ESSAY-Reihe
LITERATURVERLAG DROSCHL



Essay

»Die Essayisten als die Meister des innerlich schwebenden Lebens sind dazu herausgefordert, die Existenz mit größtmöglicher Genauigkeit zu meistern.« (Walter Grond)

»eine äußerst sympatische Literatur-Reihe, ausschließlich und beispielhaft der Essayistik und ihren vielfältigen Lesarten zwischen phantasievoller Gedankenkunst und zeitgemäßer Erkenntnissprache gewidmet.« (Tobias Burghardt, Die Furche)

»komplexe Gipfel der Intellektualität« (Klaus Zeyringer, Der Standard)

»eine dezent schöne Reihe« (Hanno Zickgraf, Süddeutsche Zeitung)

»Die Reihe ›Essay‹ im Droschl-Verlag gehört zu den autorenfreundlichsten Buchreihen, die wir haben, bietet sie doch höchst eigenwilligen Charakteren Gelegenheit, ihre Gedankenentwürfe in Buchform unterzubringen.« (Neue Zürcher Zeitung)



ESSAY 51
Boris Groys  
Die Muse im Pelz

Die Venus im Pelz als Muse der Massenkultur

2004, 32 Seiten, ISBN 3-85420-657-0, € 9,50

In einem »geistreichen und ideensprühenden Essay« (Literatur-Report) bringt Boris Groys seine Deutung der masochistischen Grundsituation mit Phänomenen der gegenwärtigen Kulturrezeption und zentralen Fragen der Philosophie zusammen. Die paradigmatische Figur in der Kunst unserer Zeit ist offensichtlich nicht mehr der individuelle Künstler, sondern die Pop-(oder Rock- oder Hiphop-)Gruppe. Und Pop-Gruppen werden nach dem Grad der aktuellen Verbreitung ihrer Produktion beurteilt. Der masochistische Genuss ist für Autoren nach der avantgardistischen Position und nach der Camp-Sensibilität »einer der wenigen, die uns noch geblieben sind«.

»Ein Funken sprühender Aufsatz, in dem der Medientheoretiker einmal mehr seinem Ruf als Entfant terrible der deutschen Intellektuellen-Szene gerecht wird.« (WDR)


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ESSAY 50
Gerhard Rühm  
Was verschweigt die schwarze Witwe?

schrift-, sprech- und bildanagramme

2004, 88 Seiten, 10 Abbildungen, ISBN 3-85420-655-0, € 12.-

Gerhard Rühm stellt den visuell geprägten ›leseanagrammen‹ spezifisch auditive ›sprechanagramme‹ an die Seite, ›schlagzeilen‹ und ›sprichwörter‹.
schlagzeilen liest man. ihre syntaktisch verknappte, plakativ gedrängte form kommt dem anagramm ja durchaus entgegen. sprichwörter dagegen werden von jeher mündlich weitergegeben, womit sie sich – in ihrer ebenfalls lapidaren form – primär dem sprechanagramm als vorlage anbieten.
Als eine eigene Spielart des Anagramms kann man die hier mit zehn Beispielen vertretenen ›bildanagramme‹ betrachten. Sie beruhen auf fotografischen Vorlagen, die in verkürzte und verlängerte Zeilen geschnitten und mosaikartig wieder zusammengefügt werden.


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ESSAY 49
Franz Josef Czernin  
Voraussetzungen

Vier Dialoge

2002, 112 Seiten, ISBN 3-85420-614-3, € 12.-

»Wer sich abseits von greller Polemik über die ästhetischen Bedingungen engagierter Kunst klarwerden möchte, wird in Czernins dialogischen Abwägungen verläßliche Kriterien finden. Denn der metaphysische Sprachartist Czernin verfügt über Urteil, Gewissen und Takt.« (Thomas Poiss, FAZ)
Wenige von denen, die heute über Literatur sprechen, nehmen die Literatur so ernst und das Sprechen darüber so genau wie Czernin. In den Argumentationsfäden und Streitgesprächen des Bandes läßt er uns gewissermaßen dem Denken selbst zusehen.


