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ESSAY-Reihe
LITERATURVERLAG DROSCHL |
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ESSAY 51 Boris Groys Die Muse im Pelz Die Venus im Pelz als Muse der Massenkultur
2004, 32 Seiten, ISBN 3-85420-657-0, 9,50
In einem »geistreichen und ideensprühenden Essay« (Literatur-Report) bringt Boris Groys seine Deutung der masochistischen Grundsituation mit Phänomenen der gegenwärtigen Kulturrezeption und zentralen Fragen der Philosophie zusammen. Die paradigmatische Figur in der Kunst unserer Zeit ist offensichtlich nicht mehr der individuelle Künstler, sondern die Pop-(oder Rock- oder Hiphop-)Gruppe. Und Pop-Gruppen werden nach dem Grad der aktuellen Verbreitung ihrer Produktion beurteilt. Der masochistische Genuss ist für Autoren nach der avantgardistischen Position und nach der Camp-Sensibilität »einer der wenigen, die uns noch geblieben sind«.
»Ein Funken sprühender Aufsatz, in dem der Medientheoretiker einmal mehr seinem Ruf als Entfant terrible der deutschen Intellektuellen-Szene gerecht wird.« (WDR)
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ESSAY 50 Gerhard Rühm Was verschweigt die schwarze Witwe? schrift-, sprech- und bildanagramme
2004, 88 Seiten, 10 Abbildungen, ISBN 3-85420-655-0, 12.-
Gerhard Rühm stellt den visuell geprägten leseanagrammen spezifisch auditive sprechanagramme an die Seite, schlagzeilen und sprichwörter. |
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ESSAY 49 Franz Josef Czernin Voraussetzungen Vier Dialoge
2002, 112 Seiten, ISBN 3-85420-614-3, 12.-
»Wer sich abseits von greller Polemik über die ästhetischen Bedingungen engagierter Kunst klarwerden möchte, wird in Czernins dialogischen Abwägungen verläßliche Kriterien finden. Denn der metaphysische Sprachartist Czernin verfügt über Urteil, Gewissen und Takt.« (Thomas Poiss, FAZ)
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ESSAY 48 Peter Rosei Album von der traurigen und glücksstrahlenden Reise
2002, 156 Seiten, ISBN 3-85420-603-8, 12.-
Wenn Rosei von der Reise spricht, dann meint das einen existenziellen Zustand, eine Befindlichkeit, die mit Risiko, Veränderung, Neugier auf Unbekanntes und höchster Intensität zu tun hat. Reisen durch Rußland, durch Transsilvanien, durch Kreta veranschaulichen sein Programm: punktgenaue Impressionen von scharfem Verstand und hellster Sehnsucht.
»gelungene Gegenentwürfe zu den herkömmlichen Reiseberichten« (NZZ)
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ESSAY 47 Paul Wühr Was ich noch vergessen habe Ein Selbstgespräch, aufgezeichnet von Lucas Cejpek
2002, 104 Seiten, ISBN 3-85420-594-5, 12.-
Poetologische Selbstauskunft und Anektoten aus dem Literaturleben, Schul- und Kriegsreminiszenzen Was ich noch vergessen habe ist wohl eine der vergnüglichsten und anschaulichsten Einführungen in die Poetik eines sogenannten schwierigen Autors und gleichzeitig in zentrale Fragestellungen modernen Schreibens. |
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ESSAY 46 Dorothea Dieckmann Sprachversagen
2002, 96 Seiten, ISBN 3-85420-593-7, 12.-
Eine beklemmend genaue Diagnose von Literatur unter den Gesetzen der Mediengesellschaft und ein Essay über die Bachmann, der sie die allgemeine Beliebigkeit des unterhaltsamen und mediengerechten Vorsichhinplauderns gegenüberstellt. |
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ESSAY 45 Franzobel Mundial Gebete an den Fußballgott
2002, 132 Seiten, ISBN 3-85420-592-9, 15.-
Fußball ist, so Franzobels These, ein spermazoides Spiel, ein Großfamilienersatz und unverbindliches Gesprächsthema.
