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AUTORENPORTRAIT
LITERATURVERLAG DROSCHL |
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Das Haus der Ruhe. Erzählung
2004, 120 Seiten, geb. Ein Altersheim als Ort der Stille? Das hätten Sie sich so gedacht! Das »Haus der Ruhe« ist eine Probestation für den Ernstfall. Der ist zwar längst eingetreten Der beginnt mit der Geburt; aber das, worauf wir uns hier vorbereiten, ist seine Verschärfung im Tod. Die Menschen in Eleonore Freys neuem Buch sind solche, die keine Zukunft mehr haben, die »zeitlos sind, weil sie keine Zeit mehr haben.« Aber viel passiert in diesem Transit-Raum, in dem Tag und Nacht, Jahres- und Tageszeiten aufgehoben sind: Erinnerungen verweben sich mit Gegenwärtigem, Traum und Einbildung mit Wirklichkeit. Ihr Zimmer im Haus der Ruhe wird der Erzählerin zu ihrem letzten Aussichtspunkt in die Welt, von dem aus sie die Dinge und Ereignisse Revue passieren läßt: die Liebesgeschichte zwischen ihrem Sohn und ihrer Pflegerin, die Entscheidung des Personals für Revolution oder Diktatur, den Kapitän, der zu einer Schiffsreise einlädt, eine Sängerin, die »einen großen Namen hatte«, ihren ausgestopften Papagei, die Tochter Ada, auf die kein Verlaß ist, den Direktor, der »schlimmer als krank ist« »suggestive Monologe und hochpoetische Sätze« (Michael Braun, NZZ) »Wie Eleonore Frey Erinnerungen zu Sprache bringt, assoziativ, zögernd, fragend, wie sie Figuren malt und gleich wieder verwischt, wie sie Geschehenes heranrückt und entzieht, ist meisterhaft.« (Silvia Hess, Aargauer Zeitung) »Die Autorin erweist sich als Meisterin der klaren Schilderung von schwer fassbaren Zuständen irgendwo zwischen Träumen und Wachen.« (Yvonne Steiner, Berner Zeitung) »Ein zartes Gewebe aus Gedanken, die verschlungene Wege gehen und mitunter Wahrheiten über das Leben und den Tod in Worte fassen. Diese Sätze stehen neben Zeit und Ort, neben dem üblichen, medizinisch und sozial geprägten Reden über das Alter. Eleonore Frey hat in diesem Buch eine andere Sprache gefunden. Sie erzählt das Altwerden. Sie gibt uns eine Ahnung. Ganz ruhig.« (Eva Bachmann, St. Galler Tagblatt) |
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Aus Übersee. Ein Bericht
2001, 168 Seiten, geb. Die Malerin Dora Blum ist ausgewandert und lebt in den Vereinigten Staaten. Sie hat aufgehört zu malen (»es kommt schon wieder, sagen mir alle; sie hat eine Krise, sagen sie sich«), nachdem drüben, in ihrer Heimatstadt, etwas vorgefallen ist. Eleonore Frey schreibt eine einzigartige Prosa, von äußerster Musikalität und Rhythmik, sie verwebt ihre Motive mit größter Kunstfertigkeit, und ihre Sensibilität für Klang und »Fleisch« der Wörter, für die Ökonomie der Sätze ist schon von vielen gerühmt worden. Der sanfte Ton dieser Prosa macht die Risse und Disharmonien in den Lebensentwürfen ihrer Personen noch viel schmerzhafter. Das bloße Erzählen scheint das Nicht-Erzählbare wieder zusammenzukitten und dieser Paradoxie ist sich die Erzählerin Frey auch bewußt; es gilt, den Abstand zwischen diesem Wissen einerseits und der Achtung und dem Mitgefühl gegenüber den (fiktiven) Lebensentwürfen andererseits zu überbrücken. »Wer Eleonore Frey kennt, wird ihn wiederfinden, diesen bedächtig-intensiven, magischen Ton.« (Salzburger Nachrichten) »In schwebender Präzision beschreibt sie den Weg in Entfremdung und Verhängnis« (Bruno Steiger in der Neuen Luzerner Zeitung) |
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Lipp geht. Erzählung
