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AUTORENPORTRAIT
LITERATURVERLAG DROSCHL |
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Fertige Gedichte
2005, 8,00- »Unbedingt zu lesen, diese Gedichte dringen langsam in jede Ritze ein, unvergesslich!« (Helmuth Schönauer, Buchkultur) »Es ist das Vorspiel zum Endspiel. Nicht letzte Worte formuliert es, sondern vorläufige, vorletzte. Sie sagen vor allem: dass für das Letzte die Worte fehlen. Der Lyriker Antonio Fian wird zum Sänger wie die Dichter alter Zeiten. Nur dass sein Gesang dem gleicht, den einer anstimmt im finsteren Wald, um die Angst zu unterlaufen, deren Ausdruck er ist.« (Samuel Moser, NZZ) Lassen wir uns nicht täuschen von der betonten Unauffälligkeit dieses kleinen Buches: einen so weiten und dabei nie larmoyanten Vorstoß in existenziell düsteres Gelände hat es seit den späten Jandl-Gedichten nicht mehr gegeben. |
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Bis jetzt. Erzählungen
2004, 21,00- Antonio Fians gesammelte Erzählungen: formal sehr unterschiedliche Arbeiten, Kindergeschichten, Collagen, ein Telefongespräch in einem Satz mit neununddreißig Anagrammen, ein unvollendeter Roman in Anthologiebeiträgen. Sie liegen nun erstmals gesammelt vor, zusammen mit den Texten der drei bereits erschienenen Erzählbände. »Dem großen Stilisten Antonio Fian genügen einige lapidare Sätze, um ganze Panoramen der österreichischen Landschaft und des menschlichen Gemüts herzustellen.« (Paul Jandl, NZZ) »In der Summe der Erzählungen finden wir einen Antonio Fian für jedermann und für alle Fälle: Einmal ist er der Jungautor auf dem Sprung zu einem Schriftsteller, der wuchtige Themen stemmt, dann der seine Fertigkeiten siegessicher ausspielende Verklausulierer alltäglicher Absonderlichkeiten, ein anderes Mal der unseriöse Liebhaber der Sprache, der die Wörter hart hernimmt, damit sie mehr verraten, als ihnen eigentlich auferlegt ist.« (Anton Thuswaldner, Die Presse) »Als kommentierender Zeitgenosse, virtuos, unerschrocken, hellwach, unermüdlich sich einmischend, steht Antonio Fian allein da.« (Silvia Hess, Aargauer Zeitung)
»Ein begnadeter Erzähler« (Franz Haas, Buch + Kritik)
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Café Promenade Live-Lesung auf CD
2004, 19,00- Fian liest Erzählungen, Briefe, Gedichte und Dramolette aus seinem publizierten Werk und verschafft dem Hörer und der Hörerin mit diesem konzentrierten Einblick in seine Literatur gleichzeitig mehr als eine Stunde feinsten Vergnügens! Antonio Fian, durch seine verschiedenen Vorlesungsreihen im Literarischen Quartier der Alten Schmiede in Wien auch als Theoretiker des Komischen ausgewiesen, schreibt seit seinen ersten Erzählungen mit äußerstem Sprach-Ernst witzige Texte, solche, die man gerne aberwitzig nennt. Witzig sind sie, weil sie geistreich sind, hellwach ihr gesellschaftliches Umfeld im Blick haben und die Absurdität der Lage und der Ereignisse nicht durch Realismus entschärfen. Das macht sie gleichzeitig auch sehr ernst, sogar in ihren verspieltesten Formen, den Anagrammen und Schüttelreimen der Gedichte. |
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Die Dramolette
Fians Dramolette bestechen durch Kürze und Witz; sie handeln von kulturellen und politischen »Fehltritten« in Österreich. André Heller fährt Taxi, Präsident Bush befindet sich auf Europareise, Norbert Gstrein sitzt mit der deutschsprachigen Literaturkritik im Wirtshaus, Unseld und Reich-Ranicki stehen am Grab von Thomas Bernhard, Hollywood interessiert sich für Afghanistan, Robert Menasse entdeckt sich in News, Hermann Nitsch spricht im Kreis seiner Jünger, die Wiener Philharmoniker erzählen Witze, ein Tag mit Radio Burgenland solcherart sind die Idyllen. Um die jeweiligen Anlässe der Dramolette muß man nicht wissen, die Personen nicht kennen; Fian verwandelt die Wirklichkeit in eine neue Form des Volksstückes (inclusive Lieder und Couplets!), in dem mit Witz und Sprachkunst eben diese Wirklichkeit lustvoll malträtiert wird.