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ESSAY 48
Peter Rosei  
Album von der traurigen und glücksstrahlenden Reise

2002, 156 Seiten, ISBN 3-85420-603-8, € 12.-

Wenn Rosei von der Reise spricht, dann meint das einen existenziellen Zustand, eine Befindlichkeit, die mit Risiko, Veränderung, Neugier auf Unbekanntes und höchster Intensität zu tun hat. Reisen durch Rußland, durch Transsilvanien, durch Kreta veranschaulichen sein Programm: punktgenaue Impressionen von scharfem Verstand und hellster Sehnsucht.

»gelungene Gegenentwürfe zu den herkömmlichen Reiseberichten« (NZZ)


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ESSAY 47
Paul Wühr  
Was ich noch vergessen habe

Ein Selbstgespräch, aufgezeichnet von Lucas Cejpek

2002, 104 Seiten, ISBN 3-85420-594-5, € 12.-

Poetologische Selbstauskunft und Anektoten aus dem Literaturleben, Schul- und Kriegsreminiszenzen – Was ich noch vergessen habe ist wohl eine der vergnüglichsten und anschaulichsten Einführungen in die Poetik eines sogenannten ›schwierigen‹ Autors und gleichzeitig in zentrale Fragestellungen modernen Schreibens.


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ESSAY 46
Dorothea Dieckmann  
Sprachversagen

2002, 96 Seiten, ISBN 3-85420-593-7, € 12.-

Eine beklemmend genaue Diagnose von Literatur unter den Gesetzen der Mediengesellschaft – und ein Essay über die Bachmann, der sie die allgemeine Beliebigkeit des unterhaltsamen und mediengerechten Vorsichhinplauderns gegenüberstellt.
»ein fulminanter Text (...) Man nickt, man staunt, bewundert« (Reinhard Baumgart in der ZEIT)


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ESSAY 45
Franzobel  
Mundial

Gebete an den Fußballgott

2002, 132 Seiten, ISBN 3-85420-592-9, € 15.-

Fußball ist, so Franzobels These, ein spermazoides Spiel, ein Großfamilienersatz und unverbindliches Gesprächsthema.
»Kurze, launige Reflexionsanekdoten, leicht witzig, leicht übertrieben, aus dem vollen eigenen Erleben heraus, versetzt mit Kulinarisch-Alkoholischem sowie mit komischen Zitaten, gaudig illustriert.« (Der Standard)


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ESSAY 44
Rada Ivekovic  
Autopsie des Balkan

Ein psycho-politischer Essay

2001, 216 Seiten, ISBN 3-85420-567-8, € 15,50

Die Autopsie des Balkan ist eines der wichtigen historischen, politischen und philosophischen Bücher über ein europäisches Phänomen, das mit dem vorigen Jahrhundert zu Ende ging: klug, vielseitig und vor der Folie vieler diverser Weltkulturen und Philosophien.


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ESSAY 43
Bettina Balaka  
Messer

2000, 40 Seiten, ISBN 3-85420-553-8, € 7,50

»Es ist ein wahres Vergnügen zu lesen, wie da eine in so geschliffener Sprache aufräumt mit den neoliberalen Beschönigungen der Tatsache, daß das Patriachat des 21. Jahrhunderts – kommerziell erfolgreich – die Messer wetzt und sich die Frauen nach Lust und Laune beschneidet und begradigt und zurechtstutzt.« (Helga Pankratz in anschläge)


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ESSAY 42
Miguel de Unamuno  
Wie man einen Roman macht

2000, 136 Seiten, ISBN 3-85420-545-7, € 11,50

Eine einzigartige Mischform aus Autobiographie, Tagebuch, Dialog und Reflexion über das Wesen von Literatur und realer Biographie.
»Miguel de Unamuno zeigt in einem verspielten Roman-Essay, wie man seinen Lebens-Roman macht und verschlingt.« (Süddeutsche Zeitung)


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ESSAY 41
Jesper Svenbro 
Ameisenwege

Figuren der Schrift und des Lesens in der Antike

1999, 130 Seiten, ISBN 3-85420-551-1, € 11,50

Von den griechischen Verben für »lesen« ausgehend und gestützt auf Platons Dialog Phaidros, zeigt Jesper Svenbro die Entwicklung vom sklavischen Lesen zum kritischen lesenden Subjekt auf.