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ESSAY 44 Rada Ivekovic Autopsie des Balkan Ein psycho-politischer Essay
2001, 216 Seiten, ISBN 3-85420-567-8, 15,50
Die Autopsie des Balkan ist eines der wichtigen historischen, politischen und philosophischen Bücher über ein europäisches Phänomen, das mit dem vorigen Jahrhundert zu Ende ging: klug, vielseitig und vor der Folie vieler diverser Weltkulturen und Philosophien.
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ESSAY 43 Bettina Balaka Messer
2000, 40 Seiten, ISBN 3-85420-553-8, 7,50
»Es ist ein wahres Vergnügen zu lesen, wie da eine in so geschliffener Sprache aufräumt mit den neoliberalen Beschönigungen der Tatsache, daß das Patriachat des 21. Jahrhunderts kommerziell erfolgreich die Messer wetzt und sich die Frauen nach Lust und Laune beschneidet und begradigt und zurechtstutzt.« (Helga Pankratz in anschläge)
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ESSAY 42 Miguel de Unamuno Wie man einen Roman macht
2000, 136 Seiten, ISBN 3-85420-545-7, 11,50
Eine einzigartige Mischform aus Autobiographie, Tagebuch, Dialog und Reflexion über das Wesen von Literatur und realer Biographie. |
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ESSAY 41 Jesper Svenbro Ameisenwege Figuren der Schrift und des Lesens in der Antike
1999, 130 Seiten, ISBN 3-85420-551-1, 11,50
Von den griechischen Verben für »lesen« ausgehend und gestützt auf Platons Dialog Phaidros, zeigt Jesper Svenbro die Entwicklung vom sklavischen Lesen zum kritischen lesenden Subjekt auf.
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ESSAY 40 Jean Baudrillard Architektur: Wahrheit oder Radikalität?
1999, 38 Seiten, ISBN 3-85420-518-X, 9,50
Die Wahrheit der Architektur scheint heute nur mehr die der technischen Verfügbarkeit von Formen und Materialien zu sein virtuelle Architektur, aus Elementen und Modulen am Computer zusammengesetzt. Anhand einiger prominenter Beispiele zeitgenössischer Architektur erläutert Baudrillard seine unorthodoxen Ansichten zum Thema.
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ESSAY 39 Ingram Hartinger Über den Versuch
1999, 68 Seiten, ISBN 3-85420-508-2, 9,50
Hartingers leidenschaftlicher Text nimmt die ursprüngliche Bedeutung des Begriffs »Essay« wörtlich und umkreist diesen Genre-Begriff auf mehreren Ebenen.
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ESSAY 38 Hans-Jürgen Heinrichs Der Wunsch nach einer souveränen Existenz Georges Bataille: Philosoph. Dichter. Kunsttheoretiker. Anthropologe
1999, 178 Seiten, ISBN 3-85420-510-4, 14.-
Eine unumgängliche Studie für jeden, der an Georges Bataille interessiert ist und an den Fragestellungen eines exemplarisch furchtlosen und unorthodoxen Denkens der Moderne. |
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ESSAY 37 Franz Josef Czernin Dichtung als Erkenntnis Zur Poesie und Poetik Paul Wührs
1999, 83 Seiten, ISBN 3-85420-509-0, 11,50
Was Czernin seit jeher an Dichtung interessierte, ist eine Frage, die in der modernen Unterhaltungswelt der Literatur immer unpopulärer wird: die Verbindung von Ästhetik und Erkenntnis. Das Niveau, auf dem Czernin über Gedichte reflektiert, und die detailgenaue Aufmerksamkeit, die er dem konkreten Text widmet, um von ihm aus erst zu einer möglichen Poetik zu gelangen, ist im zeitgenössischen Sprechen über Lyrik (sofern es denn eines gibt) äußerst selten.