»Fian ist in seinen Dramoletten extrem beleidigend, ungerecht, einseitig und gemein, schadenfroh, boshaft und auch bösartig, gewissermaßen alles, was beste Literatur auch sein soll.« (Gustav Ernst)
»Das ist schwarzer Humor vom Feinsten.« (FAZ)
»Bevor man weiß, wie einem geschieht, hat sich ein gewisser Suchtfaktor eingestellt. In diesen Sketches und Szenen wird die öffentliche Rede auf winzige Dialoge abgekürzt, die Sauce des allgemeinen Palaverns auf den Fond reduziert, das Geschwätz aufs Trockenste eingedampft.« (Konstanze Fliedl)
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Was bisher geschah. Dramolette 1
1994, 19,00- »Fian beweist, daß auch in Österreich Satire so ziemlich alles kann (und sich der österr. Biß nicht nur auf Bronner, Qualtinger selig und alle anderen abgedroschenen Wiener erstreckt). Sehr erhellend und vor allem spaßig sind die kurzen Texte. Und natürlich mit spitzer Feder geschrieben, entlarvend und aufs Korn nehmend und Mißstände geißelnd und was Satire eben alles so zu sein und zu tun hat. Einfach leiwand!« (Titanic) »Fians Dramolette sind ein wichtiges Moment der österreichischen Literatur, mehr noch: ein witziger Einspruch wider die Gegenwart, die Fians Ahnherr Kraus bekanntlich als Widerwart bezeichnete.« (Karl-Markus Gauß) |
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Was seither geschah. Dramolette 2
1998, 19,00- »Die Texte für seine satirischen Kürzestdramen muss er nicht erst erfinden, die austriakische Kultur- und Politprominenz liefert ihm ausreichend Originalzitate, die sich blendend montieren und in einen neuen szenischen Rahmen setzen lassen. Fians Kunst der Verfremdung ist dabei erhellend und amüsant zugleich.« (NZZ) »Fian ist so etwas wie der Manfred Deix der österreichischen Literatur.« (Wiener Zeitung) »Bissig, schonungslos, mutig, wirksam« (Peter Landerl) »Sehr empfehlenswert!« (Die Presse)
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Alarm Dramolette 3
2002, 19.-
»Die Dramolette von Antonio Fian gehören zum Witzigsten, was die österreichische Gegenwartsliteratur zu bieten hat.« (Falter) »Fian ist mittlerweile eine Instanz.« (Literatur und Kritik) »Zum Totlachen!« (OÖ Nachrichten) Fian verwandelt die Wirklichkeit in eine neue Form des Volkstückes (inclusive Lieder und Couplets!), in dem mit Witz und Sprachkunst eben diese Wirklichkeit lustvoll malträtiert wird. Auch wenn bereits mehrfach erfolgreich aufgeführt, sind diese Stücke doch Texte für das Theater im Kopf, deren Reichtum und Komik sich zuallererst beim Lesen erschließt.
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Die Erzählungen
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Helden, Ich-Erzähler
1990, 11,50- »Die Helden sind keine literaturwissenschaftlichen Papiermonster, sondern alles arme Würstchen auf der Flucht vor dem Literaturbetrieb. Verfolgt von Kafkas Träumen und Musils Gescheitheit, von Reich-Ranickis Stehgreiferschießungen, vom Realismus der Arbeitswelt ( ) Ist das nun alles lustig oder traurig, was der Herr Fian da schreibt? Es ist österreichisch, also beides auf einmal.« (Tempo) Die Geschichten »changieren zwischen Grauen und Witz und lassen den Leser nicht mehr los.« (Wiener Zeitung). |
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Schreibtische österreichischer Autoren
Mit Fotoarbeiten von Nikolaus Korab »Schon das H. P. Lovecraft zugeordnete Motto Was immer es war, es war in diesem Schreibtisch läßt etwas von Fians Witz erahnen, mit dem er die oftmals hysterischen Manierismen österreichischer Autoren auf die filigrane, aber dennoch elastisch-kraftvolle Schaufel nimmt.« (Manfred Maurer) »Fian bringt einen neuen Ton in die österreichische Gegenwartsliteratur, die er zugleich mit schwarzem Humor persifliert: von einer steirischen Autorin ist da die Rede, deren geniale Schnitzkunst unbeachtet bleibt, oder von einem Romancier aus dem Innviertel, der in seiner Hütte die Natur in Form von Phototapete, Badewannentümpel und ausgestopften Gemsen erst unbeholfen nachbildet und diese Nachbildungen dann abschreibt.« (DIE ZEIT). |
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Einöde. Außen, Tag.