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ESSAY 40
Jean Baudrillard  
Architektur: Wahrheit oder Radikalität?

1999, 38 Seiten, ISBN 3-85420-518-X, € 9,50

Die Wahrheit der Architektur scheint heute nur mehr die der technischen Verfügbarkeit von Formen und Materialien zu sein – virtuelle Architektur, aus Elementen und Modulen am Computer zusammengesetzt. Anhand einiger prominenter Beispiele zeitgenössischer Architektur erläutert Baudrillard seine unorthodoxen Ansichten zum Thema.


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ESSAY 39
Ingram Hartinger 
Über den Versuch

1999, 68 Seiten, ISBN 3-85420-508-2, € 9,50

Hartingers leidenschaftlicher Text nimmt die ursprüngliche Bedeutung des Begriffs »Essay« wörtlich und umkreist diesen Genre-Begriff auf mehreren Ebenen.
»Das Ergebnis ist ein kurzweiliger Text, nebenbei über einen Aufenthalt in Japan, hauptsächlich über das Schreiben des Schreibers über das Schreiben, wie auf einer Theorie-Wendeltreppe ins Unendliche der Sprachgedanken ... Kluge Eloquenz und störrische Eleganz.« (Franz Haas/ NZZ)


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ESSAY 38
Hans-Jürgen Heinrichs  
Der Wunsch nach einer souveränen Existenz

Georges Bataille: Philosoph. Dichter. Kunsttheoretiker. Anthropologe

1999, 178 Seiten, ISBN 3-85420-510-4, € 14.-

Eine unumgängliche Studie für jeden, der an Georges Bataille interessiert ist – und an den Fragestellungen eines exemplarisch furchtlosen und unorthodoxen Denkens der Moderne.
Ein Portrait Batailles vor, das die Umrisse seines Denkens herausarbeitet, dessen Fragestellungen pointiert, ihn in seine Umgebung eingliedert und seine Widersprüchlichkeit nicht einzuebnen versucht.


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ESSAY 37
Franz Josef Czernin  
Dichtung als Erkenntnis

Zur Poesie und Poetik Paul Wührs

1999, 83 Seiten, ISBN 3-85420-509-0, € 11,50

Was Czernin seit jeher an Dichtung interessierte, ist eine Frage, die in der modernen Unterhaltungswelt der Literatur immer unpopulärer wird: die Verbindung von Ästhetik und Erkenntnis. Das Niveau, auf dem Czernin über Gedichte reflektiert, und die detailgenaue Aufmerksamkeit, die er dem konkreten Text widmet, um von ihm aus erst zu einer möglichen Poetik zu gelangen, ist im zeitgenössischen Sprechen über Lyrik (sofern es denn eines gibt) äußerst selten.
Seine Fragen gelten jeder Art von Dichtung, die Ansprüche an sich stellt und ihre Sache ernst nimmt, einer Dichtung, die das schwierige Verhältnis von philosophisch-theoretischer einerseits zu poetischer Erkenntnis andererseits mitreflektiert.


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ESSAY 36
Henri Michaux  
Von Sprachen und Schriften

1998, 92 Seiten, ISBN 3-85420-501-5, € 11,50

Sich mitteilen; von Erfahrungen und Katastrophen berichten, für die noch keine Sprache gefunden ist; Zeugnisse lesen und verstehen, deren Sprache uns nicht (nicht mehr?) zugänglich ist – das sind die Themen, denen Michaux in diesen Texten nachgeht.
Was Michaux sich wünscht, ist ein lebendiges Sprechen, das nicht nur der Mitteilung dient, sondern die Sprechenden auch mit ihren Gefühlen, mit ihrer Umgebung in Beziehung bringt; das also nicht nur ein Werkzeug ist, ist, sondern – vor allem – eine Heimat; das sowohl dem Bedürfnis nach Intimität als auch dem nach Verständlichkeit genügen kann.