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ESSAY 36 Henri Michaux Von Sprachen und Schriften
1998, 92 Seiten, ISBN 3-85420-501-5, 11,50
Sich mitteilen; von Erfahrungen und Katastrophen berichten, für die noch keine Sprache gefunden ist; Zeugnisse lesen und verstehen, deren Sprache uns nicht (nicht mehr?) zugänglich ist das sind die Themen, denen Michaux in diesen Texten nachgeht. |
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ESSAY 35 Thomas Stölzel Ein Säulenheiliger ohne Säule Begegnungen mit E. M. Cioran
1998, 140 Seiten, ISBN 3-85420-485-X, 11,50
»Bevor die Furie des Verschwindens auch den letzten großen Anti-Systematiker des französischen Denkens unter ihre Räder gebracht hat, erinnert ein kleines, sehr lesenswertes Buch an E. M. Cioran.« (Michael Krüger)
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ESSAY 34 Michael Rumpf Gefühlsgänge
1997, 108 Seiten, ISBN 3-85420-467-1, 11,50
Neid, Geiz, Liebe, Zorn wieviele unserer Geschichten und Dramen, von Kain und Abel bis Romeo und Julia, stehen im Zeichen dieser mächtigen Gefühle? In diesem Essayband werden sie auf ihre anthropologische Bedeutung für die Gegenwart befragt.
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ESSAY 33 Thomas Hettche Das Sehen gehört zu den glänzenden und farbigen Dingen
1997, 40 Seiten, ISBN 3-85420-455-8, 15.-
»Das Sehen gehört zu den glänzenden und farbigen Dingen«, heißt es bei Aristoteles. Seit damals beschäftigt uns der Vorgang des Sehens, das Erzeugen von Bildern vor unseren Augen und auf unserer Netzhaut. Heute, da nicht nur Thomas Hettche ein Ende der Schriftkultur, wie wir sie kennen, für absehbar hält und ein neues Zeitalter der Bild-Kommunikation im Entstehen sieht, sind die alten Fragestellungen aktueller denn je.
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ESSAY 32 Birgit Kempker Liebe Kunst
1997, 110 Seiten, ISBN 3-85420-454-X, 11,50
Birgit Kempkers Essay ist ein höchst ungewöhnlicher Text, der mit Turbulenz und Fröhlichkeit von der Ernsthaftigkeit seiner Fragen und mit rasender Geschwindigkeit von der Tiefe seiner Gedanken ablenken möchte. Eine Lektüre wie eine Achterbahnfahrt.
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ESSAY 31 Miguel de Unamuno Plädoyer des Müßiggangs
1996, 60 Seiten, ISBN 3-85420-442-6, 11,50
Eine Auswahl von Betrachtungen, Dialogen und Polemiken, »vorzüglich geeignet zur ersten Begegnung mit einem eigenwilligen Geist« (DIE ZEIT), »veranschaulichen aufs schönste Unamunos Kunst der Arabeske und seine Fähigkeit, gedanklich Haken zu schlagen« (FAZ).
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ESSAY 30 Felix Philipp Ingold/Bruno Steiger Unter sich Briefe
1996, 204 Seiten, ISBN 3-85420-426-4, 15,50
»Hier ist ein Buch anzuzeigen, das feirefizisch gesprenkelt und den Leser wechselweise zu Applaus und Pfiffen hinreissend, beides in einem ist: ein Ärgernis und eine Trouvaille.« (Peter Rüedi in der Weltwoche)
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ESSAY 29 Helga Glantschnig Entrée: die Frau
1995, 51 Seiten, ISBN 3-85420-409-4, 7,50
Von den mittelalterlichen Mystikerinnen über die Briefschreiberinnen und Romanleserinnen des 19. Jahrhunderts bis zu den Autorinnen der Moderne zeichnet Helga Glantschnigs Essay weibliches Schreiben als eine Geschichte der Namenlosigkeit oder der Verwerfung des väterlichen Namens im Pseudonym oder im Namensspiel. Ob am Beispiel von Hilda Doolittle, Marina Zwetajewa, Virginia Woolf oder Gertrude Stein, Helga Glantschnig entwirft weibliches Schreiben als ein Unterlaufen der symbolischen Ordnung.
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ESSAY 28 Elfriede Czurda Buchstäblich: Unmenschen
1995, 168 Seiten, ISBN 3-85420-408-6, 15,50
Essays zu Veza Canetti, André Thomkins und Liesl Ujvary, die um ein Thema kreisen: um den Ort des Schreibens zwischen Körper und Papier.