1987, 11,00- »Es ist ein Tonfall von schwebender Leichtigkeit, der in allen Prosastücken vorhanden ist und der die Texte Fians zu intensiv erlebbaren Momenten einer von Schrecknissen durchsetzten Idylle macht. Mit geschärfter Sensibilität verarbeitet er das Land- und Stadtleben zu irritierenden Geschichten.« (Herbert J. Wimmer) »Fians Spracharbeit ist beispielhaft, sein Blick für Geschichten des Grauens und der Ausweglosigkeit, und für die furchtbare Komik daran, beachtlich.« (Gustav Ernst) »Mehr Seele und Genauigkeit als in den meisten Büchern dieser Tage« attestierte die NEUE ZÜRCHER ZEITUNG dem Autor. |
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Üble Inhalte in niedrigen Formen Gedichte
2000, 7,50- 26 Gedichte versammelt dieses Bändchen mit dem provokanten Titel. Es sind weder Parodien auf prominente Kollegen noch auf von der Moderne bevorzugte Formen, sondern eher: Texte, die von der Lust am Dichten zeugen, die, obwohl sie sich einen Spaß zu machen scheinen, ihre Form ernst nehmen und ihren Inhalt hochschätzen. Anagramme, Schüttelreime, Liedtexte, Paar- und Kreuzreime, expressionistische Strophen, Limericks, auditive Poesien, allerlei oulipistische Techniken mit vertauschten und weggelassenen Buchstaben fürwahr lauter »niedrige Formen«. Daß darin auch »üble Inhalte« transportiert werden können, demonstriert Antonio Fian z. B. an »Vier Variationen über vier Zeilen der vierten Strophe des Kärntner Heimatlieds« und anderen politisch nicht sonderlich korrekten Strophen zu Liebe, Sex und Literatur. »Ernst Jandl, so darf gemutmaßt werden, hätte sich manches Gedicht auf der Zunge zergehen lassen. Hätte innig gelacht.« (Brigitte Schwens-Harrant) »Für Üble Inhalte in niedrigen Formen kann man wohl oder übel nur in höchster Form Lob aussprechen.« (Karin Cerny)
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Schratt. Roman
1992, 14,00- Ein heruntergekommenes Vorstadthaus ist der zentrale Schauplatz dieses Roman, an dem Schratt eine bizarre Kindheit verlebt und wohin er nach Jahren der Abwesenheit zurückkehrt, mit dem Auftrag, es vor den Angriffen einer feindlichen Kommission zu schützen. Was es damit auf sich hat erfährt er als es schon zu spät ist, als er schon längst in den Bann seines Auftrags geraten ist, eins geworden mit dem Haus, ein Gefangener seiner selbst geschaffenen Wirklichkeit. »Bedroht ist in diesem Tollhaus vor allem der Boden unter des Lesers Füßen. Aber kaum am Ende, beginnt man wie unter Zwang von vorne zu lesen. Wer hat eigentlich wen mißbraucht, betrogen, umgebracht?« (Westdeutsche Zeitung) »ein in jeder Hinsicht gelungener Roman« (Wendelin Schmidt-Dengler).
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Die Essays
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Hölle, verlorenes Paradies.
1996, 19,00- Essays, Aufsätze und Polemiken aus den Jahren 1990 bis 1995, in denen Fian mit wachem Auge und wachem Ohr den Äußerungen der Kulturindustrie nachgeht; Objekte seiner Aufmerksamkeit sind Kollegen wie Gerhard Roth, Robert Menasse, H. C. Artmann und Friedensreich Hundertwasser, aber auch das Kärnten von Ingeborg Bachmann, Werner Kofler und Josef Winkler, der Krimi »American Psycho« von Bret Easton Ellis oder die Menschen in den sogen. neuen Bundesländern Deutschlands. |
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Es gibt ein Sehen nach dem Blick
1989, 11,50- »Wunderschöne Aufsätze, Spötteleien und literarische Verhöhnungen Nahrung für den Kopf« (Helmuth Schönauer) Plädoyers für eine durch die Omnipräsenz vorgefertigter Bilder bedrohte Wahrnehmungsform, Plädoyers für die Bilder im Kopf, die eine Domäne der Literatur sind, die Domäne der Erzähler. »Er findet eine Sprache, der man die Lust ansieht, Gedanken nachzuspüren.« (Salzburger Nachrichten)
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A-8010 Graz Alberstraße 18 Tel: +43/(0)316/32-64-04 Fax: +43/(0)316/32-40-71 Stand vom 10. 2. 2006 |