen sehr privat und abseitig zu sein scheinen. Garaczis prinzipielle Respektlosigkeit (»Das Genie des Wissenden ist ohne das Genie des Verstehenden wertlos!«) erzeugt auch einen entsprechenden unhierarchischen Stil: gerade noch erzählt er ganz wohlgeordnet, plötzlich folgen die Sätze kunterbunt aufeinander, mal beschleunigt das Tempo enorm, mal kommt alles zum Stillstand der Charme dieser Schreibweise ist beachtlich! Kein Wunder, daß László Garaczi zum Star der jüngeren Schriftstellergeneration in Budapest geworden ist.
Garaczi hat sich »gleichermaßen von Kirkegaard wie von Rainer Werner Fassbinder, von Spinoza wie von Quentin Tarantino anregen lassen.« (Joachim Dicks, NDR 3) |
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Die wunderbare Busfahrt
aus dem Ungarischen von Andrea Seidler und Pál Deréky Einer der wichtigsten Vertreter der jüngeren ungarischen Schriftstellergeneration erinnert sich an Kindheit, Jugend und Heranwachsen, an Schule und Sex, an Paraden und Drogen, an Busausflüge und Sekretärinnen mit Haarknoten, an den Gulaschkommunismus der 50er, 60er und 70er Jahre mit unnachahmlichem Witz durchdringen einander auf diesen Seiten das Private und das Gesellschaftliche. Garaczi »Ich bin Schriftsteller geworden, weil ich Angst hatte zu verfetten« schrieb mit diesem Werk eine Hymne auf die Anarchie der Kindheit, ohne sie an irgendeiner Stelle zur Idylle zu verharmlosen, im Gegenteil: dieser Blick zurück ist schockierend unerschrocken und tut nicht selten weh. »Es ist beileibe nicht alltäglich, daß der Leser so oft auflacht, wie bei der Lektüre dieses Romanes, zeugt er doch von einer außergewöhnlichen sprachlichen Phantasie. Dieses Werk wurde meiner Meinung nach gerade deshalb zum Bestseller der neuen ungarischen Literatur.« (Tibor Keresztury) » ein wüstes und charmantes Buch, das die Kindheit in einer witzigen, zuweilen aphoristisch geschärften Sprache neu erfindet ... und alles zur Gegenwart macht, was diesem Erzähler je widerfahren ist. Was ihm aber widerfuhr, ist die Verstoßung aus dem Reich der Kindheit, dieses uralte, ewig neu erschütternde Drama, das Garaczi im nachhinein auf einer recht merkwürdig gezimmerten Historienbühne inszeniert. Die Bühne heißt Volksdemokratie Ungarn.« (Karl-Markus Gauss in der FAZ) »Der 43jährige László Garaczi gibt uns mit Witz und Furor Bilder, wie wir sie seit wann auch immer, vielleicht seit Jean Paul nicht mehr gelesen haben: Große Literatur, deren Tragik (falls das hier überhaupt eine zuständige Kategorie sein kann) darin besteht, daß sie komisch ist.« (Guido Graf in der Basler Zeitung) »Hier liegt ein wunderbares Buch vor.« (Zsuzsanna Gahse in der Süddeutschen Zeitung) |
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Plastik
Aus dem Ungarischen von Andrea Seidler » ein cooles, herausforderndes Stück Prosa, das den Leser an der Nase herumführt « (Die Zeit) »Der Leser darf Unterhaltsames erwarten, groteske Situationen, überraschende Kombinationen und Wendungen, bizarre thematische Montagen und ein meisterhaftes Jonglieren mit der Sprache.« (Der Standard) »In seinen kurzen, schnell geschnittenen Geschichten wimmelt es von Parodien, Zitaten und Anspielungen. Ideologische Restposten und amerikanische Kinomythen, Andreas Baader, David Bowie, Che Guevara und Churchill, Horaz und Conny & Blyde gleichberechtigt bevölkern sie das postkommunistische Universum, in dem die Zeit des Zitterns und der Alpträume zu Ende ist und wo die Jungen in der Hauptstadt regungslos und bedrohlich Cola schlürfen und Popcorn knabbern, in ihren Augen außerirdische Nüchternheit, ihr schönes Lächeln wie eine Klinke: kalt und schneidend. Für diese schöne neue kühle Welt und ihr Chaos hat der mit allen literarischen Wassern gewaschene Ungar Garaczi einen sehr westlichen, sehr gegenwartsbewußten Blick und eine sehr eigenwillige Sprache entwickelt.« (Ursula Keller) |
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A-8010 Graz Alberstraße 18 Tel: +43/(0)316/32-64-04 Fax: +43/(0)316/32-40-71 Stand vom 23. 5. 2002 |