1998, 148 Seiten, geb. Wenn ein Verdienst bedeutender Literatur darin besteht, uns den Boden unter den Füßen wegzuziehen, den Leser in einen Taumel zu versetzen, dann schafft das diese Erzählung auf klug-ironische, manchmal komische und immer höchst musikalische Weise. In Lipp geht sehen wir einer Frau in Paris zu (oder besser: hören wir ihr zu), wie sie einem Clochard, einem aus allen bürgerlichen Lebenszusammenhängen Herausgefallenen einen Lebenslauf erfindet, gewissermaßen den Roman eines Lebens. Wie immer in Eleonore Freys Geschichten gehen im Lauf der Erzählung alle Gewißheiten verloren, häufen sich unterm Strich mehr Verluste als Gewinne, wachsen die Unsicherheiten und die Fragen. |
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Das Siebentagebuch. Erzählung
1996, 95 Seiten, geb. Diese Schöpfungsgeschichte hebt nicht mit der Scheidung von Tag und Nacht, Licht und Finsternis an, sondern mit der Trennung von Stille und Laut, Schweigen und Wort. Mutter und Tochter erfinden in Erzählungen und Gesprächen eine neue, eine Genesis, die auf anderen Voraussetzungen fußt: die Tochter ist blind. »Das Siebentagebuch kennt mehr als eine Lesart. Es ist der Schöpfungsgeschichte zweiter Teil. Es entdeckt die vielfältigen Wunder der Wahrnehmung und den siebten Sinn. Es weist den Weg aus der Abhängigkeit zur Selbstbestimmung. Anschaulich und einfühlsam setzt Eleonore Frey das Unsichtbare ins Bild. Ihr zärtliches und poetisches Buch lässt die Dunkelheit leuchten.« (NEUE ZÜRCHER ZEITUNG) |
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Gegenstimmen. Erzählung
1994, 96 Seiten, Broschur Dieser Text ist eine Geschichte aus mehreren Stimmen und Perspektiven: Ein Mann wird von seiner Tochter angezeigt: er habe seine Frau in den Selbstmord getrieben. Jahre danach kommt die Tochter mit ihrem eigenen Sohn jeden Sonntag den Vater besuchen. Auch dieser Sohn, Sebastian, hat eine schöne, geheimnisvolle Geschichte, die aus der ersten herauswächst wie die Geschichte der Mutter, die Geschichte der Tochter, die Geschichte einiger Fremder und Freunde In diesem Universum hängt alles mit allem zusammen, eine Geschichte ergibt die nächste, und keine hat festen Boden unter den Füßen, sie alle speisen sich aus Vermutungen und Ahnungen, aus Stimmen des Zweifels und der vorläufigen Gewißheit. |
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Schnittstellen. Erzählung
1990, 140 Seiten, Broschur Eleonore Freys erste lange Erzählung bewegt sich entlang verschiedener Schnittstellen: sogenannte Normale und sozusagen Verrückte kommen gleichermaßen zu Wort; die Gegenwart wird zunehmend brüchig, und aus den Rissen quillt Vergangenheit hervor, beladen mit etwas wirklicher und viel eingebildeter Schuld; Entwurzelte suchen im Strom der von allen Seiten auf sie einredenden und aus ihnen heraussprechenden Stimmen ihre eigene. |
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Notstand. Erzählungen
1989, 140 Seiten, Broschur »Eleonore Frey legt in ihrem herausragenden Prosaband Texte vor, die von einem traumwandlerisch sicheren Umgang mit der Sprache zeugen. Diese Sicherheit ist freilich so überzeugend nur, weil sie die Unsicherheit, den Notstand, nicht rhetorisch bewältigt und aus der Welt schafft, sondern aushält, als Herausforderung annimmt.« (NEUE ZÜRCHER ZEITUNG) |
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A-8010 Graz Alberstraße 18 Tel: +43/(0)316/32-64-04 Fax: +43/(0)316/32-40-71 Stand vom 23. 3. 2004 |