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ESSAY 35
Thomas Stölzel  
Ein Säulenheiliger ohne Säule

Begegnungen mit E. M. Cioran

1998, 140 Seiten, ISBN 3-85420-485-X, € 11,50

»Bevor die Furie des Verschwindens auch den letzten großen Anti-Systematiker des französischen Denkens unter ihre Räder gebracht hat, erinnert ein kleines, sehr lesenswertes Buch an E. M. Cioran.« (Michael Krüger)
Thomas Stölzel hat Emile Cioran einige Male in dessen letzten Jahren in Paris besucht. Seine Schilderungen dieser Begegnungen und Gespräche sind ein ebenso stimmungsvolles wie genaues Porträt Ciorans und der Stadt, in der er lebte.


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ESSAY 34
Michael Rumpf  
Gefühlsgänge

1997, 108 Seiten, ISBN 3-85420-467-1, € 11,50

Neid, Geiz, Liebe, Zorn – wieviele unserer Geschichten und Dramen, von Kain und Abel bis Romeo und Julia, stehen im Zeichen dieser mächtigen Gefühle? In diesem Essayband werden sie auf ihre anthropologische Bedeutung für die Gegenwart befragt.
»Der Zusammenhang von Gedanken und Gefühlen fasziniert Rumpf spürbar. Und diese Faszination überträgt sich auf den Leser.« (Die Rheinpfalz)


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ESSAY 33
Thomas Hettche  
Das Sehen gehört zu den glänzenden und farbigen Dingen

1997, 40 Seiten, ISBN 3-85420-455-8, € 15.-

»Das Sehen gehört zu den glänzenden und farbigen Dingen«, heißt es bei Aristoteles. Seit damals beschäftigt uns der Vorgang des Sehens, das Erzeugen von Bildern vor unseren Augen und auf unserer Netzhaut. Heute, da nicht nur Thomas Hettche ein Ende der Schriftkultur, wie wir sie kennen, für absehbar hält und ein neues Zeitalter der Bild-Kommunikation im Entstehen sieht, sind die alten Fragestellungen aktueller denn je.
»Jede Seite dieses so schlüssigen und poetischen Bändchens glänzt mit pointierten Denkbildern.« (Südkurier)


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ESSAY 32
Birgit Kempker  
Liebe Kunst

1997, 110 Seiten, ISBN 3-85420-454-X, € 11,50

Birgit Kempkers Essay ist ein höchst ungewöhnlicher Text, der mit Turbulenz und Fröhlichkeit von der Ernsthaftigkeit seiner Fragen und mit rasender Geschwindigkeit von der Tiefe seiner Gedanken ablenken möchte. Eine Lektüre wie eine Achterbahnfahrt.


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ESSAY 31
Miguel de Unamuno  
Plädoyer des Müßiggangs

1996, 60 Seiten, ISBN 3-85420-442-6, € 11,50

Eine Auswahl von Betrachtungen, Dialogen und Polemiken, »vorzüglich geeignet zur ersten Begegnung mit einem eigenwilligen Geist« (DIE ZEIT), »veranschaulichen aufs schönste Unamunos Kunst der Arabeske und seine Fähigkeit, gedanklich Haken zu schlagen« (FAZ).
»Es kann gar nicht genug Plädoyers geben wie die des verschrobenen Weisen Miguel de Unamuno.«
(Andreas Nentwich in DIE ZEIT)


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ESSAY 30
Felix Philipp Ingold/Bruno Steiger  
Unter sich

Briefe

1996, 204 Seiten, ISBN 3-85420-426-4, € 15,50

»Hier ist ein Buch anzuzeigen, das feirefizisch gesprenkelt und den Leser wechselweise zu Applaus und Pfiffen hinreissend, beides in einem ist: ein Ärgernis und eine Trouvaille.« (Peter Rüedi in der Weltwoche)
Eine Reflexion über Poesie und das poetische Schreiben, die sich nicht zufällig die Form des Briefes erwählt hat – äußerst lehrreich und zugleich subversiv.