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ESSAY 27 Robert Kelly/Jaques Roubaud/Schuldt Abziehbilder, heimgeholt
1995, 116 Seiten, ISBN 3-85420-402-7, 11,50
Ein Amerikaner, ein Deutscher und ein Franzose gehen in drei äußerst amüsanten Essays der Frage nach dem Zusammenhang von Sprache und Nationalität nach. |
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ESSAY 26 Dragana Tomaseviç Briefe nach Sarajevo
1995, 88 Seiten, ISBN 3-85420-403-5, 11,50
Ein Buch, das sich, in Briefform, an die Greueltäter im ehemaligen Jugoslawien richtet, wie an zurückgebliebene Freunde, an Tote und Geflüchtete.
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ESSAY 25 Henri Michaux Ideogramme in China
1994, 41 Seiten, 10 Abb., ISBN 3-85420-378-0, 7,50
Ein Lobpreis der Kalligraphie, deren Sinn Michaux beschwört, als die Kunst des inspirierten Schriftzuges für den das Chinesische wie gemacht erscheint. Ein Essay, die Grenzen der Gattung zur Lyrik überschreitend, der Serien von Ideogrammen gegenüberstellt, deren Bedeutung und Entwicklung er beschreibt.
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ESSAY 24 Irena Vrkljan Vor roter Wand 1991 1993
1994, 78 Seiten, ISBN 3-85420-375-6, 7,50
Der Essay gehört zum Glaubhaftesten, was über den Krieg in Jugoslawien, über Kunst und Erinnerungswut angesichts dieses Krieges geschrieben wurde.
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ESSAY 23 Sabine Scholl Wie komme ich dazu?
1994, 101 Seiten, ISBN 3-85420-374-8, 11,50
Eine junge Autorin schreibt ihren Entwurf für eine Literatur, die sich aus dem literarischen Kanon herausbewegen will: Technologie, Film, Rassenkämpfe, Cyberpunk.
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ESSAY 22 Felix Philipp Ingold Autorschaft und Management
1993, 68 Seiten, ISBN 3-85420-353-5, 7,50
Als seinen bisher wichtigsten Versuch, über die Funktion Autor in der Moderne nachzudenken, bezeichnet Ingold den vorliegenden Essay, in dem er die auktoriale Selbstreflexion seit Baudelaire und Rimbaud diachron bis in die Gegenwart nachzeichnet. Überraschend wird das von ihm gezeichnete Bild des gegenwärtigen Autors: er vergleicht er den heutigen Autor mit dem Manager, die Sprache mit der Unternehmung, den Text mit der Unternehmungskultur und die Strategien des Schreibens und Lesens mit der systemischen Unternehmensführung.
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ESSAY 21 Dezsö Tandori Startlampe ohne Bahn
1994, 114 Seiten, ISBN 3-85420-352-7, 11,50
Tandori, schillerndster Avantgardist der ungarischen Gegenwartsliteratur, wird für deutschsprachige Leser hier zum ersten Mal mit einem längeren Text zugänglich.
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ESSAY 20 Paul Wühr Wenn man mich so reden hört
1993, 145 Seiten, ISBN 3-85420-351-9, 11,50
Paul Wührs Ästhetik ist bestimmt vom Willen zur Selbstverständigung im Gespräch. Was liegt also näher, als den Autor selbst sprechen zu lassen, erzählen zu lassen von seinem Lesen und Schreiben? Lucas Cejpek, als Autor selbst der Montage verpflichtet, hat Paul Wühr besucht und gemeinsam mit ihm dieses Selbstgespräch erarbeitet.
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ESSAY 19 Rada Ivekovic Jugoslawischer Salat
1993, 64 Seiten, ISBN 3-85420-336-5, 7,50
Rada Ivekovic schrieb einen sehr lebendigen, vielseitigen und sehr persönlichen Essay. In assoziativer Folge handelt er von Begegnungen und Spaziergängen, von indischer Philosophie und Politik, von Heimatlosigkeit und Migration, von Schriftstellerfreunden (Dubravka Ugresic, Bogdan Bogdanovic, Dzevad Karahasan) und Städten (Paris, New York, Zagreb, Benares), von Literatur (Naipaul, Rushdie, Calvino) und Film, von Kindheitserinnerungen und Arbeitsprojekten, vom Status des Emigranten und vom Grauen des Krieges. Je schmerzhafter das Thema, desto mehr bohrt sich die Reflexion in Einzelheiten, benennt, beschuldigt, beklagt. Der jugoslawische Salat, den wir hier vor uns haben, ist ein Text von unglaublich großer Betroffenheit und Insistenz.