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ESSAY 29
Helga Glantschnig  
Entrée: die Frau

1995, 51 Seiten, ISBN 3-85420-409-4, € 7,50

Von den mittelalterlichen Mystikerinnen über die Briefschreiberinnen und Romanleserinnen des 19. Jahrhunderts bis zu den Autorinnen der Moderne zeichnet Helga Glantschnigs Essay weibliches Schreiben als eine Geschichte der Namenlosigkeit oder der Verwerfung des väterlichen Namens im Pseudonym oder im Namensspiel. Ob am Beispiel von Hilda Doolittle, Marina Zwetajewa, Virginia Woolf oder Gertrude Stein, Helga Glantschnig entwirft weibliches Schreiben als ein Unterlaufen der symbolischen Ordnung.


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ESSAY 28
Elfriede Czurda  
Buchstäblich: Unmenschen

1995, 168 Seiten, ISBN 3-85420-408-6, € 15,50

Essays zu Veza Canetti, André Thomkins und Liesl Ujvary, die um ein Thema kreisen: um den Ort des Schreibens zwischen Körper und Papier.


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ESSAY 27
Robert Kelly/Jaques Roubaud/Schuldt 
Abziehbilder, heimgeholt

1995, 116 Seiten, ISBN 3-85420-402-7, € 11,50

Ein Amerikaner, ein Deutscher und ein Franzose gehen in drei äußerst amüsanten Essays der Frage nach dem Zusammenhang von Sprache und Nationalität nach.
Dieser Frage geht Jacques Roubaud mit dem strengen logischen Kalkül des Oulipianers und dem scharfsinnigen Schalk des Berufs-Mathematikers nach. Die Dichtung der Résistance, Jean-Marie Le Pens Fremdenhaß und den amerikanisch-englischen Roman als Norm des Weltmarkts erörtert er ebenso wie die sprachliche Identität der Gagausen in Moldawien. Wer spricht? fragt Robert Kelly. Wie kommen meine Worte zustande, wen spreche ich, und wer bin ich außerhalb meiner Sprache? In Abziehbilder, heimgeholt nimmt Schuldt die Sprachwirklichkeit mit provokanten Zwillingsmanövern in die Zange. Er rückt ein unbemerkt gebliebenes historisches, kulturelles und politisches Phänomen in unseren Blick: das giftig überzeichnete Deutsch der Welt.

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ESSAY 26
Dragana Tomaseviç  
Briefe nach Sarajevo

1995, 88 Seiten, ISBN 3-85420-403-5, € 11,50

Ein Buch, das sich, in Briefform, an die Greueltäter im ehemaligen Jugoslawien richtet, wie an zurückgebliebene Freunde, an Tote und Geflüchtete.
»88 Seiten intensivster Auseinandersetzung mit dem Krieg auf dem Balkan und der besonders dramatischen Lage in der durch die Serben eingekesselten Hauptstadt Bosniens« (Allgemeiner Anzeiger)
»Ein schmales, doch zutiefst anrührendes Buch« (NZZ)


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ESSAY 25
Henri Michaux  
Ideogramme in China

1994, 41 Seiten, 10 Abb., ISBN 3-85420-378-0, € 7,50

Ein Lobpreis der Kalligraphie, deren Sinn Michaux beschwört, als die Kunst des inspirierten Schriftzuges für den das Chinesische wie gemacht erscheint. Ein Essay, die Grenzen der Gattung zur Lyrik überschreitend, der Serien von Ideogrammen gegenüberstellt, deren Bedeutung und Entwicklung er beschreibt.
»eine hymnische Evokation all der lebendigen Dinge, die ein mit chinesischen Schriftzeichen bedecktes Blatt Papier enthält: es ist nicht weniger als die Welt.« (NZZ)


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ESSAY 24
Irena Vrkljan  
Vor roter Wand

1991 – 1993

1994, 78 Seiten, ISBN 3-85420-375-6, € 7,50

Der Essay gehört zum Glaubhaftesten, was über den Krieg in Jugoslawien, über Kunst und Erinnerungswut angesichts dieses Krieges geschrieben wurde.


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ESSAY 23
Sabine Scholl  
Wie komme ich dazu?

1994, 101 Seiten, ISBN 3-85420-374-8, € 11,50

Eine junge Autorin schreibt ihren Entwurf für eine Literatur, die sich aus dem literarischen Kanon herausbewegen will: Technologie, Film, Rassenkämpfe, Cyberpunk.


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ESSAY 22
Felix Philipp Ingold  
Autorschaft und Management

1993, 68 Seiten, ISBN 3-85420-353-5, € 7,50

Als seinen bisher wichtigsten Versuch, über die ›Funktion Autor‹ in der Moderne nachzudenken, bezeichnet Ingold den vorliegenden Essay, in dem er die auktoriale Selbstreflexion seit Baudelaire und Rimbaud diachron bis in die Gegenwart nachzeichnet. Überraschend wird das von ihm gezeichnete Bild des gegenwärtigen Autors: er vergleicht er den heutigen Autor mit dem Manager, die Sprache mit der Unternehmung, den Text mit der Unternehmungskultur und die Strategien des Schreibens und Lesens mit der systemischen Unternehmensführung.


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ESSAY 21
Dezsö Tandori  
Startlampe ohne Bahn

1994, 114 Seiten, ISBN 3-85420-352-7, € 11,50

Tandori, schillerndster Avantgardist der ungarischen Gegenwartsliteratur, wird für deutschsprachige Leser hier zum ersten Mal mit einem längeren Text zugänglich.
»einer der ganz großen Literaten« (Daniela Strigl, Der Standard)
»endlich kann man ihn auf deutsch lesen« (Zsuzsanna Gahse, Süddeutsche Zeitung)
»Deszö Tandori ist eine Institution« (Ilma Rakusa, Neue Zürcher Zeitung)


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ESSAY 20
Paul Wühr  
Wenn man mich so reden hört

1993, 145 Seiten, ISBN 3-85420-351-9, € 11,50

Paul Wührs Ästhetik ist bestimmt vom Willen zur Selbstverständigung im Gespräch. Was liegt also näher, als den Autor selbst sprechen zu lassen, erzählen zu lassen von seinem Lesen und Schreiben? Lucas Cejpek, als Autor selbst der Montage verpflichtet, hat Paul Wühr besucht und gemeinsam mit ihm dieses Selbstgespräch erarbeitet.


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ESSAY 19
Rada Ivekovic  
Jugoslawischer Salat

1993, 64 Seiten, ISBN 3-85420-336-5, € 7,50

Rada Ivekovic schrieb einen sehr lebendigen, vielseitigen und sehr persönlichen Essay. In assoziativer Folge handelt er von Begegnungen und Spaziergängen, von indischer Philosophie und Politik, von Heimatlosigkeit und Migration, von Schriftstellerfreunden (Dubravka Ugresic, Bogdan Bogdanovic, Dzevad Karahasan) und Städten (Paris, New York, Zagreb, Benares), von Literatur (Naipaul, Rushdie, Calvino) und Film, von Kindheitserinnerungen und Arbeitsprojekten, vom Status des Emigranten und vom Grauen des Krieges. Je schmerzhafter das Thema, desto mehr bohrt sich die Reflexion in Einzelheiten, benennt, beschuldigt, beklagt. Der jugoslawische Salat, den wir hier vor uns haben, ist ein Text von unglaublich großer Betroffenheit und Insistenz.


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ESSAY 18
Brigitte Kronauer  
Literatur und schöns Blümelein

1993, 70 Seiten, ISBN 3-85420-334-9, € 6.-

Eine Sammlung von Skizzen zu Fragen der gegenwärtigen Literatur – Kronauers Bekenntnis zu Literatur als einer radikalen Verstehensform. Die Themen: das Verhältnis von Leben und Kunst, die Beziehung von Literatur und journalistisch zubereiteter Information, Literatur und das Banale, das Schöne und das Häßliche, die Darstellung des Todes, die Wechselwirkungen von Literatur und Natur: »die poetische Evokation des ›schönen Blümeleins« (Tages-Anzeiger)
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ESSAY 17
Walter Seitter  
Hans von Marées

Ein anderer Philosoph

1993, 95 Seiten, ISBN 3-85420-333-0, € 7,50

Denkprosa im herausragenden Sinn: ein Essay über das Nichtgemalte, Nichtmalbare; eine ästhetische Thematisierung des Undargestellten, Undarstellbaren.