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ESSAY 18 Brigitte Kronauer Literatur und schöns Blümelein
1993, 70 Seiten, ISBN 3-85420-334-9, 6.-
Eine Sammlung von Skizzen zu Fragen der gegenwärtigen Literatur Kronauers Bekenntnis zu Literatur als einer radikalen Verstehensform. Die Themen: das Verhältnis von Leben und Kunst, die Beziehung von Literatur und journalistisch zubereiteter Information, Literatur und das Banale, das Schöne und das Häßliche, die Darstellung des Todes, die Wechselwirkungen von Literatur und Natur: »die poetische Evokation des schönen Blümeleins« (Tages-Anzeiger)
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ESSAY 17 Walter Seitter Hans von Marées Ein anderer Philosoph
1993, 95 Seiten, ISBN 3-85420-333-0, 7,50
Denkprosa im herausragenden Sinn: ein Essay über das Nichtgemalte, Nichtmalbare; eine ästhetische Thematisierung des Undargestellten, Undarstellbaren.
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ESSAY 16 Hans-Jürgen Heinrichs Die geheimen Wunder des Reisens
1993, 132 Seiten, ISBN 3-85420-332-2, 11,50
Von reisenden Schriftstellern und schreibenden Reisenden.
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ESSAY 15 Werner Schwab Der Dreck und das Gute Das Gute und der Dreck
1992, 38 Seiten, ISBN 3-85420-320-9, 6.-
Eine kleine Programmatik des Schwab'schen Universums: ein Doppel-Essay, in dem der Autor - auf Schwabisch Stellung bezieht zu Fragen der Ästhetik und der Liebe, des Guten und der Sprache, und gleichzeitig sich selbst in seinem ästhetischen Empfinden und Wahrnehmen bloßlegt.
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ESSAY 14 Dieter Wellershoff Im Lande des Alligators
1992, 88 Seiten, ISBN 3-85420-318-7, 7,50
Die Sicht eines europäischen Intellektuellen auf die Natur, die Geschichte, auf die politischen und medialen Verhältnisse, auf Schönheit, Gewalt und Skurrilität von Florida/USA.
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ESSAY 13 Reinhard P. Gruber/Ludwig Harig Die Negerhaftigkeit der Literatur
1992, 34 Seiten, ISBN 3-85420-311-X, 6.-
Gefragt nach der Möglichkeit, Leben in Literatur und Literatur ins Leben rückzuübersetzen, macht sich Gruber auf die Spur von Ludwig Harig und entdeckt bei der Lektüre des Romans Ordnung ist das halbe Leben eine Verwandtschaft mit Harig, die er die Negerhaftigkeit in der Literatur nennt.
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ESSAY 12 Christoph Bode Den Text? Die Haut retten!
1992, 63 Seiten, ISBN 3-85420-310-X, 7,50
Bemerkungen zur Flut der Interpretationen und zur institutionalisierten Literaturwissenschaft.
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ESSAY 11 Elmar Schenkel Sportliche Faulheit
1992, 62 Seiten, ISBN 3-85420-309-8, 7,50
Über den Zusammenhang von körperlichem Tun und Dichten, über Müßiggänger, Langschläfer und Literatur als Handlungsersatz.
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ESSAY 10 Yoko Tawada Das Fremde aus der Dose
1992, 20 Seiten, ISBN 3-85420-308-X, 4,50
Die europäische Welt als ein System von Zeichen, Gesten und Wörtern aus der Sicht einer in Hamburg lebenden Japanerin.
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ESSAY 9 Bodo Hell/Ernst Jandl Die wirklichen Möglichkeiten
1992, 36 Seiten, ISBN 3-85420-307-1, 6.-
Ernst Jandl spricht über seine Lesegewohnheiten, seine persönlichen Erinnerungen an Erich Fried und dessen poetische und politische Bedeutung. Zugleich zeichnet er ein Portrait Bodo Hells aus biographischen, literarischen und freundschaftlichen Bemerkungen. Dazu Hells literarische Gegenrede und Poetologie.