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ESSAY 16
Hans-Jürgen Heinrichs  
Die geheimen Wunder des Reisens

1993, 132 Seiten, ISBN 3-85420-332-2, € 11,50

Von reisenden Schriftstellern und schreibenden Reisenden.
»Das schöne kleine Buch umgreift sein Sujet in Text und Zitat – ein wahrliches Vademecum, das man ebenso an jeder Stelle aufschlagen kann, um sich in einige Gedichtzeilen zu vertiefen, wie auch den Gedanken des Autors über Seiten hinweg zu folgen.« (Michael Kellner, Listen)


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ESSAY 15
Werner Schwab  
Der Dreck und das Gute

Das Gute und der Dreck

1992, 38 Seiten, ISBN 3-85420-320-9, € 6.-

Eine kleine Programmatik des Schwab'schen Universums: ein Doppel-Essay, in dem der Autor - auf Schwabisch – Stellung bezieht zu Fragen der Ästhetik und der Liebe, des Guten und der Sprache, und gleichzeitig sich selbst in seinem ästhetischen Empfinden und Wahrnehmen bloßlegt.


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ESSAY 14
Dieter Wellershoff  
Im Lande des Alligators

1992, 88 Seiten, ISBN 3-85420-318-7, € 7,50

Die Sicht eines europäischen Intellektuellen auf die Natur, die Geschichte, auf die politischen und medialen Verhältnisse, auf Schönheit, Gewalt und Skurrilität von Florida/USA.


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ESSAY 13
Reinhard P. Gruber/Ludwig Harig  
Die Negerhaftigkeit der Literatur

1992, 34 Seiten, ISBN 3-85420-311-X, € 6.-

Gefragt nach der Möglichkeit, Leben in Literatur und Literatur ins Leben rückzuübersetzen, macht sich Gruber auf die Spur von Ludwig Harig und entdeckt bei der Lektüre des Romans Ordnung ist das halbe Leben eine Verwandtschaft mit Harig, die er die Negerhaftigkeit in der Literatur nennt.
Ein spannender deutsch-österreichischer Dialog über den Ursprung literarischen Schaffens, der zugleich Auskunft gibt über zwei bedeutende und viel gelesene Autoren, die gerne mit dem Etikett 'Regionalismus' versehen werden.


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ESSAY 12
Christoph Bode  
Den Text? Die Haut retten!

1992, 63 Seiten, ISBN 3-85420-310-X, € 7,50

Bemerkungen zur Flut der Interpretationen und zur institutionalisierten Literaturwissenschaft.


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ESSAY 11
Elmar Schenkel  
Sportliche Faulheit

1992, 62 Seiten, ISBN 3-85420-309-8, € 7,50

Über den Zusammenhang von körperlichem Tun und Dichten, über Müßiggänger, Langschläfer und Literatur als Handlungsersatz.
»eine reizvolle poetische Erkenntniskunst von Körper, Sprache und Geist.« (Tobias Burghardt, Die Furche)


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ESSAY 10
Yoko Tawada  
Das Fremde aus der Dose

1992, 20 Seiten, ISBN 3-85420-308-X, € 4,50

Die europäische Welt als ein System von Zeichen, Gesten und Wörtern – aus der Sicht einer in Hamburg lebenden Japanerin.


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ESSAY 9
Bodo Hell/Ernst Jandl  
Die wirklichen Möglichkeiten

1992, 36 Seiten, ISBN 3-85420-307-1, € 6.-

Ernst Jandl spricht über seine Lesegewohnheiten, seine persönlichen Erinnerungen an Erich Fried und dessen poetische und politische Bedeutung. Zugleich zeichnet er ein Portrait Bodo Hells aus biographischen, literarischen und freundschaftlichen Bemerkungen. Dazu Hells literarische Gegenrede und Poetologie.


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ESSAY 8
Miodrag Pavlovic  
Tempel und Opferritus

1993, 109 Seiten, ISBN 3-85420-236-9, € 11,50

Pavlovic beschreibt die Kunst als den frühesten Versuch, über das blutige Ritual des Menschenopfers hinwegzukommen. Seine kulturologischen Essays legen dar, daß jede Abkehr vom Anthropomorphismus ein Zurückkehren zur brutalen »Opferung« von Menschen ermöglicht. Pavlovics Ausführungen betreffen nicht nur Riten und Mythen, sondern auch ihre Erscheinungsformen und Derivate in Architektur, Plastik und - in erster Linie - in der Literatur.