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ESSAY 8 Miodrag Pavlovic Tempel und Opferritus
1993, 109 Seiten, ISBN 3-85420-236-9, 11,50
Pavlovic beschreibt die Kunst als den frühesten Versuch, über das blutige Ritual des Menschenopfers hinwegzukommen. Seine kulturologischen Essays legen dar, daß jede Abkehr vom Anthropomorphismus ein Zurückkehren zur brutalen »Opferung« von Menschen ermöglicht. Pavlovics Ausführungen betreffen nicht nur Riten und Mythen, sondern auch ihre Erscheinungsformen und Derivate in Architektur, Plastik und - in erster Linie - in der Literatur.
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ESSAY 7 Michel Butor Die Stadt als Text
1992, 27 Seiten, ISBN 3-85420-235-0, 6.-
Michel Butor, Poet, Professor und Weltreisender, betrachtet die Großstädte der Welt mit dem Blick auf all das, was sich in ihnen an Geschriebenem und Gedrucktem befindet.
»Michel Butors Verknüpfung von Stadt und Text ist ein recht witziges, sinnvolles und wahres Unterfangen. Als Leser kommt man durch diesen Gedankengang sowohl in alle Städte der Welt als auch in sämtliche Texte der Weltliteratur.« (Helmuth Schönauer)
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ESSAY 6 Patrick Deville Über wissenschaftliche und poetische Schreibweisen
1992, 17 Seiten, ISBN 3-85420-228-8, 6.-
Eine sehr spezifische Antwort auf die Frage, die sich alle Romanciers stellen müssen die nach dem erzählerischen Vorwand.
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ESSAY 5 Julian Schutting/Wolfgang Siegmund Väter
1991, 26 Seiten, ISBN 3-85420-227-X, 4,50
Wolfgang Siegmund zum Buch Der Vater von Julian Schutting. Mit einer Replik von Schutting.
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ESSAY 4 Lucas Cejpek Und Sie Elfriede Jelinek in Lust
1991, 29 Seiten, ISBN 3-85420-226-1, 4,50
Eine engagierte Selbstdarstellung eines Lesers von Elfriede Jelineks Roman.
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ESSAY 3 Dieter Wellershoff Double, Alter ego und Schatten-Ich Das Gute und der Dreck
1991, 40 Seiten, ISBN 3-85420-225-3, 6.-
Zur Problematik der verschiedenen, auch wechselnden, Identitäten der Person des Autors in seinem Werk.
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ESSAY 2 Klaus Hoffer Pusztavolk
1991, 29 Seiten, ISBN 3-85420-224-5, 4,50
Das Bild der Puszta in den Schilderungen des ungarischen Autors Gyula Illyés und in Klaus Hoffers Roman Bei den Bieresch.
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ESSAY 1 William Gass Mit sich selber reden Für sich selber lesen
1991, 58 Seiten, ISBN 3-85420-223-7, 7,50
Zwei aufregende, witzige und ungewöhnliche Arbeiten über die monologischen Tätigkeiten des Lesens und Schreibens.
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»Lesen als beglückende Bewegung des Geistes. Gass vergleicht den bewußten Leser mit dem Gourmet, der ein exquisites Gericht abschmeckt, einen erlesenen Wein goutiert. Richtiges Lesen so Gass kann als Emblem für richtiges Leben dienen.« (Ernst Grohotolsky, ORF)
»William H. Gass ist ein Schriftsteller, der die glückhafte Symbiose mit einem Philosophen eingegangen ist. Denn der Schridtsteller, der da philosophiert, ist ein brillanter Stilist. Seine Essays, um Kommunikation bemüht, haben hohe anschauliche und im besten Sinne unterhaltsame Qualitäten.« (Norbert Wehr, Basler Zeitung)
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A-8010 Graz Alberstraße 18 Tel: +43/316/32-64-04 Fax: +43/316/32-40-71 Stand vom 17. 6. 2005 |