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ESSAY 7
Michel Butor  
Die Stadt als Text

1992, 27 Seiten, ISBN 3-85420-235-0, € 6.-

Michel Butor, Poet, Professor und Weltreisender, betrachtet die Großstädte der Welt mit dem Blick auf all das, was sich in ihnen an Geschriebenem und Gedrucktem befindet.

»Michel Butors Verknüpfung von Stadt und Text ist ein recht witziges, sinnvolles und wahres Unterfangen. Als Leser kommt man durch diesen Gedankengang sowohl in alle Städte der Welt als auch in sämtliche Texte der Weltliteratur.« (Helmuth Schönauer)


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ESSAY 6
Patrick Deville  
Über wissenschaftliche und poetische Schreibweisen

1992, 17 Seiten, ISBN 3-85420-228-8, € 6.-

Eine sehr spezifische Antwort auf die Frage, die sich alle Romanciers stellen müssen – die nach dem erzählerischen Vorwand.


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ESSAY 5
Julian Schutting/Wolfgang Siegmund  
Väter

1991, 26 Seiten, ISBN 3-85420-227-X, € 4,50

Wolfgang Siegmund zum Buch Der Vater von Julian Schutting. Mit einer Replik von Schutting.
Wolfgang Siegmund nähert sich dem Buch des Autors Schutting von außen, vom Umschlag, vom Titelbild her. »Wer sind diese Väter?« ist die Frage, deren Beantwortung allerdings auch ihm schwer fällt, obwohl sich sein Essay vieler Mittel bedient, von der Ironie, der Assoziation bis zur Analyse.


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ESSAY 4
Lucas Cejpek  
Und Sie
Elfriede Jelinek in ›Lust‹

1991, 29 Seiten, ISBN 3-85420-226-1, € 4,50

Eine engagierte Selbstdarstellung eines Lesers von Elfriede Jelineks Roman.
Porno- oder Biographie?


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ESSAY 3
Dieter Wellershoff  
Double, Alter ego und Schatten-Ich

Das Gute und der Dreck

1991, 40 Seiten, ISBN 3-85420-225-3, € 6.-

Zur Problematik der verschiedenen, auch wechselnden, Identitäten der Person des Autors in seinem Werk.


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ESSAY 2
Klaus Hoffer  
Pusztavolk

1991, 29 Seiten, ISBN 3-85420-224-5, € 4,50

Das Bild der Puszta in den Schilderungen des ungarischen Autors Gyula Illyés und in Klaus Hoffers Roman Bei den Bieresch.


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ESSAY 1
William Gass  
Mit sich selber reden

Für sich selber lesen

1991, 58 Seiten, ISBN 3-85420-223-7, € 7,50

Zwei aufregende, witzige und ungewöhnliche Arbeiten über die monologischen Tätigkeiten des Lesens und Schreibens.
»William Gass ist ein begnadeter Choreograph, und wie man lesend ›einen Text tanzt‹, das erklärt er in zwei so luziden wie eleganten Essays, die für das deutschsprachige Publikum bereitliegen.« (Esther Röhr, Frankfurter Rundschau)


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»Lesen als beglückende Bewegung des Geistes. Gass vergleicht den bewußten Leser mit dem Gourmet, der ein exquisites Gericht abschmeckt, einen erlesenen Wein goutiert. Richtiges Lesen – so Gass – kann als Emblem für richtiges Leben dienen.« (Ernst Grohotolsky, ORF)

»William H. Gass ist ein Schriftsteller, der die glückhafte Symbiose mit einem Philosophen eingegangen ist. Denn der Schridtsteller, der da philosophiert, ist ein brillanter Stilist. Seine Essays, um Kommunikation bemüht, haben hohe anschauliche und im besten Sinne unterhaltsame Qualitäten.« (Norbert Wehr, Basler Zeitung)


     

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Stand vom 17. 6. 2005